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Im Alltagstest: Honda Civic Tourer 1.6 i-DTEC Lifestyle

Solider und moderner Kompaktkombi mit Clone Wars Optik

Honda Civic Tourer

Stormtrooper lässt grüßen

„Stormtrooper“ ist das Wort das den beiden 3.-Klässlern über die Lippen geht, als sie fachkundig um den Honda Civic Tourer wandeln. „Der Wagen sieht aus wie ein Stormtrooper aus Close Wars …“, dem Comic Ableger der legendären Star Wars Saga, wird mir mit ernster Miene vermittelt.

Und während anschließend die beiden, schwer mit ihren Tornistern bepackt, nach Hause wackeln muss ich ihnen zustimmend hinterher nicken.
Recht haben sie.
Die Front des neuen, kompakten, Kombis von Honda hat wirklich das futuristische Design der Star Wars Protagonisten.

Die flachen LED-Scheinwerfer ziehen sich nach außen verjüngt zu und fließen über kräftige Falzen, links und rechts neben der Motorhaube, optisch bis in die A-Säule.

Honda Civic Tourer

Von hier geht es mit einem erfrischend neuen und frechen Design der Seitenteile weiter. Sind die Seitenscheiben der ersten Sitzreihe noch transparent, geht es ab der B-Säule stark verdunkelt weiter. Dabei laufen die weiteren Seitenscheiben des Fond, stetig schmaler werdend, bis zur Heckklappe. An der D-Säule fließen die Glasflächen optisch in die Heckscheibe hinein.
Coole Optik! Das hier die frech nach außen ragenden Heckleuchten positioniert sind geht fast unter und wird nur beim öffnen der respektablen Kofferraumklappe registriert. Hinter dieser verbirgt sich ein Ladevolumen von 624 L !! bis hin zu 1.668 L (VDA Messverfahren). Nicht schlecht!

Typisches Civic Interieur – neu definiert

Auch der neuesten Ableger der bewährten Modellreihe trägt die gewohnten Merkmale eines Honda Civic, wirft man einen Blick auf das Interieur. Typisch hier natürlich das breite und nach oben überlappende Armaturenbrett mit den dort versteckten, aber gut ablesbaren, Anzeigeinstrumenten. Blendfrei zeigt der Digitaltacho die Geschwindigkeit an, während direkt vor dem Fahrer der klassisch anmutende Drehzahlmesser angebracht ist. Honda spielt hier ganz klar die Trumpfkarte eines sportlichen Cockpits aus.

Honda Civic Tourer

Weitere, klassische wirkende, Rundinstrumente liefern zusätzliche Informationen über Motortemperatur und Tankinhalt.

In Sachen der Materialien zeigt sich die im Testwagen vorhandene Lifestyle Ausstattung als ordentlich an. Alle Oberflächen sind angenehm anzufühlen und dienen dank Softbauweise auch dem Insassenschutz. Edle Materialien wie Aluminium, Carbon oder Echterer sind dagegen leider Mangelware was bei einem Kompaktkombi zum Preis von 30.810 Euro aber auch völlig okay ist.

Honda Civic Tourer

Sportlich geht es auch bei den Sitzen weiter. Diese zeigen sich mit einer soliden Seitenführung, ohne über zu extreme Seitenwülste unbequem zu werden, und laden zu flotten Kurvengeschwindigkeiten ein.

Wie sich es für einen sportlich zu fahrenden Wagen gehört, liegen auch alle Bedienelemente und Schalter am richtigen Platz und sind intuitiv zu bedienen.

Platzmäßig kann der Civic Tourer keine Rekorde brechen und reiht sich in die üblichen Abmessungen der Kompaktklasse ein. Sowohl die vorderen als auch hinteren Passagiere sitzen dabei bequem ohne jedoch wirkliche Reserven in Sachen Beinfreiheit zu haben. Nicht verwunderlich, besitzt der Kombi doch einen eher einen auf Agilität ausgerichteten Radstand von nur 2,59 Meter.

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Nichtsdestotrotz muß sich niemand im Civic Tourer beengt fühlen und Mama und Papa freuen sich über die gut erreichbaren ISOfix Adapter im Fond.

Sportlicher Dieselmotor mit 120 PS

Geht das? Einen Dieselmotor der 120 PS entwickelt, sportlich zu nennen? Wir finden schon!

Der 1.6 i-DTEC Turbodiesel zeigte sich im Test als drehfreudiger und spontaner Selbstzünder. Er reagiert flott auf die Anforderungen des Gasfusses und kommt dank einem Drehmoment von 300 Nm auch gut von der Stelle. Der Honda Civic Tourer fühlt sich wirklich sportlich und kompakt an. Griffig war noch eine Bezeichnung die während der Testfahrten immer wieder genannt wurde. Einen nicht unwesentlichen Anteil am sportlichen Feeling trägt dabei das manuelle 6-Gang Getriebe bei. Hier lässt es sich flott schalten wobei die sauber einrasten Gangstufen wenig Fehler zulassen.

