7 Gründe gegen ein Elektroauto

Die Bundes-Angela hat es vor einiger Zeit wieder getan (Artikel dazu hier im Blog). Sie hat wieder an ihrer These festgehalten und dummes Zeug gesabbelt, dass es zu schaffen wäre bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu haben. Ich habe dazu geunkt, dass es klappt wenn sie Spielzeug-Elektroautos (zB Carrera Bahn*) oder Elektrorollstühle dazurechnet. Mit Fahrzeugen der Kategorie PKWs wird das nix. Warum?

Meine 7 Gründe warum ein Elektroauto, heute, keinen Sinn macht

1. Elektroautos sind einfach noch zu teuer

Ein Nissan Leaf Hybrid kostete im August 2013 die Summe von 23.790,- € plus einer monatlichen Akku-Miete von weiteren 79,- €. Ganz schön happig, vergleicht man ihn mit dem ähnlich großen Nissan Note der bei 13.990,- € beginnt. Eine ähnliche Differenz soll zum Beispiel der Opel Ampera (ab 43.600,- €) im Vergleich zum Opel Insignia (ab 31.950,- €) beweisen. Ich für mich könnte mir, meinem Geldbeutel und meiner Frau die Differenz nicht schön reden.

Opel Ampera

© Opel (2013)

2. Aufwändig herzustellen, empfindlich und teuer – die Akkus

Das Maß aller heutigen Akkukonzepte setzt auf Lithium-Ion-Akkus. Diese sind allerdings auch sehr empfindlich und aufwändig in der Produktion, müssen doch die verschiedenen Komponenten (Metalle und Chemische Säuren) penibel zueinander gebracht und an anderer Stelle voneinander getrennt werden. Mit steigender Nutzungsdauer reduziert sich auch der Wirkungsgrad heutiger Akkus. Maßgeblich dafür sind die notwendigen Ladezyklen.

Lithium-Ionen Akku in der Forschung

© Audi (2013)

3. Leistungseinschränkungen bedürfen spezieller Designs

Aufgrund von Einschränkungen im Leistungs- und Wirkungsgrad der Elektroantriebskonzepte sind viele Elektrofahrzeuge nur mit Einschränkungen im Nutzungsvolumen nutzbar. Soll heißen, heutige Elektrofahrzeuge verschlingen soviel an Platz und Gewicht, dass dies mit weniger Nutzlast kompensiert werden muss. Die meisten, aktuellen, Elektrofahrzeuge sind Fahrzeuge des A-Segmentes – ausgenommen die Limousinen zB von Tesla.

4. Leidensfähige Kunden müssen her

Krasse Headline, ich weiß. Aber wer sich heute für ein Elektroauto entscheidet muss da auch 100%ig hinterstehen, sind doch die Einschränkungen derart groß. Preis, Design, Nutzwert bei eingeschränkten Reichweiten weil die Technik nicht mehr hergibt.

Toyota Pikes Peak 2012

© Toyota (2013)

5. Mit den aktuell verfügbaren Reichweiten schwer nutzbar

Der Bloggerkollege Can hat es in seinem Artikel über den Nissan Leaf sehr eindrücklich beschrieben. Die Einschränkungen der Reichweite in bezug auf Fahrsituationen ist mehr als mau. Stichwort „… überhole ich den oder komme ich lieber 100% an?“

NISSAN Leaf E-Mobil

6. Fehlende Infrastruktur

Elektrofahrzeugen fehlt heute noch die notwendige, flächenübergreifende, Infrastruktur. Okay, in den Ballungsgebieten sind unter Umständen noch Aufladeoptionen gegeben. Aber wer mit einem Elektrofahrzeug verreisen möchte sollte sich im klaren sein das er eine Reise ohne Rückfahrt unternimmt.
Autos mit Verbrennungsmotoren sind überall nachzutanken, dagegen sind mir kaum Autobahntankstellen mit Ladestationen bekannt. Urlaub auf dem Rastplatz??

Hybrid Ladestation

© Car2Go (2013)

7. Es fehlt die gesellschaftliche Akzeptanz

Hat eigentlich unmittelbar mit der Position 6 (hier drüber) zu tun; fehlende Infrastruktur! Förderung für Betreiber von Ladestationen? Arbeitgeber die Ladestationen für ihre Mitarbeiter betreiben? Architekten die Ladestationen in ihre Pläne implementieren? Und, und, und !

Auf dem folgenden Bild wird diese allerdings schon im Computerspiel SIM City zum Thema gemacht ;-)

SIMs City Reloaded

Eine nette Auflistung themenrelevanter Meinungen, auch wenn es sich mehr oder weniger meistens um den BMW i3 dreht, sind bei den folgenden Bloggerkollegen zu finden:

Autogefühl.de
Zehn Thesen zur Zukunft des BMW-Elektroautos zum BMW i3 Marktstart

Newcarz.de
Zehn Alternativen zum BMW i3

Autokarma.de
10 Gründe für einen BMW i3

Rad-ab.com
10 Gründe gegen den BMW i3

Alle Bilder & Animationen: © bei den Herstellern bzw. Car2Go

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11 Kommentare

  1. Plädoyer für Elektroautos | E-Auto.TV
    22. November 2013 zu 21:20 Antworten

    […] Auto Blogger” hat heute sieben Gründe gegen Elektroautos gesammelt. Die Gründe mögen für ihn sehr stichhaltig und berechtigt sein, dennoch kann ich dies […]

