Nürburgring – Neuer Besitzer will Fahrtrichtung ändern

Nach Abschluss des Auftaktrennens der VLN der 60. ADAC Westfalenfahrt, hier geht es zum Artikel, gibt der neue Besitzer Capricorn eine gravierende Änderung bekannt. Dr. Robertino Wild, der neue Besitzer des Nürburgring, selbst langjähriger Motorsportler und Fan der Nordschleife, möchte die Rennen rund um die historische Nürburg anspruchsvoller gestalten. Die bis dato schönste und anspruchsvollste Rennstrecke der Welt allerdings umzubauen und in Teilabschnitten neu zu gestalten wäre alleine aus Kostengründen im Moment nicht tragbar.

Weiterhin verläuft der 20.832 m lange Abschnitt Nordschleife durch zahlreiche Naturschutzgebiete beziehungsweise Tierschutzgebiete. Hier würden Baumaßnahmen mit Schaffung einer Infrastruktur für die Baufahrzeuge auf Ablehnung der Behörden stoßen. Was liegt also näher als die Fahrtrichtung der Rennstrecke zu ändern. Die hierzu baulichen Maßnahmen sind mit im Verhältnis kleinem Aufwand zu bewerkstelligen. Dabei handelt es sich größtenteils um Anpassungen am Sicherheitszaun, der Standplätze der Streckenposten sowie der Boxenein- und Ausfahrt.

Layout Nordschleife

Animation © Audi AG

Die Umgestaltung der Boxengasse wäre hierbei nicht nötig. Im Rennzirkus befinden sich zahlreiche Strecken bei denen die Boxencrew von der linken Seite an die Fahrzeuge herantreten. Das neue Layout des Nürburgring würde dann wie folgt aussehen wenn es zur Kombination aus Grand Prix Strecke und Nordschleife geht. Nach dem Start in nördlicher Richtung ginge es über Tiergarten und die Döttinger Höhe links rum in den Schwalbenschwanz und mit weiterer linken Tendenz Richtung Pflanzgarten. Die nun anspruchsvolle Bergaufstrecke an dem beliebten Zuschauerpunkt geht über in den kurvenabschnitt Brünnchen, Eschbach und Wippermann bevor es über die links rum zu befahrende Hohe Acht ins Carachiola Karussell geht. Erste Testfahrten haben ergeben das auch hier die Befahrung ohne bauliche Veränderungen erfolgen kann. Der weitere Verlauf der Runde ergibt sich sinngemäß.

Anforderungen an Rennfahrer und Teams

Durch die Änderung der Fahrtrichtung ergeben sich zahlreiche Herausforderungen aber auch Chancen für die Teams. Bisher bekannte Aufzeichnungen und Fahrzeugsetups verlieren damit an Wert und alle Teams beginnen bei der Stunde Null. Dieser Neuanfang soll aber auch neuen Fahrern eine Chance offenbaren, gilt es doch hier den Erfahrungswert der „alten Hasen“ auszuklammern. Die Zukunft wird zeigen was dieser Eingriff in die Traditionsstrecke an Synergieeffekten bringen wird. Hotels und Gastronomiebetriebe stehen dem Projekt offen gegenüber, versprechen sie sich doch einen neuen Besucheransturm.

Änderungen greifen zum 24h-Rennen

Die geringen aber notwendigen baulichen Anpassungen ermöglichen es die neue Fahrtrichtung bereits in naher Zukunft zu etablieren und den Sportlern und Fans zu präsentieren. Als Auftaktrennen ist hier das 24h-Rennen, 19. – 22. Juni 2014, gedacht. Die Rennpause nach dem 4. Lauf der VLN, 17. Mai 2014, erweist sich als geeignetes Zeitfenster für den Umbau. Die Öffnungszeiten für die Touristenfahrer könnten unter Umständen leicht eingeschränkt werden und finden in diesem Zeitraum ausschließlich auf dem Bereich der Grand Prix Strecke statt. Um die Fans zu beschwichtigen wird es hier eine Anpassung des Preisgefüges geben. BolDfl wäre die Englische Übersetzung – By One Lap Drive four Laps. Soll bedeuten das sich die Rundenpreise nicht ändern, allerdings die Anzahl der zu befahrenden Durchgänge. Gehen wir von einer  Länge des GP-Kurses von 5,148 km aus ergeben sich hier bei 4 zu Runden fast exakt die 20.832 m der Nordschleife.

Erste Testfahrten die noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden zeigten eine völlig neue und anspruchsvolle Strecke in der Eifel. Die anders zu befahrenden Kurven und Streckenabschnitte machen aus der grünen Hölle eine zartgrüne Königin. Aus nicht näher zu benennenden Quellen wurde ein Video der Testfahrten bereit gestellt. Darin wird ein Teil der Rennstrecke, unter der Tarnung einer lokalen Rallye, schon in der neuen Richtung befahren.

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Ein Kommentar

  1. Maik Schmitt
    1. April 2014 zu 11:58 Antworten

    Selten so gelacht :)
    April April

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