Honda Civic Tourer

Wird der 1.6 Liter i-DTEC Motor sportlich gefahren, quittiert er dieses mit einem Verbrauch von um die 4,9 L/100 km, egal ob nun mit einer Person oder Frau und Kindern als Beifahrer.

Geht es easypeasy cruisend über die Landstraße oder mit 120 – 130 km/h über die Autobahn zeigt sich wieder eine der Tugenden der Honda Dieselmotoren. Sparsam sind sie und wer hier gleichmäßig fährt darf sich über Verbrauchswerte von ca. 4,3 L/100 km freuen. Dabei läuft der Vierzylinder ausgesprochen ruhig und nervt nicht mit brummenden Frequenzen.

Was fällt sonst noch auf

Auch wenn die Lifestyle-Ausstattung bei weitem nicht an den Umfang der Executive Linie herankommt, muss sich der Civic nicht verstecken. Sinnvolle und wichtige Assistenten runden das Fahrerlebnis ab und unterstützen den Fahrer im Alltag.
Nützliche Helferlein sind u.a. dabei der Cross Traffic Monitor (CTM*) der den Fahrer beim Rückwärtsausparken vor herannahenden Fahrzeugen warnt. Ein weiteres, sehr zu begrüßendes, Sicherheitsfeature ist der City-Notbremsassistent (CTBA) der in Verbindung mit dem Kollisionswarnssystem (FCW*) das Fahrzeug bei geringem Tempo selbstständig stoppt.

Honda Civic Tourer

Weitere gern gesehene Unterstützer sind unter anderem die Rückfahrkamera, der Spurhalteassistent (LDW*) sowie der Tot-Winkel-Warner (BSI*).  Park-Distance-Control, Fernlichtassistent (HSS*) und Verkehrszeichenerkennung (TSR*) runden das Sicherheitspaket ab. Leider patzt letzterer wie so viele andere auch mit der Erkennung des Verkehrsschild 310, die das befahren einer geschlossenen Ortschaft nebst Tempo 50 km/h anzeigt. Ein Problem mit dem auch andere Hersteller kämpfen.

In der Lifestyle Ausstattung bietet Honda die mit * markierten Assistenten als Fahrerassistenz-Paket zum Spottpreis von 750 Euro.

Zur sportlichen Note des Honda Civic Tourer gehört natürlich auch ein angenehmes Fahrgefühl. Dafür sorgt ein adaptives Dampfersystem (ADS) welches dem Fahrer drei verschiedene Fahrmodi (Normal, Comfort und Dynamic) anbietet. Mit der Familie an Bord war Normal das meistbenutzte Setting unserer Wahl. Sollte es einmal zu sportlich mit der Fuhre ums Eck gehen, begrenzt das Honda eigene Fahrzeug-Stabilisierungs Programm (VSA) mögliche Abflüge schon in der Entstehung.

Honda Civic Tourer

Wie schon im davor getesteten Honda Sport Utility Vehicle CR-V war auch im Civic Honda Connect verbaut. Dieses auf einem 7″-Touchdisplay basierende Infotainmentsystem bietet den intuitiven Zugang zum Garmin Navigations- sowie dem Multimediasystem inkl. Telefonsteuerung. Fast alle Funktionen von Honda Connect lassen sich dabei komfortabel über das Multifunktionslenkrad bedienen.

Honda Civic Tourer

Fazit

Wer einen frech designten Kompaktkombi mit agilem Dieselantrieb sucht, sollte einen Blick auf den Honda Civic Tourer 1.6 i-DTEC werfen. Der munter zu fahrende Japaner zeigt keine wirklichen Schwächen und kommt zum Preis von 30.810 Euro in der Lifestyle Ausstattung sehr gut gewappnet daher. Sein sparsamer Common-Rail Diesel erfreut den Geldbeutel wobei sich die Umwelt über die serienmäßige Start-Stop-Automatik mitfreuen darf.

Die einzigen Kritikpunkte sind ein fehlendes Sonnendach welches dem dunklen Interieur gut stehen würde sowie das fehlende i-ACC (wird leider nur im CR-V angeboten) und die mehr als mickrig tönende Hupe. Letzteres fiel auch schon beim Honda CR-V negativ auf.

Andere Blogs und der Honda Civic Tourer

Auch andere Blogs haben sich den Honda Civic Tourer genauer angesehen. Hier geht es zum Artikel.

Honda Civic Tourer 1.6 i-DTEC

Honda Civic Tourer 1.6 i-DTEC
8.08

Komfort

8/10

    Exterieur

    8/10

      Interieur

      8/10

        Fahreindruck

        9/10

          Preis

          8/10

            Pro

            • - Sparsamer Dieselmotor
            • - Umfangreiches Assistenzpaket
            • - Sportlicher Fahreindruck
            • - Kofferraumvolumen
            • - Design

            Contra

            • - dunkler Innenraum
            • - Mickriges Signalhorn
            • - fehlendes i-ACC

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