Formel 1: Mehr exekutiver Zugriff durch Ecclestone

Aus Quellen der Formel 1 wird bekannt, dass Formel 1 Urgestein und Vermarktungspatron Bernie Ecclestone sich mehr Zugriff auf die Rennfahrzeuge seiner Serie erbittet. Trotz allgemeinem Aufstöhnen der Teams soll dem großflächig Folge geleistet werden.

Hintergrund ist das auch Ecclestone registriert wie sehr die Formel 1 unter dem Missfallen der Zuschauer leidet. Während andere Rennserien weiteren Zuspruch der Fans erleben, drehen der Formel 1 immer mehr Zuschauer den Rücken zu. Um dieses Dilemma abzuwenden will Ecclestone einen Maßnahmenkatalog durchsetzen.

Formel 1 SLO-TV

Foto © Formula1.com

Maßnahmenkatalog

Der von Ecclestone durchgesetzte Designstop der Fahrerhelme ist dabei der bereits durchgeführte erste Punkt seiner Liste.

Der von ihm ebenfalls gewünschte weitere Wechselstop der Rennanzüge wurde jedoch aus hygienischen Gründen gestoppt. Auch hier wollte Ecclestone erreichen, dass die Fahrer durch typische Rennanzüge besser für die Fans erkennbar wären. Zu Saisonbeginn wären demnach mehrere Rennanzüge von der FIA registriert und zertifiziert worden mit denen der Fahrer über die Saison auskommen sollte. Die Teams konnten diese Forderung jedoch ausmerzen weswegen diese Regelung nicht zum tragen kommt.

Formula 1 Content Sheet

Umso drastischer aber der Punkt drei der berüchtigten Ecclestone Liste. Um den hochkarätigen Werbepartnern einen besseren ROI (Return of Investment) liefern zu können steuert der Formel 1 Patron zukünftig die Sichtbarkeit der Fahrzeuge im Bezug zur TV Übertragung. Das soll heißen, die Fahrzeuge sollen prominenter im TV zur Geltung kommen. Zusätzlich zu neuen Anweisungen an die jeweiligen TV-Regisseure will Ecclestone hier aber auch selber zur Tat schreiten.

SLO-TV

Dazu wurde in seinen Kommandostand, dieser ist Teil seiner Lounge die bei allen Rennen exklusiv aufgebaut wird, ein Terminal verbaut. Dieses Terminal ermöglicht den Zugriff auf Teile der Fahrzeugsteuerung, speziell auf Bereiche der Motorsteuerung und KERS. Ziel soll sein die Fahrzeuge besser, sprich länger, in den jeweiligen TV-Sequenzen zu präsentieren.

SLO-TV

Bedienterminal SLO-TV

Typischer Anwendungsfall von SLO-TV wären dabei die nicht mehr oder kaum noch auftretenden Infights um Positionen und Punkte. Hier kann Ecclestone eingreifen und beispielsweise den Einsatz von KERS unterbinden. Überholmanöver wären so besser steuerbar und das Auseinanderfahren von Pulks erschwert sich. Die jeweiligen TV-Regisseure können so mehr Logos der Sponsoren und Beschriftungen einfangen und der TV-Vermarktung zuführen.

Unbestätigten Quellen gegenüber wurde hier auch der Name RedBull erwähnt. Die schlechten Saisonergebnisse des Vorjahres sollen auf Testphasen von SLO-TV zurück zuführen sein.

Wann und ob SLO-TV der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll bleibt weiterhin ungeklärt.

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2 Kommentare

  1. Am 1. April 2015 gefunden … | wABss
    2. April 2015 zu 02:05 Antworten

    […] Formel 1: Mehr exekutiver Zugriff durch Ecclestone, gefunden bei der-auto-blogger.de (0.1 Buzz-Faktor) […]

  2. Daily: Autoblog-Welt 2. April 2015 › Mein Auto Blog
    2. April 2015 zu 17:31 Antworten

    […] Formel 1: Mehr exekutiver Zugriff durch EcclestoneAus Quellen der Formel 1 wird bekannt, dass Formel 1 Urgestein und Vermarktungspatron Bernie Ecclestone sich mehr Zugriff auf die Rennfahrzeuge seiner Serie erbittet. Trotz allgemeinem Aufstöhnen der Teams soll dem großflächig Folge geleistet werden. Hintergrund ist das auch Ecclestone registriert wie sehr die Formel 1 unter dem Missfallen der Zuschauer leidet. Während andere Rennserien weiteren Zuspruch der Fans erleben, drehen der Formel 1 immer mehr Zuschauer den Rücken zu. Um dieses Dilemma abzuwenden will Ecclestone einen Maßnahmenkatalog durchsetzen. Foto © Formula1.com Maßnahmenkatalog Der von Ecclestone durchgesetzte Designstop der Fahrerhelme ist dabei der bereits durchgeführte erste Punkt seiner Liste. Der von ihm ebenfalls gewünschte weitere Wechselstop der Rennanzüge wurde jedoch aus hygienischen Gründen gestoppt. Auch hier wollte Ecclestone erreichen, dass die Fahrer durch typische Rennanzüge besser für die Fans erkennbar wären. Zu Saisonbeginn wären demnach mehrere Rennanzüge von der FIA registriert und zertifiziert worden mit denen der Fahrer über die Saison auskommen sollte. Die Teams konnten diese Forderung jedoch ausmerzen weswegen diese Regelung nicht zum tragen kommt. Umso drastischer aber der Punkt drei der berüchtigten Ecclestone Liste. Um den hochkarätigen Werbepartnern einen besseren ROI (Return of Investment) liefern zu können steuert der Formel 1 Patron zukünftig die Sichtbarkeit der Fahrzeuge […] […]

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