Danke Mazda, vielen „Skyactiv“en Dank

Asterix Leser unter uns?
Wenn ja kennen sie die Textstelle des immer wiederkehrenden Intros nur zu gut: “ … ganz Gallien ist besetzt? Nein, ein kleines Dorf leistet Widerstand!“
Jetzt kippt das ganze mal ins Thema Downsizing ein. Fast jeder Hersteller rühmt sich über seine ach so kleinen Modelle und “ unser Modell ist so smart – denn kann man auch quer parken“! Bullshit!

Die gleichen Autos rollen dafür auch dreimal an wenn es geht den Einkauf nach Hause zu bringen, erst die Getränke, dann die Lebensmittel und dann nacheinander die statistischen 1,5 Kinder. Ein Hersteller ist dabei allerdings erfrischend anders und ist dem Downsizing Marketing Pfad mit seinen minimalistischen Autos und verkrüppelten Motoren nicht gefolgt!

Mazda

Dort werkeln in den verschiedenen Modellen immer noch ordentliche, großvolumige Motoren, gemäß dem Motto “ Hubraum ist durch nichts zu ersetzen“. Allerdings haben diese freundlichen, größeren, Motoren immer das ähnliche Problem des etwas höheren Verbrauches und diesen zu tolerieren ist nun einmal nicht jedermanns Sache. Trotzdem glänzen die Verbrauchsansagen mit mehr als moderaten, ja geradezu geringen, Literangaben. Irgendeinen Trick wird Mazda also haben, welcher aber ist es?

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Die Ingenieure von Mazda präsentieren ihre Technologien, um den kostbaren Betriebsstoff einsparen zu können, unter dem Begriff Skyactiv. Dabei kommen die folgenden Skyactiv Technologiebereiche zum Einsatz:

  • Skyactiv-G und Skyactiv-D: Benziner und Diesel
  • Skyactiv-DRIVE und Skyactiv-MT: Automatik und Schalter
  • Skyactiv-BODY: Leichtbau der Karrosserie
  • Skyactiv-CHASSIS: Leichtbau am Fahrwerk und “Fahrspaß ‚ala MX-5″
  • Ergänzungen wie i-STOP (Start-Stopp-Automatik) und i-ELOOP (Bremskraftrückgewinnung) runden das Skyactiv Programm ab

Mazda Skyactiv-G Motor

Jeder technisch interessierte wird beim lesen der oben gezeigten Liste bemerken das Mazda hier nicht das Rad neu erfunden hat. Allerdings haben sich hellen Köpfe bei Mazda hingesetzt und jedes bekannte Verfahren von Grund auf durchleuchtet und hinterfragt.

Stichwort Verdichtungsverhältnis

War 1985 eine meiner Prüfungsfragen auf dem Weg zum Kfz.-Mechaniker Gesellenbrief, weswegen mir diese Veränderungen besonders aufgefallen sind. Benzin- und Dieselmotoren die nach dem Ottoprinzip arbeiten benötigen ein Kraftstoffluftgemisch in einem bestimmten Verhältnis um es nach der Einspritzung zündfähig zu machen. Verdichtungsverhältnis ist hier das Zauberwort. In der Regel liegt dieses beim Benziner (Otto) bei ca 10 : 1 bis 12,5 : 1 wo gegen es der Diesel Motor gerne etwas heftiger hat und bei 18 : 1 liegt. Durch Optimierungen der Einspritzverfahren und Zylinderkühlung konnte bei den Skyactiv Motoren (Benzin und Diesel) das Verdichtungsverhältnis auf 14 : 1 gesetzt werden, der höchste Wert eines in Serie gefertigten Aggregates. Steigerung der Motoreffizienz mit dem Ziel der Verbrauchsoptimierung; … ist doch ganz einfach ;-)

Ein schöner Nebeneffekt ist es, dass Mazda damit Motoren mit hohen Leistungen anbieten kann ohne diese mit Turbotechnik unnötig aufpumpen und auf Drehzahl halten zu müssen. Von dem Drehmomentgewinn ganz zu schweigen. Fahrspaß ich hör Dich rufen!

Ähnlich haben es auch meine Blogger Kollegen Can (Artikel) und Thomas (Artikel) gesehen und zwei sehr gute Artikel zum Thema Mazda und Skyactiv geschrieben. Lesen!

[box type=success]Alles in allem ist es schön festzustellen das ein Hersteller erkannt erkannt hat, dass es auch andere Möglichkeiten zur Verbrauchsreduzierung als dieses unsägliche Downsizing gibt.[/box]

Fotos und Skizzen: © Mazda & Trendlupe.de

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