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Ich fahr nicht mehr mit der Deutschen Bahn

Abenteuer Reisen mit der Deutschen Bahn

Abenteuer Reisen Deutsche Bahn

Völlig untypische Überschrift für einen Autoblog, hat aber im weiteren Sinn dann doch mit Autos zu tun. Anläßlich einer Bloggerveranstaltung in Berlin stellte sich die Frage der Anreise: Fliegen oder mit dem Zug! Von Unna aus nach Berlin fliegen heisst erst einmal zum Flughafen nach Düsseldorf. Leider eine ziemliche Weltreise! Theoretisch wäre es mit der Bahn eleganter. Von Unna aus mit dem Regionalzug nach Hamm und dort in den ICE umsteigen wonach es schnurstracks nach Berlin gehen soll. Soweit die Theorie.

Teil I – Die Hinfahrt

Der Reisepart „Regio“ klappte auch gut und reibungslos. In Hamm allerdings stellten wir, Milos Willing von der Trendlupe und ich, fest das der ICE mit zarten 15 Minuten Verspätung aufwarten konnte. Hmm, nicht zu ändern – allerdings meldete sich alsdann bei mir schnell der Wunschgedanke ein doch mit dem Auto gefahren zu sein. Zügig fanden Bloggerkollege Milos und ich die reservierten Sitzplätze in der 2.ten Klasse. Natürlich gegen die Fahrtrichtung.
Fahrgefühl wie ein Äffchen auf der Wichsdose :-(

Aber egal, wir haben ja W-Lan im Zug und können so etwas schaffen und machen. Dachten wir. Das großspurig klingende Netz mit der SSID „ICE Netz“ war jedenfalls genauso dünn wie der völlig überteuerte Kaffee den eine Zugbegleiterin für stolze 2,80 € verkaufte. Merke: Auch ein großer Becher muss nicht viel Inhalt bedeuten! An irgendeine Form des Surfens war mit diesem W-Lan nicht zu denken, stellenweise brach die Verbindung auch komplett weg. Versorgung via GSM/LTE/HSDPA …; PUSTEKUCHEN!

Inzwischen hatte es auch der Zugführer für nötig gehalten über die stetig anwachsende Verspätung Aukunft zu erteilen. Hinter Hannover waren es bereits knappe 45 Minuten, hier wußten wir noch nicht das uns gleich der eine Stunde später gestartete ICE überholen würde :-(
Defekte am Triebwagen hiess es wenig später, diese seien aber schon vor der Abfahrt bekannt gewesen nur stand eben kein Ersatzzug bereit.
Ich will mein Auto!!

Kurz hinter Magdeburg kam dann der Zugbegleiter und händigte uns wortlos Formulare aus um eine Erstattung des Fahrpreises beantragen zu können. Auch nicht schlecht, leider würde das Ausfüllen der Formulare bestimmt ne knappe Stunde mit sich bringen. Nach geschlagenen 6 1/2 Stunden lief der ICE dann endlich in den Berliner Ost-Bahnhof ein. Gut das das Meeting schon vor über einer Stunde begonnen hatte :-(

Teil II – Zurück zu …

Nach der mehr als unschönen Hinfahrt und einem interessanten Meeting – darüber in einem späteren Artikel mehr – waren wir eigentlich der Ansicht das die Rückfahrt nicht schlimmer werden könnte. Positives Gedankengut ließ uns dann in den nur wenige Minuten später eintreffenden ICE einsteigen  um dort die 1.Klasse aufzusuchen. Puuh – was’n das? Ein übelst riechender, knall warmer und mehr als verdreckter Waggon sollte unsere Heimat der nächsten knapp 4 Stunden sein – bääh.

Essensreste und verkippte Getränke zierten die für uns reservierten Ledersessel genauso wie der hinterlassene Müll der vor uns Reisenden. Wir reden noch immer von der 1.Klasse!! Natürlich waren die Plätze wieder gg die Fahrtrichtung aber dafür unmittelbar neben einer nicht schließenden Tür :-(
Müßig jetzt noch an eine entspannte Rückreise zu denken, der Waggon wurde immer heisser und zeigte zur allgemeinen Entspannnung m Waggondisplay das Fahrtziel Kobenhaven an. Tolle Wurst :-(

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Aber dann lief es eigentlich einigermaßen, der Schaffner ähh Zugbegleiter fixte die Tür in dem er von Automatischer auf Manuelle Öffnung umstellte und die dezent arbeitende Kimaanlage schaffte es die Temperatur etwas runter zu bringen. In Magdeburg verliesssen einige Reisende den Zug und die Stimmung verbesserte sich noch einmal bis …! Ja bis, die Durchsage kam das wegen eines Suizidkandidaten die Strecke hinter Magdeburg gesperrt wäre. Nach knapp 20 min Stillstand des Zuges ging es dann, endlich in Fahrttichtung sitzend ;-), Richtung Wolfsburg und weiter Richtung Hamm. Hier solllte das Drama ICE endlich sein Ende finden. Ob der über Hagen Richtung Köln fahrende Zug dann noch Richtung Flensburg abgebogen ist entzieht sich meiner Kennntniss.

Brückenschlag zum Thema Auto

Hier der versprochene Brückenschlag. Liebe Automobilhersteller macht Euch keine Sorgen. Die Bahn ist für die Geschäftsreisenden derart unattraktiv, sie wird niemals eine Konkurrenz werden. Okay, es gibt zwar immer einige Bübchen die es hip finden im Zug ihr „Fremdsicht geschütztes Noteboook“ aufzuklappen und ein paar E-Mails zu lesen, aber die Masse der Manager werden immer auf das Auto setzen :-)

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