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Kompakt Van im Test – Nissan Note TEKNA 1.5 DCI

Mehr Auto braucht Familie nicht

Nissan Note TEKNA

Wenn die Abholung eines Testwagen die Stimmung trübt, ist dies bei uns immer ein gutes Zeichen das der Proband einen mehr als guten Eindruck hinterlassen hat. Heute war es wieder soweit, und nach 14 Tagen verliess uns der Nissan Note TEKNA 1.5 DCI.

Kompakter Van hinterlässt großen Eindruck

Wenn die Silhouette eines Pkw ziemlich geradlinig vom Kühlergrill bis zur Oberkante der B-Säule verläuft handelt es sich meistens entweder um einen knackigen Sportwagen oder um einen Van. Führt die Silhouette allerdings fast waagrecht von der B-Säule zur C-Säule, um kurz danach fast rechtwinkelig abzufallen schränkt sich die Auswahl deutlich ein, es wird sich um einen Van oder SUV handeln.
Fällt dieser dann mit einer Länge von 4,10 m aus wird gerne von einem Kompakt-Van gesprochen. Und genau so einer ist der Nissan Note TEKNA. Trotz seiner typischen Form eines Van’s ist er mit seinen Abmessungen ein Parkplatzfreundlicher Vertreter. Er bringt zu dem oben genannten Maß eine Breite von knapp 1,7 m und eine Höhe von 1,53 m mit und ist damit etwas kleiner als ein VW Golf, abgesehen von dem höheren Dach. Mit der höheren Sitzposition und dem guten Rundblick macht er so auch in der Stadt einen mehr als guten Eindruck.

Nissan Note TEKNA

Nissan Note TEKNA

Diese Eigenschaften unterstützt Nissan mit dem verbauten Technology Paket. In diesem Ausstattungspaket, Serie beim TEKNA, befindet sich neben einem Spurhalte- und Totwinkel-Assistenten auch das Nissan Safety Shield inklusive dem Around View Monitor für 360° Rundumsicht. Und dieses Feature ist der Knaller. Dezente in Front und Heck sowie den Außenspiegeln verbaute Kameras zeigen jedes noch so kleine Detail unmissverständlich an. Die Darstellung auf dem 5″ Zoll Display vermittelt den Eindruck, dass über dem Wagen eine Kameradrohne schweben würde die das Bild aufzeichnet. Damit verlieren auch Dinge ihren Schrecken die einem als Fahrer all zu oft untergehen, wie z.B. Straßenpöller, halbhohe Mauern usw.! Das Safety Shield ergänzt die Sicht aus der Drohnen-Perspektive noch um zwei Live Kameras. Beim Rückwärtsfahren und im langsamen Rangierbetrieb nach vorne können die Fahrtrichtungen mit den Live Bildern des Safety Shield überwacht werden – perfekte Lösung für ein Fahrzeug in dieser Preisklasse.

Nissan Note TEKNA

Der folgende Film zeigt die weiteren Features des Nissan Safety Shield sehr gut auf:

Apropos Preis; der Nissan Note TEKNA 1.5 DCI ist ab 20.590,- € zu bekommen. Für diesen Preis bekommt der Käufer ein komplett ausgestattetes Fahrzeug welches von einem moderaten Diesel Aggregat angetrieben wird. Der 1.5 DCI leistet 90 PS (66 kw) und erzeugt damit bei 2.000 U/min kulante 200 Nm, die ihm zu einer annehmbaren Beschleunigung und einer Höchstgeschwindigkeit von 179 km/h verhelfen. In dem Mischbetrieb bei uns kam der Note damit auf einen Verbrauch, laut Bordcomputer, von etwas über 4,5 Liter auf 100 km. Der Hersteller nennt hier allerdings noch geringere Verbrauchswerte die dem TEKNA so zu einer Effizienzklasse von A – A+ verhelfen. Mit dem Dieselpartikelfilter, grüner Umweltplakette und einer CO2-Emission von 92 g/km ist der kleine Japaner auch noch ein umweltfreundliches Auto dazu.