  2. E-Auto.TV
    22. November 2013 zu 21:33 Antworten

    Natürlich darf so ein Beitrag nicht unkommentiert bleiben. ;-) Und da der Platz im Kommentarfeld hier kaum ausreicht, habe ich meine Meinung zu den einzelnen Punkten hier abgelegt: http://e-auto.tv/plaedoyer-fuer-elektroautos.html

  3. Zehn Thesen zur Zukunft des BMW-Elektroautos zum BMW i3 Marktstart | Autogefühl
    22. November 2013 zu 22:40 Antworten

    […] Die für Elektroautos essenziellen Lithium-Ion-Akkus sind schon günstiger geworden, aber machen immer noch einen Großteil der Mehr-Kosten eines Elektroautos aus. Viele Dinge werden mit Fortschritt der Technik billiger, aber bei den Akkus herrscht das Problem, dass viele verschiedene Materialien dabei zusammen gebracht werden und die exakte Trennung dieser Materialien innerhalb der Batterie (so genannte Separatoren sind notwendig) so aufwändig und teuer ist. Damit die komplizierte Elektrochemie günstiger wird, müsste eine Massenfertigung der Auto-Akkus im größeren Maßstab erfolgen. Und es gibt weitere Gründe gegen ein Elektroauto. […]

  4. ekim
    23. November 2013 zu 06:21 Antworten

    Ohje… der Artikel is gespickt mit Fehlern, weiß gar nicht, wo ich anfangen soll… Beispiel: Der Nissan Leaf ist kein Hybrid, sondern ein Elektroauto; der Ampera kostet nur 38.000; Elektroautos haben einen Wirkungsgrad, der den eines Verbrenners mehrfach übertrifft; Reichweitenproblem: Kauf Dir einen i3 oder e-up! und Du bekommt für lange Fahrten kostenlos einen Benziner überlassen; usw usf… Und Punkt Sieben trifft deshalb zu, das es Artikel wie diesen hier gibt.

    • Oli
      24. November 2013 zu 15:13 Antworten

      Mensch der sich Ekim nennt, ein Fehler ist es zB durch Internet zu marschieren und sich hinter Pseudonymen zu verstecken. Innere Größe wäre hier das Stichwort.
      Jetzt zum dem Artikel der meine Meinung darstellt, gar nicht frei von Fehlern sein und absolut kein Dogma sein muss. Wenn Du der Meinung bist das heuer ein E-Auto eine Alternative ist dann los – schreib es auf!! Akzeptiere aber auch die Meinungen derer die das nicht so sehen!

  5. Turbolader
    24. November 2013 zu 11:03 Antworten

    Ich persönlich bin noch nicht davon überzeugt, Elektroautos. Ich bevorzuge als Motor arbeiten und ihn zu hören. Ich möchte hinzufügen, dass wenig Ladestation bietet diese Autos ist auch ein großes Hindernis

  6. Elektro Autos im Jahr 2013 – zu früh? | PIXELtunes
    25. November 2013 zu 16:58 Antworten

    […] Zum Artikel 7 Gründe gegen Elektroautos bei “Der Auto Blogger“ […]

  7. Joaquin
    25. April 2014 zu 16:34 Antworten

    Elektroautos sind noch teuer, aber die Sache bewegt sich definit in die richtige Richtung. Das ganze hängt in Zukunft vor allem noch davon ab, wie sich die Benzinpreise und die Batterietechnik entwickelt. Doch jetzt schon können Elektroautos ein lohnende und preislich attraktive Alternative sein. Es kommt halt wirklich auf den Einzelnen an.

  8. Peter
    23. Juni 2014 zu 17:10 Antworten

    Wie haben vor 5 Monaten einen Nissan leaf als „Zweitwagen“ gekauft. Der „Zweitwagen“ hat sich inzwischen zum „Erstwagen“ hochgearbeitet. Unser Audi A5 steht die meiste Zeit im Hof und wartet auf Einsatz. Mit den Leaf sind im Stadtverkehr problemlos 150km zu fahren, auf der Autobahn schrumpfts auf 120-130 km. Mit unseren Solarzellen auf dem Dach reicht es meist auch noch für den leaf. Billiger und sauberer kann man nicht fahren. Wir fahren zwischenzeitlich 2000km / Monat und möchten es nicht mehr missen!! Der Audi kommt kaum noch zum Einsatz. Übrigends bekommt man von auch von Nissan 3 Wochen im Jahr kostenlos einen Benziner gestellt …

  9. Dennis - Green-Motors.de
    15. März 2015 zu 21:01 Antworten

    Mit dem Preis gebe ich Dir recht, das „schönste“ Beispiel ist der Opel Ampera und Opel Astra. Beide kompakt, aber mit extremer Differenz – zu ungunsten des Stromers natürlich. Den Punkt Reichweite verstehe ich hingegen nicht. Elektroautos sind nicht unbedingt für Langstrecken gedacht, sondern eher für Pendler und City. Dafür reichen E-Autos allemal.

  10. Juergen Vagt
    26. November 2015 zu 13:25 Antworten

    Ich sehe das kritischer: Hier mein Beitrag: http://elektroautovergleich.org/das-elektroauto-2015-marktuebersicht-tests-bewertungen/

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