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Der cee’d aber sehr cool aus … – KIA cee’d GT im Alltag

Doch ein Golf Schläger?

KIA cee'd GT

… schallte es mir entgegen als ich am Dortmunder Container-Terminal um die Erlaubnis fragte, den KIA cee’d GT vor einer Kulisse von Überseecontainern fotografieren zu dürfen. Der Mitarbeiter des Terminals hatte den neuen KIA cee’d GT von weitem zwar für ein Fahrzeug eines Mitbewerber gehalten, revidierte seinen Eindruck aber fix als er dem cee’d GT vis à vis gegenüber stand. „Schön tief“ kam dann als nächste Bemerkung kurz vor der Frage nach der Motorisierung. Als ich da die 204 PS nannte wurden voller Hochachtung die Augenbrauen hochgezogen „… nicht schlecht! Sollte man gar nicht glauben das KIA solche Renner baut!“

KIA cee'd GT

Im Grunde ist das eine der Kernbotschaften die mich in den 14 Tagen, die mir der KIA cee’d GT zur Verfügung stand, stetig begleitete. Egal wo ich mit dem kompakten 5-türer von KIA auftauchte, schnell kam die Rede auf die Wirkung des Autos. Einige der Bezeichnungen lauteten „aufregend anders“, „sportlich“ bis hin zu „sehr geil und chic“. Egal ob Tankwart, Passanten oder Briefträger, fast jeder riskierte noch einen zusätzlichen Blick um weitere Details des GT zu erhaschen.

Gelungener Auftritt

Nach diesem Feedback und meinem Eindruck hat KIA mit dem cee’d GT viel viel mehr richtig gemacht als man nach dem Studium der nackten Fahrzeugdaten meinen könnte. Der cee’d GT tritt in der heiss umkämpften Golf Klasse an um sich dort mit solchen Vertretern wie VW Golf GTI, Opel Astra OPC, Ford Focus ST und weiterer zu messen. Rein optisch muss er sich nicht verstecken, hat doch KIA Chef Designer Peter Schreyer einen echten Hingucker hingelegt. Okay, der emotionale Auftritt des Testwagens lebt natürlich extrem von der Farbe; gelten doch rote Fahrzeuge hinlänglich als besonders sportlich und impulsiv. KIA bietet den cee’d GT in weiteren vier Farben (Deluxeweiss, Silentsilber, Zilinaschwarz Metallic, Kirunasilber Metallic) und dem Trackrot des Testwagens an. Meine Favoriten wären eventuell noch die weisse oder schwarze Variante, die beiden Metallic Versionen hingegen gar nicht. Der sportliche Charakter des cee’d GT wird durch die vielen liebevollen Details noch unterstrichen. Egal wo etwas genauer hingeschaut wird zeigt sich ein nettes Detail.

Ich versuche diese mal beim Gang um den cee’d in eine gewisse Reihenfolge zu bringen

  • GT Leiste unter dem Kühlergrill, diese wird ausschließlich in rot verbaut
  • Tagfahrlicht im Ice Cube Design – umgeben von Verblendungen in Klavierlackoptik
  • flache, rechteckige Nebelscheinwerfer die für eine zusätzliche Präsenz der Fahrzeugfront sorgen
  • unter den 18″ Leichtmetallfelgen mit 225/40 verstecken sich rot lackierte Bremssättel
  • der ganze Wagen ist adäquat tief, ohne extrem zu wirken
  • Home coming Türgriffe die im dunklen zeigen wo hinzulangen ist – nettes Gimmick
  • auch im Heckbereich werden Beleuchtungselemente von Klavierlack Blenden eingefasst

Neben diesen Details verfügte der in der Ausstattungsvariante Track bereitstehende Testwagen noch über den als Zusatzausstattung erhältlichen Sportauspuff. Zwei ovale Endrohre die neben dem optischen Gewinn auch nette Töne von sich geben und den gewissen Schalldruck nicht missen lassen. Das ganze so präsent das es nicht überhört werden kann aber doch so dezent das es nicht prollig wirkt – gut gemacht!