Nissan Note TEKNA

Interieur: Praktisch und Schick

Nissan Note TEKNADer uns zur Verfügung gestandene Nissan Note war mit schick anmutenden Teilledersitzen ausgestattet. Als kleines aber feines Detail sind hier die schwarzen Lederflächen mit weißen Ziernähten abgesteppt. Die Sitze erwiesen sich als recht bequem und liefern dank der dezenten Seitenwülste auch mehr  Seitenhalt als es auf den ersten Eindruck anmutet.
Leider erzeugt das Interieur ein bisschen Plastikfeeling, nicht wirklich unangenehm und für ein Fahrzeug in diesem Preissegment wohl auch nicht anders zu erwarten. Die Ausstattung dagegen ließ sowohl bei meiner Frau als auch bei mir kaum Wünsche offen:

  • elektrische Fensterheber rundum (mit Kindersicherung und Einklemmschutz)
  • Höhen verstellbarer Fahrersitz mit, leider nur einen, Armlehne
  • Höhen und Weiten verstellbares Lenkrad
  • Klimaautomatik
  • Fahrlicht- und Regenassistent
  • Bordcomputer
  • Lenkradfernbedienung für Audio, Mobiltelefon und Geschwindigkeitsregelanlage
  • ISO fix Adapter
  • Start-Stopp Automatik

Etwas mau ist leider das Angebot an gut erreichbaren Ablagefächern für den Fahrer. Zwar befinden sich unter dem Lenkrad noch diverse kleine Fächer, diese sind jedoch beim Fahren nur bedingt gut zu erreichen. Letztendlich wurden den vorderen, mittig in der Konsole angebrachten, Getränkehaltern die Aufgabe zu teil den Geldbeutel, Schlüssel und das iPhone aufzunehmen. Damit wären dann allerdings keine Getränke mehr unterzubringen gewesen.
Nissan Note TEKNAAlles in allem macht das Interieur inklusive des Cockpits einen angenehm modernen Eindruck. Alle Schalter und Bedienelemente sind gut zu erreichen und eindeutig, zu ihren Funktionen, symbolisiert. Erfrischend anders wurde die Bedieneinheit für die Kälte- und Wärmeeinstellung konzipiert. Das ganze Element ist kreisrund und in der Mitte zeigt ein Display die jeweiligen Werte und Einstellungen an. Endlich mal was anderes! Passend dazu sind auch die Lüftungsdüsen mit einem runden Design versehen. Per Fingerdruck lassen sich diese öffnen oder schließen bzw. in die gewünschte Richtung drehen.
Die Passagiere auf der Rückbank sollten sich ebenfalls ausgesprochen wohl fühlen. Trotz der kompakten Größe des Nissan Note können sie sich über ausreichenden Platz zum jeweiligen Vordersitz und über einen kleinen Tisch freuen. Zum Arbeiten ist dieser zwar nicht geeignet und klappt unter der Last eines iPad/Netbook zusammen, aber für ein bißchen Kinderspielzeug und einen Trinkbecher wird es reichen.

Connectivity

Wird ein Nissan Note als Tekna geliefert ist er in Sachen Connectivity gut ausgestattet. Mein iPhone wurde via Bluetooth schnell und zuverlässig erkannt. Dafür wird zwar eine spezielle App auf dem Smart Device benötigt aber diese lässt sich ruckzuck aus dem App Store installieren. Schön das Nissan hier eine Gastrolle implementiert hat. So kann auch ohne tiefere Registration ein Großteil der Nissan Connect Funktionen genutzt werden. Ich habe mir die Gastrolle zunutze gemacht und konnte so die für mich relevanten Features nutzen.

Der Umfang dessen was Nissan hier anbietet ist sehr umfangreich, setzt allerdings, für die komplette Nutzung, eine Eintragung in das Nissan Fahrzeugeignerportal voraus, dieses habe ich nicht gemacht und kann deshalb einige Features nur grob ansprechen. Ist man als Fahrer dort angemeldet stehen Auskünfte und Informationen zu zahlreichen von Onkel Google gelieferten Diensten bereit, als Highlight sehe ich hier die verfügbaren Informationen zu Flugzeiten der umliegenden Airports und jede Menge verschiedener POIs.

