ADAC GT-Masters 2014: Dramatischer Schlußsprint

Vor 18.000 Zuschauern gelang es dem Corvette Duo Daniel Keilwitz und Andreas Wirth den letzten Saisonsieg für ihr Team zu holen. Doch auch der sechste Sieg in der Saison reichte nicht aus die Fehlergebnisse aus der ersten Saisonhälfte auszubügeln.

ADAC GT-Masters

Fotos © Motorsport-Snapshots.de by Stefan Deck

Mittels Start-Ziel Sieg dominierten die Corvette Piloten das Feld, Platz zwei ging an die Porsche Crew von Schütz-Motorsport um die Piloten Jaap van Lagen und Christian Engelhart womit diese auch den zweiten Gesamtplatz der Meisterschaft für sich einfahren konnten. Platz drei ging an die Sternenkrieger Luca Stolz und Maximilian Götz im Zakspeed SLS.

Ungestümer Rennbeginn

Mit einem dynamischen Startsprint gelang es beiden Corvetten sich aus den dahinter stattfindenden Scharmützeln herauszuhalten. Hinter dem BMW Z4 GT3 von Dominik Baumann (Schubert Motorsport) ging das Hauen und Stechen richtig los und selbst der vorzeitige Meister René Rast bekam sein Fett weg und ein Aero-Flap abgefahren. Auch Audi Pilotin Rahen Frey musste sich früh geschlagen geben, angeschubst – rumgedreht – Audi R8 beschädigt; so liesse sich das Dilemma um die sympathische Schweizerin in wenigen Worten zusammenfassen. Weitere Piloten strandeten nach Kontakt in den diversen Kiesanlagen der Hockenheimer Hochgeschwindigkeitsrennstrecke, die im vollen Umfang Austragungsstätte war.

Auftritt des Safety-Car

Auch wenn der Audi R8 LMS Ultra von Frey/Geipel längst verladen wurde konnte ein anderer Audi R8 die Blicke des Publikums auf sich ziehen. Das Audi R8 Safety-Car kam zu Einsatz. Nach dem Ende der Boxenstopps begann die Dramatik durch einen Abflug der auf P2 liegenden Corvette mit Toni Seiler am Steuer. Andreas Wirth, ebenfalls Corvette, fuhr mit starker Pace auf und davon während sich im Rückspiegel von Toni Seiler der BMW Z4 GT3 von Claudia Hürtgen breit machte. Das Resultat war ein schwungvoller Dreher Ausgangs der Sachskurve. Das unglücklich im Auslauf stehende Fahrzeug provozierte Safety-Car Stint Nummer eins.

Beim folgenden Restart verlor die Pilotin des schwarzen Schubert-BMW unmittelbar zwei Positionen. Die vor ihr abgeflogene Seiler Corvette hatte Hürtgen zu einem Ausweichkurs über die Wiese gezwungen, mit dem Ergebnis die Kühleinlässe zu verstopfen. Mangels voller Motorleistung war es nun ein leichtes für die folgenden Wagen den Z4 zu überholen.

Das dicht gestaffelte Verfolgerfeld geriet schnell wieder in Positionskämpfe wobei es im Motodrom Audi Pilot Christer Jörgs ins Kiesbett katapultierte und das Safety-car erneut ausrücken mußte.

2:50 Minuten vor Rennende erfolgte der finale Restart und besonders Kelvin van der Linde fiel hier mit einem mehr als optimistischen Fahrmanöver auf. Eingangs der Haarnadelkurve konnte der junge Südafrikaner sein Tempo nicht ausreichend reduzieren und nutzte nach dem Einlenken den schwarzen BMW von Hürtgen als auch den Mercedes SLS von Luca Stolz als stützende Seitenbande.

Der Zieleinlauf sah dann wie folgt aus:

  1. Daniel Keilwitz/Andreas Wirth – Callaway – Corvette Z06.R GT3
  2. Christian Engelhart/Jaap van Lagen – Team Schütz Motorsport – Porsche 911 GT3 R
  3. Maximilian Götz/Luca Stolz – H.T.P. Motorsport – Mercedes AMG SLS GT3
  4. Martin Ragginger/Robert Renauer – Torino Team Herberth – Porsche 911 GT3 R
  5. Dominik Baumann/Claudia Hürtgen – Pixum Team Schubert – BMW Z4 GT3
  6. René Rast/Kelvin van der Linde – C. Abt Racing – Audi R8 LMS ultra

Die weiteren Ergebnisse sind hier beim ADAC downzuladen

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