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Interview: Über die Entstehung des Statistiktool Autokurve

Excel Tool hilft bei der Auswertung der Zulassungszahlen

Kfz-Zulassungszahlen vergleichen mit „Autokurve“ – Interview mit dem Autor

Wie in jedem Jahr werden Mitte Januar die Kfz-Zulassungszahlen für das abgelaufene Jahr vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) veröffentlicht. Dann wird sich zeigen, welche Hersteller bzw. Modelle in 2013 besonders gut bei den Kunden ankamen und ob das Ziel von einer Million Elektroautos in 2020 noch realistisch erscheint. Um die Daten des KBA im Zeitverlauf grafisch darstellen zu können, gibt es seit kurzem das Fahrzeug-Neuzulassungstool „Autokurve“. Ich habe mir das Tool angeschaut und mit dem Macher, Stefan M., gesprochen.

Vorab habe ich mit dem Tool beispielhaft die Zulassungszahlen von Audi A3, BMW 1er und Mercedes A-Klasse verglichen und einen grafischen Verlauf für die ersten drei Quartale in 2013 erstellt:

Screenshot Autokurve

1. Warum hast du mit der Erstellung von Autokurve angefangen?

Die Daten des KBA sind sehr umfangreich und ein Vergleich einzelner Modelle, Hersteller oder Kraftstoffarten im Zeitverlauf ist oftmals nicht auf Anhieb möglich. Das merkte ich, als ich Mitte 2013 den Marktanteil verschiedener Modelle von Audi, BMW und Mercedes vergleichen wollte. Zum Ergebnis kam ich nur mit hin- und herwechseln zwischen verschiedenen Dateien, viel Scrollen und Taschenrechnereinsatz. Da dachte ich mir: Das muss auch einfacher gehen! So entstand der erste Entwurf von Autokurve – zunächst nur für mich selbst als Zeitersparnis.

 

2. Was ist das Besondere am Autokurve-Tool?

Mit Autokurve ist ein direkter Vergleich einzelner Modelle / Hersteller / Kraftstoffarten / Fahrzeug-Kategorien mit wenigen Klicks möglich. Hierfür gibt der Benutzer zunächst an, was genau er auswählen möchte und für welchen Zeitraum. Als Ergebnis erhält er eine grafisch aufbereitete Darstellung in Diagrammform. Optional ist das Ein-/Ausblenden der einzelnen Werte sowie der Wechsel zwischen absoluten Werten und prozentualem Marktanteil möglich.

 

3. Wo stammen die Daten her und wie verlässlich sind diese?

Die Grundlage bilden die Daten aus den statistischen Mitteilungen des KBA seit 2012. Daraus wird ein Teil der Daten unverändert ins Tool übernommen, mit anderen Teilen werden zunächst Berechnungen durchgeführt, zum Beispiel um absolute in prozentuale Werte umzurechnen.

Da das KBA eine Bundesoberbehörde ist, ist von genauen Daten auszugehen. Allerdings fasst das KBA Modellreihen mit wenigen Neuzulassungen teilweise unter „Sonstige“ zusammen. Dadurch kann es in der grafischen Darstellung dazu führen, dass diese Modelle mit „0“ ausgewiesen sind, obwohl es vereinzelte Zulassungen gab. In diesen eher seltenen Fällen erscheint im Tool ein entsprechender Hinweis.

Außerdem sind manche Hersteller und Modelle in den Zulassungszahlen des KBA nicht separat ausgewiesen, obwohl es bereits einige Neuzulassungen gibt. Ein gutes Beispiel hierfür ist das seit August 2013 angebotene Elektroauto Tesla Model S, dessen Zulassungszahlen wohl erst aus den KBA-Daten für 2014 hervorgehen werden.

 

4.  Wie kann man Autokurve erhalten und wie oft erscheint ein Update?

Alle Interessenten können das Tool monatlich aktualisiert und kostenfrei auf Anfrage unter der Emailadresse „autokurve [at-Zeichen] autokurve.de“ erhalten.

Neue Zahlen liegen immer Mitte eines Monats für den Vormonat vor. Anschließend werden diese Zahlen automatisiert in das Tool eingespielt. Die nächste Version von Autokurve erscheint somit Mitte Januar und enthält dann die vollständigen Daten für 2013.

 

5. Welche Technik steckt hinter dem Tool?

Das Tool basiert auf dem Tabellenkalkulationsprogramm Excel und der Skriptsprache Visual Basic for Applications (VBA). Dabei ermöglicht VBA die Navigation innerhalb des Tools über Schaltflächen und die Darstellung von individuellen Diagrammen nach Benutzervorgabe.

 

6. Welche Weiterentwicklung des Tools planst du für die Zukunft?

Aktuell bildet Autokurve nur einen Teil der über das KBA verfügbaren Daten ab. Ich könnte mir vorstellen, künftig weitere Bereiche in die Auswertung einzubeziehen, z.B. die Fahrzeugfarbe. Aber die Entwicklung könnte auch in eine andere Richtung gehen – an Ideen mangelt es jedenfalls nicht. Zunächst wird das Tool mit jedem Update weiter optimiert. Dabei bin ich auf die Anregungen und Verbesserungsvorschläge der Benutzer angewiesen.

 

7. Warum stellst du das Tool kostenfrei zur Verfügung?

Dadurch, dass kein profitorientiertes Unternehmen hinter Autokurve steckt, kann das Tool kostenfrei angeboten werden. Jeder kann es nach Belieben verwenden.

 

Danke an Stefan für das Interview. Ich freue mich bereits auf die Mitte Januar erscheinende neue Version.

www.autokurve.de

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