Auch innen überzeugend

Die Detailfreudigkeit setzt sich im Innenraum fort. Der cee’d GT wirkt hier sehr sehr edel und absolut nicht wie ein Plastikbomber , so wie ihn der Mitbewerb aus Köln in diesem Segment anbietet. Klar, Wurzelholz und Leder auf dem Armaturenbrett sind auch hier nicht zu finden, aber die verwendeten Kunststoffe wirken ausgesprochen wertig und gediegen. Ich bin mit dem GT mehr als 1.000 km gefahren und nicht ein einziges Klappern störte die Geräuschkulisse im Innenraum. Apropos Geräusche im Innenraum, auch wenn im Motorraum der 1,6 l Turbomotor auf der Autobahn unter Vollast arbeitet ist es im Innenraum nicht übertrieben laut oder ungemütlich. Auch bei höherem Tempo auf der Autobahn gibt sich der KIA cee’d GT ausgesprochen tolerant und ruhig – angenehm unauffällig!

Zurück zum Interieur, welches ebenfalls von der Farbe rot und der Detailverliebtheit profitiert. Rote Ziernähte an den serienmäßigen Recarositzen und dem, beheizbaren, Lederlenkrad. In rot gestickte GT-Embleme schmücken Sitze und Fußmatten wogegen sich auch am Lenkrad die schicken Klavierlacksegmente wiederfinden. Auf den ersten Blick wirkt das Lenkrad, auch hier befindet sich ein gesticktes GT-Emblem, aufgrund der Fülle an Bedienelementen etwas überladen allerdings gibt sich dieser Eindruck nach kurzer Zeit. Sämtliche im Lenkrad angebrachten Kippschalter und Knöpfe sind ausgesprochen intuitiv zu bedienen und geben stets ein klares Feedback ob der Funktion. Generell lässt auch das Design der Bedienelemente keine Fragen ob der Funktion aufkommen, alle Symbole und Ions lassen klar erkennen worum es geht und ermöglichen eine Intuitive Bedienung. Dazu gehört auch das per Touchscreen zu bedienende Multifunktionsdisplay. Hiermit wird Radio, Iphone, Navigation und Telefon easypeasy bedient. Ebenfalls komplett selbsterklärend und ohne Fallstricke, auch die Bluetooth Koppelung des iPhone klappt hervorragend. Damit steht dann die Freisprechfunktion genauso wie das Musikportfolio des eigenen Smartphones zur Verfügung. Wer keine Musik auf dem Smartphone hat kann mittels  CD glücklich werden.

Beinahe unzählige weitere Kleinigkeiten sind mir aufgefallen und runden den harmonischen Gesamteindruck des KIA cee’d GT ab, seien es die elektrischen Fensterheber mit Einklemmschutz (mein blauer Zeigefinger beweist das andere Hersteller dieses Sicherheitsfeature nicht inne haben), in 3 Achsen verstellbares Lenkrad, gut erreichbare Adapter für iPhone, AUX und USB, elektrisch einstellbare Lendenwirbelstütze und noch viel mehr. In den Tagen des Tests kam ich mir fast wie ein Entdecker vor, gab es doch fast täglich neue Gimmicks am cee’d GT zu entdecken.

Der Kofferraum entspricht dem Klassendurchschnitt, einige Wasserkästen passen rein und die Einkaufstaschen lassen sich mittels Haken leicht fixieren womit diese nicht hin- und herfliegen. Das Platzangebot im generellen verdeutlicht auch das wir uns hier nicht in einer Limousine sondern in einem Kompaktwagen befinden allerdings sind meine 1,76 m Körperlänge mehr als problemlos zu „verstauen“. Ein Bekannter mit seinen 1,95 m hatte da mehr Schwierigkeiten hinter den Fahrersitz zu klettern und bequem zu sitzen. Wäre aber in einem Golf oder Astra genauso ausgegangen.

Schneller Hund

KIA spendiert dem cee’d GT einen 1,6 L GDI Benzindirekteinspritzer mit Turboaufladung welcher aus 204 PS 265 Nm Drehmoment entwickelt. Damit sprintet der cee’d GT in 7,7 Sekunden (KIA typisches Zahlenwerk) auf 100 km/h. Das Ende der Fahnenstange wird bei ca. 225 km/h erreicht (Tachoangabe) womit sich der Wagen auch auf der Autobahn gut bewegen lässt. Wird er allerdings in höheren Geschwindigkeiten bewegt steigt der Durst des Turbomotors deutlich und pendelt sich ca.bei 9,7 l/100 km ein. Eine gemächlichere Gangart, 120 – 140 km/h, wird dann aber mit entspannten 7,3 Litern auf 100 km belohnt. Die von KIA genannten Verbrauchswerte von um die 6,1 l/100 km kann ich leider nicht bestätigen.

