[Fahrbericht] KIA cee’d GT – KIA kann auch sportlich

KIA und weitere Asiatische Hersteller waren für mich lange Zeit der Inbegriff „Fernöstlichen“ Gedankentums: Akkurat – Fleissig -unauffällig. Diese Ansicht muss ich ändern, denn KIA gab mir die Gelegenheit den neuen KIA cee’d GT, noch vor dem Verkaufsstart in Deutschland, kennen zulernen und Probe zu fahren. Der cee’d GT ist jetzt aber nicht einfach nur ein Facelift des erfolgreichen KIA cee’d, sondern KIA’s Anstrengung auf den Putz zu hauen und ein Emotionsgeladendes Fahrzeug in der Kompaktklasse zu platzieren. Jou, stehen die beiden Modellvarianten nebeneinander, fallen die allein äußerlichen Unterschiede sofort auf. Der cee’d GT sieht deutlich sportlicher und rassiger aus als der bisher in Deutschland bekannte „normale“ cee’d.

Optisch auf jeden Fall ein Hingucker

chic, echt chic; längere, tief gezogene Motorhaube, neue Scheinwerfer, komplett andere Tagfahrlichter (KIA nennt diese Ice Cubes), eine deutlich flachere A-Säule mit einem sportlich geschwungenem Dach und einer laaangen seitlichen Fensterfläche. Im Heck ordentlich breite Kotflügel und komplett neue Rückleuchten. Okay; es steht cee’d und KIA drauf, aber mit dem bisherigen cee’d hat der hier nix mehr zu tun. Ehrlich gesagt möchte ich den cee’d GT am liebsten als komplette Neuentwicklung bezeichnen, denn im Vergleich ist eigentlich alles neu und verändert:

  • neuer Kühlergrill mit dem GT-Logo mittendrin und einer roten Designleiste
  • neue Scheinwerfer, inkl neuer Nebelscheinwerfer und den Ice Cubes
  • andere, tiefere, Seitenschweller
  • sportlich tiefe Stoßstangen, hinten mit einem angedeuteten Diffusor
  • zwei ovale Auspuffendrohre
  • zweifarbige 18-Zoll Leichtmetallfelgen
  • rote Bremssättel

 Probefahrt auf den Feldberg

Der Feldberg war dann das Ziel unserer Probefahrt mit dem cee’d GT und der neue 1,6 L GDI (Turbo Benzindirekteinspritzer) sollte mal zeigen wie er geht und was er kann! Von den Rahmenbedingungen stellte ich mir den neu entwickelten 1,6er mit 204 Turbo-PS als kleines Kraftpaket mit wenig Luft im Drehzahlkeller und viel Bumms oben rum vor. Genauso fährt er sich auch, beim anfahren will er etwas mehr Drehzahl als einem lieb ist; ansonsten bleibt das Aggregat schon einmal stehen und mit steigenden Umdrehungen/min geht er dann richtig nach vorn. Turbo eben. Mit etwas Eingewöhnung lässt sich der cee’d GT aber auch in der Stadt schön flutschig bewegen, dem mit kurzen Schaltwegen versehenem 6-Gang Getriebe sei Dank. Alles takko! Auch die weitere Anfahrt zum Feldberg hat Spaß gemacht. Zum Glück wurden die Radarfallen in der Tourenbeschreibung angekündigt ;-) Der cee’d GT fährt sich sportlich ohne ins extreme zu wandern und bietet dabei ein hohes Maß an Komfort. Fahrwerksmäßig unterscheidet sich der GT ebenfalls vom bisher bekannten cee’d. Zur Feinabstimmung von Fahrkomfort und Handling absolvierten die Testfahrzeuge insgesamt 160.000 km auf Deutschlands Straßen. Und als i-Tüpfelchen der ganzen Fahrwerkstesterei wurden zusätzlich 480 Runden auf der Nordschleife gedreht. Zeitlich wurde dabei eine Rundenzeit von 8:45 min erreicht (lange „Autozeitungs“ Runde) – wow nicht schlecht.

