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Fahrbericht: Honda CR-V Executive 1.6 i-DTEC

4. Generation des generösen Highend SUV

Honda CR-V

Honda hat beim CR-V ordentlich zugelegt

Honda darf sich rühmen, mit dem 1996 erstmals gezeigtem SUV CR-V quasi ein neues Segment begründet zu haben. Ohne sich nun auf diesen Lorbeeren auszuruhen, haben die Japaner inzwischen die vierte Generation des massiven SUV ausgerollt.

Bei diesem handelt es sich quasi um ein komplett neues Auto, welches sich unter dem Modellnamen CR-V anschicken möchte Premium-Qualität zum fairen Preis zu bieten. Hatten wir bereits im letzten Jahr das Vergnügen den Honda CR-V Executive 2.2 i-DTEC 4WD fahren zu dürfen, hat nun sein Nachfolger den Weg nach Unna gefunden.

Honda CR-V

Beim kritischen Gang um den Wagen fallen sofort die neuerlichen Schwünge und Linien auf. Der mit Chromleisten eingefasste Kühler zieht sich optisch bis in die Bi-Xenon Scheinwerfer durch, welche diesen Schwung über die A-Säule bis in Dach mitnehmen. Die Seitenteile fügen sich harmonisch in diese Gesamtbild ein, wogegen am runden Heck die typischen Designmerkmale des CR-V zu finden sind. Hoch angebrachte Leuchteinheiten welche am unteren Ende nach außen breiter werden. Ein Schelm wer Volvo dabei denkt ;-)

Honda CR-V

Alles in allem wirkt der neue CR-V viel harmonischer als sein Vorgänger was sich auch unter anderem beim cw-Wert bestätigen lässt.

Auch wenn der neue Testwagen die Bezeichnung AWD in seinem Namen trägt, sollten hier nicht zuviel Geländefähigkeiten erwartet werden. Trotz der rustikal wirkenden Kunststoffleisten an den Radhäusern fühlt sich der CR-V im urbanen Alltag am wohlsten. Aber auch auf den Langstrecken spielt der gutmütige SUV seine Stärken gekonnt aus. Den von Honda genannten Durchschnittsverbrauch können wir zwar nicht bestätigen, aber ein selbst ermittelter Verbrauch von 5,9 l auf unserer durch das Sauerland führenden Teststrecke ist für einen Wagen der 1,7 Tonnen wiegt ein Bombenwert.

Honda CR-V

Zum Thema eines Reisewagens passt auch das Platzangebot und die Ausstattung. Weder auf den vorderen als auch auf den hinteren Sitzen sollte sich jemand über Platzmangel beschweren können oder Abstriche in Sachen Komfort machen müssen. Gerade beim zuletzt genannten schöpft die Executive Ausstattung aus dem vollen und bietet alle erdenklichen Extras und Features. Honda verpackt dies alles in einen aufgeräumten Innenraum, garniert es mit hochwertigen Materialien, einer ordentlichen Haptik und einigen Klavierlack-Applikationen. Schick.

Als Familientauglicher Reisewagen bietet der Honda CR-V auch die entsprechenden Platzverhältnisse im Kofferraum. In der Standardkonfiguration als Fünf-Sitzer sind es 589 Liter (VDA Messung bis Fensterunterkante) wobei natürlich noch Luft nach oben bleibt.

Greift der Fahrer nach dem Hebel zum Hoch-/Umklappen der Rücksitzbank vergrößert sich der Laderaum auf gigantische 1.669 Liter. Ist der Laderaum gefüllt lässt sich dieser bequem, mittels der elektrisch zufahrenden Heckklappe (Executive Ausstattung), schließen.

Honda CR-V

Als Fahrer freut man sich auch über die hervorragend ablesbaren Instrumente, wobei Honda einige Informationen auf ein zweites Display auslagert. Die Bedienung dessen wird intuitiv über das, nicht überfrachtet wirkende, Multifunktionslenkrad gesteuert.

Leider kommt an manchen Stellen der Pragmatismus aber zu deutlich ans Tageslicht. Warum in der Mittelkonsole ein intensiv bedruckter, 3 x 3 cm Plastikdeckel auf die darunter liegende 12-V Steckdose hinweisen muss, …? Aber dies sind echte Kleinigkeiten die unschön auffallen.

Als positiv zu erwähnen sind die im Honda CR-V verbauten Assistenzsysteme. Honda fasst diese in verschiedenen Ausstattungspaketen zusammen. So tummeln sich dann im Fahrerassistenz Paket solche Highlights wie ein Cross Traffic Monitor (CTM), Front Collison Warner (FCW), ein Spurhalteassistent (LDW), Blind Spot Information (BSI) und die Verkehrszeichenerkennung (TSR).

Im Testwagen verbaut war allerdings das Honda Sensing Paket. Dieses toppt das oben genannte um weitere dynamischere Assistenten. Neben LKAS dem aktiven Spurhalteassistenten ist dies unter anderem Hondas bewährtes i-ACC. Hier drunter verbirgt sich die Abkürzung Intelligent Adaptive Cruise Control, wobei die Bezeichnung „intelligent“ wirklich ins Schwarze trifft.

Honda CR-V

Was verbirgt sich hinter i-ACC

Adaptive Tempomaten haben inzwischen zahlreiche Hersteller. Dabei wird eine Geschwindigkeit vom Fahrer festgelegt und der Wagen hält diese solange die Strecke vor ihm frei ist. Fährt man auf langsamere Wagen auf verringert sich die Geschwindigkeit und ein vorher eingestellter Abstand wird eingehalten. Soweit so gut.