Noch einmal zum Thema Bluetooth, bis zu 10 Geräte können registriert und gespeichert werden. Dabei wird das jeweils aktuell zuerst im Fahrzeug angemeldete gerät priorisiert und bekommt die Funktionen der Telefonfreisprecheinrichtung zugeteilt. Andere Funktionen, wie zum Beispiel Mediaplayer, können dabei jedoch von anderen Geräten belegt werden. Gute Lösung wenn der Beifahrer mit seinem Device die Rolle des Dj übernehmen kann. Zusätzlich zu der Bluetooth Schnittstelle bietet der Nissan Note noch eine AUX Schnittstelle über Klinke und USB an. Diese USB Schnittstelle kann gleichzeitig das Smartphone aufladen. Wird hierüber das Device angesteckt, schaltet der Mediaplayer auf die Kabelschnittstelle um und startet den MP3 Player bzw. iTunes. Im Multifunktionsdisplay erscheinen nun Informationen zum Song, dem Interpreten und dem Album gezeigt – das Cover des Albums leider nicht!

Generell hinterliess auch dieser Bereich des Nissan Note TEKNA einen guten Eindruck, allerdings hat mich die Intelligenz der Navigationseinheit überhaupt nicht überzeugt. Zwar werden die Routen schnell errechnet und angeboten, jedoch ist die Qualität der Routen öfters ungenügend. Als Beispiel nenne ich hier meinen Ausflug zum Nürburgring um dort den 1. Lauf der Langstreckenmeisterschaft VLN zu erleben. Bereits auf dem Hinweg versuchte mich das Navigationssystem über Straßen und zum Teil Feldwege zum Ring zu dirigieren. Die grobe Richtungstendenz passte zwar aber über Forstwege zu fahren kann unter Umständen nicht dem Förster gefallen. Die eingestellten Routendetails waren hier „überwiegend Landstraße und Autobahn“ sowie der „schnellste“ Weg. Schade das daraus Wald- und Wiesenwege interpretiert werden.
Auf dem Rückweg hatte ich das Gefühl, dass das Navigationssystem völlig am Ende war denn nun erfolgte der Verweis auf Radwege!! In letzter Instanz half nur der Verzicht auf die Unterstützung. Gut das ich den Weg zum Ring quasi in- und auswendig kenne ;-)

Etwas enttäuscht hat mich das Navigationssystem auch in Sachen Stauumfahrung. Selbst wenn über WDR 2 schon seit geraumer Zeit dicke Staus oder sogar Vollsperrungen angesagt werden dauert es zu lange bis diese im Fahrzeug ankommen. Kann aber auch sein, wird es wohl sogar, bin ich hier von den Funktionen des TomTom HD Traffic verwöhnt. Meine Empfehlung an Nissan wäre aber, das Thema Navigation auf jedenfalls zu überdenken und anzupassen.

Nissan Note TEKNA

Der Nissan Note im Alltag

Wie im ersten Satz geschrieben hat uns der Nissan Note TEKNA 1.5 DCI im Alltag sehr überzeugt. Der Alltag unserer kleinen Familie besteht dabei aus vielen Fahrten durchs beschauliche Unna, mit Kind und Kegel zur Elternschule, Einkaufsfahrten und Ausflüge aufs Land – meistens ins schöne Sauerland. Und dabei hat der Nissan Note eigentlich keine Schwächen gezeigt. Sei es das verstauen des Kinderwagens ohne diesen umbauen zu müssen, umfangreiche Einkäufe einzuladen, in enge Parklücken zu rangieren oder einfach nur entspannt über Landstraßen zu cruisen während auf dem Beifahrersitz der kleine Pupser vor sich hin brabbelt.


Fangen wir beim Kofferraum an.
In normaler Konfiguration wird dieser mit 325 Litern angegeben. Wird nun der Ladeboden um ca. 10 cm nach unten versetzt ändert sich das Platzangebot deutlich. Wie geschrieben passt nun unser Kinderwagen, ein Teutonia Cosmo, komplett rein. Wickeltasche und ein – zwei Decken auch noch, dann ist allerdings Schluß mit der Herrlichkeit. Soll nun noch weiteres Gepäck dazu kommen, muss es auf Rückbank und Fussraum im Fond verteilt werden.
Ist die geschäftige Mama alleine mit dem kleinen unterwegs wird die Babyschale auf dem Beifahrersitz verbaut. Das dazu nötige Abschalten des Beifahrerairbags erfolgt, bequem per Schlüssel, im Handschuhkasten.
Parklücken verlieren dank des Nissan Safety Shield und der 360° Rundumsicht ebenfalls komplett den Schrecken und so werden im Grunde die gleichen Parklücken wie mit dem MINI erreicht. Klasse!!