Die Zielgruppe

Ihr merkt das ich ausgesprochen positiv über den cee’d GT schreibe denn der Wagen hat mich ehrlich angesprochen und berührt. Berührt in dem Sinne das der cee’d GT ein tolles Auto für mich gewesen wäre wenn wir die Uhr 20 Jahre zurück drehen könnten. In meiner heutigen Situation ist nun einmal ein Kombi oder SUV mit Platz im Kofferraum für Kinderwagen usw. angesagt, aber für einen jungen Burschen oder „Fräulein“, noch ohne Familie, ist der KIA cee’d GT ein Top Auto. Der mir zur Verfügung gestandene GT war „zwar“ ein 5-Türer aber die beiden hinteren Türen störten den optischen Gesamteindruck absolut nicht. Über den Komfortgewinn eines 5-Türer müssen wir nicht reden, hintere linke Tür auf – Jacke und Aktentasche rein und Abfahrt! Das gleiche bei einem 3-Türer ist immer ein bissl mehr Gefummel als es eigentlich schön wäre.

Eine Kritikpunkt hat es aber doch

Liebe Leute von KIA, ihr liefert hier ein wirklich tolles und überzeugendes Auto welches absolut keine Schwächen gezeigt hat und verbaut in diesem eine Hupe aus einem „Überraschungsei“? Das was hier als Signalhorn seinen Dienst verrichten soll ist ein Witz. Ein Auto diesen Schlages benötigt eine Hupe a’la Brüüüül und nicht ein kleines Hüpchen das mit letzter Mühe gerade mal „pühüüt“ schafft. Bei Fahraufnahmen bin ich dem Kamerateam regelmäßig zu früh ins Bild gefahren weil die Jungs das mickrige Hupen nicht hören konnten und deswegen nicht Aufnahmebereit waren ;-)
Luxusschmerzen :D

Mein Fazit

Es hat wehgetan den KIA cee’d GT wieder abgeben zu müssen. Ein tolles Auto für einen fairen Preis von um die 30.000 ,-€ welches sich absolut nicht verstecken muss. Ganz im Gegenteil, der cee’d GT hat einen gewissen Esprit den man einem Auto aus Korea absolut nicht zutrauen würde. Das KIA eine Garantie von 7 Jahren anbietet überzeugt noch mehr und wer das Glück hat zur richtigen Aktion seinen KIA zu kaufen bekommt unter Umständen noch 7 Jahre Wartung und 7 Jahre Kartenupdates dazu. Aktuell bewirbt KIA ein Sonderprogramm mit dem Namen FIFA World Cup Edition, reinschauen lohnt sich und im Notfall kann der freundliche KIA Händler auch noch einen Tip geben!

[box type=infobox]Bereits im Juli 2013 stand mir der KIA cee’d GT im Rahmen einer Vorverkaufspräsentation einige Stunden zur Verfügung. Darüber wurde in diesem Artikel einiges geschrieben und zahlreiche Fotos wurden hier, Fotostrecke, abgebildet. Weitere Fotos sind im Instagram Channel zu finden.[/box]

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Disclaimer

Der KIA cee’d GT wurde mir als Testwagen von KIA MOTORS Deutschland GmbH zur Verfügung gestellt. KIA hat keinerlei Einfluss auf meine Meinung oder diesen Artikel genommen oder versuchte mich zu beeinflussen.

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Über Oli 708 Artikel
Auto verstrahlt seit Kindesbeinen!  Zahlreiche Besuche der Nordschleife mit Eltern, Verwandten und Freunden zu Tourenwagenrennen anno späte sechziger/frühe siebziger Jahre sorgten dafür der Virus Automobil & Motorsport tief in mir verwurzelt wurde und es gab seit Kindesalter nicht einen Sportwagen, dem ich nicht neugierig hinterher schaute. Ich hab Bock auf Autos und teste und bewerte Autos nach meinen eigenen Kriterien. Gerade, raus ohne rumzusäuseln! Dieses ist dann hier im Blog nach zu lesen. Kommentare zu meinen Artikeln sind immer gerne gesehen und wer Fragen hat soll sich einfach per Kontaktformular an mich wenden. Viel Spaß hier wünscht Oli Walther

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