Fährt einem jedoch ein Fahrzeug in den eingestellten Mindestabstand reagiert eine „normale“ ACC mit stärkeren Bremsmanövern und lässt schon einmal Köpfe nicken.

i-ACC ist da intelligenter. i-ACC schaut nicht nur aus seinen Frontkameras stumpf nach vorne sondern behält schon den vorbeifahrenden Verkehrsteilnehmer „im Auge“. Beginnt dieser nun seine Fahrspur zu verlassen beginnt das i-ACC bereits mit dem ersten zarten Geschwindigkeitsangleich. Das ganze wird fast unspürbar umgesetzt und wenn dann der „Lückenspringer“, vor dem i-ACC gewappneten Honda, angekommen ist sind kaum noch Korrekturen nötig. Noch mehr Details zu i-ACC sind in diesem Artikel zu finden.

Aber zurück zu den Features des Interieurs und einem weiteren Highlight der Honda Ingenieure. Connect nennt sich das neue Infotainment System welches auf einem 7-Zoll Touch-Display zahlreiche Elemente vereint. Neben der Navigation sind dies natürlich die üblichen Module für Telefonie und Sound. Wer möchte kann sich mittels des Honda App Centers weitere Apps installieren. Mit dem Betriebssystem Android unter der Haube sollten hier kaum Grenzen gesetzt sein.

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Dies ist keine Phrase eines Umweltschützermagazines sondern der Slogan der sich auf den aktuellen Honda Motoren wieder findet. Im Testwagen verbaut war der bekannte 1.6 i-DTEC Turbodiesel als Ablösung des Heavy-Duty 2.2 i-DTEC Motors, der uns im letzten Jahr so begeisterte.

Der kleinere Motor leistet hier 160 PS und generiert daraus ein Drehmoment von 350 Nm welches er bei 2.000 Umdrehungen zur Verfügung stellt.

Honda CR-V

Im Testalltag zeigte sich das Aggregat von seiner besten Seite. Unauffällig, sparsam und dank Start-Stop Automatik auch Umweltfreundlich. In Verbindung mit dem eingesetzten 6-Gang Schaltgetriebe eine angenehm zu fahrende Antriebskombination.

Hat man sich dafür entschieden, den meistverkauften SUV der Welt sein Eigen nennen zu wollen beginnt die Auswahl bei 23.490 Euro. Dafür liefert der freundliche Honda Dealer einen 2.0 i-VTEC Benziner (155 PS/114 kW) mit Frontantrieb und dem erwähnten 6-Gang Getriebe. Soll es ein Diesel sein, geht es mit dem 1.6 i-DTEC Motor in der 120 PS (88kW) Variante bei 26.655 Euro los.

Soll es um die weitere Findung der Ausstattungen gehen, stellt Honda hier fünf Ausstattungslinien namens S, Comfort, Elegance, Lifestyle und Executive bereit.  Allen gemein ist die Möglichkeit den 4WD zu ordern während der 2WD nur den Benzinen bis zur Elegance Ausstattung vorbehalten ist.

Der bis an die Zähne mit Extras ausgestattete Testwagen lag mit seiner Konfiguration, 1.6 i-DTEC, 6-Gang Getriebe und Executive als Basis bei 41.800 Euro. Dafür bekommt der Käufer einen Top ausgestatteten und modernen SUV  welcher dem Tankwart die Tränen in die Augen treibt und jede Fahrt zu einem vergnüglichen Erlebnis werden lässt.

Honda CR-V

Kritikpunkte

Kaum zu glauben, aber am Honda CR-V sind uns im Grunde nur zwei kleinere Kritikpunkte aufgestoßen. So schick und angenehm die Lederausstattung ist, so sehr vermissten wir eine Sitzheizung für die Rücksitzbank. Ein Umstand der schon vor einem Jahr auffiel.

Zweitens sollte Honda dem stattlichen SUV ein Signalhorn spendieren welches dem Auftritt des Wagens auch gerecht wird. Das was man durch drücken des zentralen Hupenknopfes auslösen kann, reicht eher für Lacher als zum Warnen anderer Verkehrsteilnehmer ;-)

Andere Blogger und der Honda CR-V

Thomas und die Crew von Autogefühl hatten den Honda CR-V auch schon am Start. Ihre Zeilen findet ihr hier.

Genauso auch Bjoern Habegger von mein-auto-blog.de. Seinen Artikel findet ihr hier.

Honda CR-V 1.6 i-DTEC Executive 4WD

Honda CR-V 1.6 i-DTEC Executive 4WD
8.08

Komfort

8/10

    Exterieur

    9/10

      Interieur

      8/10

        Fahreindruck

        8/10

          Preis

          7/10

            Pro

            • - Sparsamer Turbo-Diesel
            • - Assistenz Paket
            • - Platzangebot
            • - Langstreckentauglichkeit
            • - Preis-Leistung

            Contra

            • - Entertainment System könnte intuitiver sein
            • - Hupe
            • - Plastik im Interieur
            • - Weiche Bremsen
            • - fehlende Sitzheizung hinten

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            Über Oli 708 Artikel
            Auto verstrahlt seit Kindesbeinen!  Zahlreiche Besuche der Nordschleife mit Eltern, Verwandten und Freunden zu Tourenwagenrennen anno späte sechziger/frühe siebziger Jahre sorgten dafür der Virus Automobil & Motorsport tief in mir verwurzelt wurde und es gab seit Kindesalter nicht einen Sportwagen, dem ich nicht neugierig hinterher schaute. Ich hab Bock auf Autos und teste und bewerte Autos nach meinen eigenen Kriterien. Gerade, raus ohne rumzusäuseln! Dieses ist dann hier im Blog nach zu lesen. Kommentare zu meinen Artikeln sind immer gerne gesehen und wer Fragen hat soll sich einfach per Kontaktformular an mich wenden. Viel Spaß hier wünscht Oli Walther

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