Als Konsequenz an die sportlichen Gene des GT besitzt dieser, gegenüber dem einfachen cee’d, ein sportlich moderateres Fahrwerk bestehend aus härteren Dämpfern, anderen Federraten, neue dickere Stabilisatoren und Buchsen. Ziel war es den Wagen ruhiger und stabiler zu machen, ein bisschen Untersteuern konnte ich bei flotter Kurvenfahrt trotzdem feststellen. Die 18-Zöller sind mit Michelin Reifen in den Maßen 225/40 R18 bestückt und sorgten rundum für stabile Fahrverhältnisse. In engen Kurven mit schlechter Fahrbahndecke neigte das kurveninnere Rad zwar zum stempeln, aber das liegt wohl an den 18-Zoll Rädern. 17-Zöller wären da etwas dynamischer, sehen aber halt nicht so cool aus ;-) Bremsseitig zeigte der cee’d GT keinerlei Schwächen, sauberer Druckpunkt, kein Fading, kein Flattern. KIA nennt hier Verzögerungswerte von 100 km/h auf null von 36,4 Metern – nicht schlecht!

Ausstattung

Auch innen setzt KIA den Versuch fort von dem oben genannten etwas biederen Auftreten loszukommen. Im ebenfalls neu gestalteten Innenraum dominiert ebenfalls die Farbe „sportlich rot“, dazu gibt es viele Chromeinfassungen und Stilelemente in Klavierlackoptik. Rote Ziernähte an den serienmäßigen Recaro Sitzen, rotes GT-Logo im Lenkrad und weitere Applikationen suggerieren die gewünschten sportlichen Ambitionen. Alle Bedienelemente sind gut zu erreichen und viele Komfortmerkmale machen auch längere Fahrten nicht zur Qual. In dem von mir gefahrenen GT in der Track (Top) Ausstattungsvariante waren dies ua:

  • Zwei-Zonen Klimaautomatik
  • umfangreiches Audiosystem mit USB, AUX und iPod Anschlüssen und TFT/LCD Display
  • beheizbare Sitze vorne mit beheizbarem Lenkrad
  • Tempomat und Geschwindigkeitsbegrenzung
  • Bluetooth und Reifendruckkontrolle
  • Regen- und Dämmerungssensoren
  • PDC und Rückfahrkamera
  • Kartennavigationssystem
  • Fensterheber v + h mit Einklemmschutz
  • Bordcomputer mit wechselbaren Display Anzeigevariationen
  • komplett einstellbares Lenkrad
  • Wärmeschutzverglasung mit dunkler Tönung ab B-Säule
  • Riesen-Panoramadach mit ausstellbarem Glasschiebedach

Wenn ich ehrlich, bin fällt mir eigentlich nichts auf ,was gefehlt hätte  nur auf, dass mir ein elektrisch verstellbarer Fahrersitz mit Profilspeicher gefehlt hat. Interessanterweise war die Lendenwirbelunterstützung elektrisch einstellbar. Zu den Sitzen muss eigentlich auch nicht viel gesagt werden, Teilleder Recaro’s mit gutem Seitenhalt und angenehmer Alcantara Sitz- und Rückenfläche.

Positionierung des KIA cee’d GT

Die Positionierung des cee’d GT in der Kompaktklasse ist eine Sache für sich. KIA wollte bewusst den „Mief“ des regulären cee’d hinter sich lassen, was auch voll auf gegangen ist. Andererseits sollte es aber auch kein Supersportler à la Ford Focus RS oder Knallgas-Werkzeug Golf 7 Performance werden. Beides ist der KIA cee’d GT auch nicht , er ist ein neuer und aufregender Wagen der Kompaktklasse mit viiel Komfort, sportlichen Möglichkeiten und aufregender Optik. Nicht schlecht. Am Schluss kommt immer das beste, die KIA 7-Jahres Garantie. Für mich ein absolutes Alleinstellungsmerkmal was KIA hier anbietet:

  • 7 Jahre Garantie
  • 7 Jahre Mobilitätsgarantie
  • 7 Jahre Kartenupdates wenn das Navi ab Werk geliefert wurde
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Tipp

Beim Kauf eines KIA cee’d GT vor dem 30.09.2013 gibt es noch die Wartungen inklusive, einschließlich Öl und Filter. Nicht dabei sind Verschleißteile wie Kupplung und Reifen.

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Mein Fazit

Der cee’d GT muss sich nicht verstecken. Aufgrund seines aufregenden Designs wird er viele neugierige Blicke im Showroom und auf der Straße ernten. Die 7 Jährige Garantie ist ein absolutes Highlight und beschert bei Wiederverkauf Entspannung pur. Vielleicht sollte KIA mal ganz schnell die FLEX aus dem Werkzeugschrank holen und den cee’d GT auch als sportliches Cabrio anbieten!

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Text & Bilder: © Der Auto Blogger c/o Oliver Walther

Link: Fotostrecke zum KIA cee’d GT

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10 Kommentare

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