Audi Duo Rast/van der Linde vorzeitig ADAC GT-Masters Champion

Ein zehnter Platz im 1. Lauf des ADAC GT-Masters in Hockenheim reichte dem Audi Duo René Rast und Kelvin van der Linde zum vorzeitigen Titelgewinn. Jaap van der Lagen verpatzte die letzte Chance auf die Meisterschaft während Keilwitz/Wirth vor Schlegelmilch/Ludwig und Renauer/Ragginger das Podium besetzten.

ADAC GT-Masters 2014

Fotos © Motorsport-Snapshots.de by Stefan Deck

ADAC GT-Masters 2014

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Zu Beginn des ersten Laufes sah es so aus als wenn Kelvin van der Linde die Meisterschaftsentscheidung auf Sonntag, Lauf zwei, verschieben wollte. Von P8 gestartet, ließ es der junge Südafrikaner ungewohnt vorsichtig angehen und gab mehrere Positionen her. Ganz vorne in Lauf eins verteidigte Luca Ludwig P1 vor Robert Renauer und Christian Engelhardt dem es später gelang, den unglücklich agierenden, Renauer zu übertrumpfen und auf P3 zu verweisen.
Zur gleichen Zeit dümpelte der Audi R8 LMS Ultra des C. Abt Prosperier Teams auf dem punktelosen 12 Rang herum. Alles sah nach einem Showdown am Sonntag aus.

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Während Luca Ludwig das Rennen mehr und mehr kontrollieren konnte verlor van der Linde die Pace woraufhin das team entschloss den Pflichtboxenstop so früh wie möglich anzugehen. Der frisch eingestiegene René Rast dagegen konnte durch eine beherzte Aufholjagd den Audi auf den letzten Punkterang (P 10) wuchten womit der theoretische Meisterschaftsgewinn wieder möglich war.

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Beim Team des anderen Meisterschaftsaspirantenm Jaap van Lagen, wurde dagegen entschieden den Stop relativ spät anzugehen. Kurz vor dem schließen des Boxenstopfensters riskierte das Team dann etwas zuviel und schickte den Holländer wenige Sekundenbruchteile zu früh wieder in Rennen. Konsequenz der Rennleitung war diesbezüglich eine einsekündige Stop-and-Go-Strafe welche den Fahrer des Team Schütz Motorsport aus den Punkterängen warf.

Taktischer René Rast

Natürlich wurde René rast über diesen Umstand informiert und nahm unverzüglich Tempo raus um den Rennwagen quasi um den Kurs „zu tragen“. Zeitgleich wuchsen der Callaway Corvette und Schlußfahrer Keilwitz Flügel und beide markierten mehrere recht schnelle Rundenzeiten. Einige Runden vor Rennende gelang es Keilwitz dann Robert Ragginger zu überholen und den zweiten Platz einzunehmen. Doch damit nicht genug, denn zwei Runden später war der Mercedes AMG SLS von Schlegelmilch in der Opferrolle. Der mit nachlassenden Reifen kämpfende Mercedes Pilot konnte dem Überholmanöver der Corvette nichts entgegen setzen und hielt bis Rennende Platz zwei inne.

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Als vierter wurde der Team Schubert-BMW Z4 GT3 von Max Sandritter/Jens Klingmann vor dem Rowe-Mercedes von Marco Engel/Jan Seyfarth abgewunken. Schnellste Dame im Feld war Claudia Hürden mit Teampartner Dominik Baumann.

Spannung beim Kampf um Platz zwei der Meisterschaft

Ähnlich wie vor Wochenfrist bei der DTM in Zandvoort verspricht der morgen anstehende Kampf um Platz zwei einiges an Spannung. Der mit 170 Punkten führende Verfolger Jaap van Lagen wird den mit 167 Punkten dahinter liegenden Hürtgen/Baumann und dem frisch motivierten Laufsiegern Keilwitz/Wirth Paroli bieten müssen. Nach dem heutigen Patzer wird der Holländer van Lagen wohl mit dem sprichwörtlichen Messer zwischen den Zähnen antreten.

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