Audi A7 3.0 TDI – Face geliftet durch Südschweden

Vor wenigen Tagen erst konnte ich mich, nach meinem Tanz über das Eis (hier geht es zum Artikel), wieder in einen Audi A8 setzen. Bloggerkollege Milos Willing hatte einen Testwagen von Audi zur Hand und im Rahmen einer Fotosession waren wir mit dem guten Stück unterwegs.
Ein absolut mächtiges und imposantes Auto! Mir, ehrlich gesagt, jedoch schon eine Nummer zu sehr Businessauto. Eben ein Vertreter der klassischen Limousinen Gattung. Viel mehr sagt mir da schon der Audi A7 zu. Sportback genannt und ein 4,97 m langer Bolide, angesiedelt zwischen den klassischen Sport Coupe’s und einer Limousine. Audi gab mir die Gelegenheit den A7 als 3.0 V6 TDI in der Gegend von Malmö/Schweden zu fahren.Audi A7 3.0 TDI

Rundum …

Gut gefällt mir der A7 und besonders die neue Front macht sich hier, markant, bemerkbar. Die in Serie verbauten LED Frontscheinwerfer und der neue Kühlergrill ziehen die Blicke geradezu magisch an. Allerdings würde ich, sofern es endlich mit dem Lottogewinn klappt, den A7 mit Matrix-LED Scheinwerfern bestellen. Mikroprozessoren weisen diesen Scheinwerfern die jeweils auszuleuchtenden Bereiche der Straße zu und nicht nur der Gegenverkehr wird es danken :)

Audi A7 3.0 TDI

Audi A7 3.0 TDI

Audi A7 3.0 TDI

Audi A7 3.0 TDI

Zwei Schritte weiter gilt es einen Blick auf die Silhouette des Ingolstädter Premiumautos zu werfen. Während Bloggerkollege Thomas Majcharzak hier eher auf den Vergleich zum Mercedes CLS eingeht, sehe ich den BMW GT eher als Mitbewerber des A7 Sportback an. Im direkten Vergleich würde ich allerdings dem Audi die ästhetischere Linie bescheinigen. Viel feiner und gelungen wirkt der A7 und nicht so prollig-plump wie der Münchener Bolide.

Auch am Heck befindet sich feinste LED-Technik. Die LED-Blinker „werfen“ auf einer waagrechten Linie ihr Lichtsignal quasi nach außen. Sehr geil! Ansonsten hält sich der A7 vornehm zurück und macht auch mit seinem Heckdesign eher auf Understatement als auf dicke Hose.

Wohlfühloase

Einmal im A7 Platz genommen, macht sich sofort ein Gefühl der Entspanntheit breit. Die perforierten Ledersitze werden von einer dreistufigen Ventilation behechelt und lassen so, der hier in Südschweden vorherrschenden Hitze keine Chance den Rücken duchzuschwitzen. Rundum strahlt die Klimaautomatik den passenden Luftstrom durch in Aluminium eingefasste Lüftungsöffnungen in den Innenraum. Audi hat neben den äußeren Veränderungen auch im Innenraum ordentlich zugelegt, die gewisse Audi typische Nüchternheit ist hier einem tollen Mix aus Wurzelholz und Aluminium gewichen. Segelyachten, geht mir durch den Sinn, besitzen einen ähnlichen exklusiven Auftritt.

Audi A7 3.0 TDI
Der A7 ist trotz seiner Länge ausgesprochen übersichtlich, unterstützt aber natürlich den Fahrer durch die üblichen Sensoren wie PDC, Abstandsassisten und viele mehr. Diese zahlreichen Informationen werden dem Fahrer, sofern er den Blick vom Heads-Up-Display abwendet, in dem virtuellen Cockpit zwischen den klassischen Rundinstrumenten angezeigt. Tolle Lösung, denn selbst der Kartenausschnitt des Navi wird hierhin projeziert. Sehr schick was Audi hier anbietet.

In Sachen Platzverhältnissen gibt sich der A7 ebenfalls keine blößen. Mitfahrer Thomas, irgendwie weit über 1,90 m groß, fühlte sich auf Anhieb ebenfalls sowohl auf den Vordersitzen als auch der Rückbank pudelwohl. Die Kopffreiheit für ihn, während er auf der Rückbank hampelte, war wirklich überragend. Sitzt kein Passagier auf der Rückbank und wird diese umgeklappt, erhöht sich der Stauraum des A7 von 535 L auf 1.390 L – wow! Die Beladung des A7 ist ebenfalls ausgesprochen gut zu bewerkstelligen, denn durch die weit aufschwingende Heckklappe lassen sich auch etwas sperrigere Packstücke gut  und bequem einladen.

Fahreindruck

Der von mir gefahrene Audi A7 war mit dem neuen V6 TDI Motor und dem bewährten S-Tronic Getriebe bestückt. Dieser neue Diesel Motor leistet aus seinen 3 L Hubraum 218 PS und 400 Nm die, untypisch, über die Vorderachse auf den Asphalt gebracht werden. Diese Motorisierung spart Treibstoff und ist okay – mehr nicht. Beschleunigungswunder sollten nicht erwartet werden, dafür stehen potentere Kaliber zur Auswahl. Um den A7 flüssig durch durch die hügelige schwedische Landschaft zu bewegen, reicht der Motor allerdings völlig aus. Er glänzt durch eine tolle Elastizität und ist im Fahrbetrieb,  flüsterleise, kaum zu hören.
Überraschend agil gab sich der knapp 5 m lange Sportback auf der Landstraße. Zackig einzulenken, stabile und gute Straßenlage sowie ausgesprochen gutmütig, machte es Spaß über die engen Landstraßen Schwedens zu fahren. Obwohl hier kein quattro verbaut wurde mangelte es dem A7 nicht an Traktion und selbst mit dem reinen Frontantrieb stellte sich schnell eine entspannte und komfortable Fahrweise ein.

Audi A7 3.0 TDI

Audi A7 3.0 TDI

Der Verbrauch, bei dieser doch eher entspannteren Runde, lag bei knappen 7 L/100 km. Audi nennt hier Werte von 4,7 l/100 km nennt aber leider nicht den Trick, diese Werte auch erreichen zu können.

Mein Fazit

Der A7 ist ein äußerst angenehmer Geselle. Moderne Optik, jede Menge technische Highlights und mit den verbauten Dieselmotoren auch als Flotten- oder Privatfahrzeug einsetzbar, ohne Haus und Hof in Treibstoff investieren zu müssen. Durch das ausgewogene Fahrverhalten und die üppigen Platzverhältnisse hat der A7 ein mehr als ordentliches Reisepotential.

Weitere Meinungen zum Audi A7 sind unter anderem hier bei autogefuehl.de und autorild zu lesen.

Zu der Testfahrt von Bloggerkollege Milos ist ein ganz nettes Video entstanden. Anschauen lohnt sich:

[box type=alert]Das hier verwendete Bildmaterial stammt größtenteils von autogefuehl. Thomas hilft mir damit aus, weil meine SD-Speicher Karte den Dienst eingestellt hat. Gottseidank hatte ich über den Tag zwei Karten im Einsatz und kann so einige Bilder zusteuern. Der Teufel ist doch eine summe Dau.[/box]

 

 

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3 Kommentare

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