Ein Kritikpunkt wäre noch die Höhe der geöffneten Heckklappe. Dort passe ich mit meinen 1,76 m so gerade drunter. Jeder mit mehr Körpergröße wird sich dort bücken müssen oder sich den kopf anstossen.

Mit Einkaufstaschen oder Baby auf dem Arm macht auch die Keyless-Entry Funktion sehr viel Sinn. Dazu bleibt der Schlüssel in Hosen oder Handtasche und der Wagen wird mit einem leichten Druck auf einen der Softkeys, die befinden sich an den beiden vorderen Türen und der Heckklappe, geöffnet oder verriegelt. Per Druck auf den Start-Stopp Knopf kann anschließend der Motor gestartet werden obwohl der Schlüssel immer noch in einer Tasche ist.

Fahrgefühl

Dieses zu bewerten kann natürlich nur aus einer rein subjektiven Sicht erfolgen. Der 1.5 l Diesel Motor mit seinen 90 PS ist für die oben beschriebenen Anforderungen eine akzeptable Motorisierung. Im Stadtverkehr und auf Landstraßen lässt er sich damit gut bewegen, auf der Autobahn verfällt man sofort in einen entspannten Fahrzustand und rollt mit Richtgeschwindigkeit daher. Zum Rasen ist der Nissan Note nicht geeignet und auch bei schnelleren Kurven kommt er schnell an seine Grenzen, logisch denn seine Stärken sind wie oben geschrieben andere. Fahrwerksseitig ist er ein ganz entspannter und belohnt die Insassen mit einem ruhigen Fahrverhalten. Noch nie hat der kleine Pupser so entspannt in seiner Babyschale geschlafen wie im Note. Die 16″ Zoll Räder mit 195/55 erweisen sich hier als guter Kompromiss zwischen Komfort und Agilität.

Noch entspannter ist das Fahren wird der zwischen den vorderen Sitzen angebrachte ECO Schalter gedrückt wird. Die Gasannahme wird noch softer und die Drehzahl begrenzt. Für die Stadt vielleicht nicht so geeignet weil damit auch die Elastizität des Motors auf der Strecke bleibt, aber perfekt um auf der Autobahn easypeasy daher zu rollen. Diese Gemütlichkeit macht Sinn und führt zu einer entspannten Art der Reise.

Fazit

Der Nissan Note Tekna 1.5 DCI ist ein klasse Auto für kleinere Familien. Mama, Papa und Baby können damit gut verreisen und den Alltag gestalten. Im großen und ganzen macht der Note, bis auf das schwache Navigationssystem, nichts falsch und ist für den Preis von 20.590,- € ein toller kompakter Van. Mehr Auto braucht Familie nicht!

Nissan Note TEKNA 1.5 DCI

Nissan Note TEKNA 1.5 DCI
7.2

Komfort

8/10

    Exterieur

    7/10

      Interieur

      8/10

        Fahreindruck

        6/10

          Preis

          7/10

            Pro

            • - Nissan Safety Shield
            • - Platzangebot
            • - Ausstattung
            • - Verbrauch

            Contra

            • - Zu wenig Ablagefächer
            • - Höhe der offenen Hecktür

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            3 Kommentare zu Kompakt Van im Test – Nissan Note TEKNA 1.5 DCI

            1. Hallo, ich bin per Google Textsuche über die Webseite von so einem Rechtschreibäffchen hier hingesurft. Der lässt auf seiner Seite ziemlich einen ab, von wegen Rechtschreibung, Satzbau, Genitiv usw.!
              Von Mensch zu Mensch sind Deine Texte klar und unmissverständlich. Lass dir nichts einreden.
              Früher waren genau dies die Typen die wir Mädels in der Pause verwemmst haben!
              Viele Grüße
              Rita

              • Hallo Rita, vielen Dank für das Lob. Allerdings weiss ich jetzt gar nicht wer das Rechtschreibäffchen sein soll. Aber zu lesen das die Artikel gefallen tut immer gut.
                Vielen Dank und keep on reading :D
                Oli

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