Peugeot und das elektrische Cabrioverdeck

Hand aufs Herz, wer kann die folgende Frage ohne Wikipedia und anderer Helferlein beantworten?

Wie lange gibt es schon Cabrios bei denen das Dach nicht per Hand geschlossen werden muss? Wer hat’s erfunden?

Die zweite, im Sinne der Ricola Werbung gestellten, Frage ist nach dem Lesen der Überschrift eigentlich ganz einfach zu beantworten. Das erste elektrische Cabrioverdeck  wurde für und von Peugeot entwickelt und war von Beginn an ein komplexes technisches Gesamtkunstwerk aus Motoren, Gestängen, Achsen und Sensoren. Die Erfinder waren  Emile Darl’Mat, Peugeot Vertragshändler und Spezialist für Peugeot Sportwagen, Marcel Pourtout, renommierter Karosseriebauer und vor allem Georges Paulin, von Beruf Zahnarzt, aber mehr noch erfolgreicher Designer.

Paulin war es auch, der die Idee hatte, Coupés per Elektromotor in Cabriolets zu transformieren. Am 5. Juli 1932 meldete er ein entsprechendes Patent mit der Bezeichnung Eclipse an. Anschließend bringt Pourtout das Eclipse-Dach innerhalb eines Jahres zur Produktionsreife, Darl’Mat übernahm die Vermarktung des neuen Fahrzeugkonzepts und Peugeot präsentierte den modernen 301 als ideale Basis für das weltweit erste Coupé-Cabriolet. Allerdings blieb der 301 Eclipse von 1933 ein Prototyp. Erst ein Jahr später startete die Serienfertigung der elektronischen Cabriodächer mit dem Peugeot 401 Eclipse und dem zeitgleich vorgestellten Spitzenmodell 601 Eclipse.

Peugeot 301 Eclipse

Peugeot 301 Eclipse von 1934

Peugeot 401 Eclipse

Peugeot 401 Eclipse von 1935

Peugeot 601 Eclipse

Peugeot 601 Eclipse von 1935

 

67 Jahre später

Im Jahr 2000 sorgte Peugeot wieder für ein hörbares Raunen in der Automobilen Welt durch die Vorstellung des Peugeot 206 CC. Schließlich ist der weltweit erste Kleinwagen mit Metallklappdach ein erschwingliches Traumauto. Beste Voraussetzung, um den Cabriomarkt in Rekordzeit zu erobern.

So avanciert der 206 CC mit rund 370.000 Einheiten zum meistgebauten Coupé-Cabriolet aller Zeiten. Allein in Deutschland erreicht er fast 100.000 Zulassungen. Dabei bekommt der kleine Herzensbrecher im Jahr 2003 mit dem Peugeot 307 CC einen größeren Bruder. Heute setzt der Erfinder des Coupé-Cabriolet-Konzepts die nach oben offene Erfolgsgeschichte mit den Modellen 207 CC und 308 CC fort. Beim EuroNCAP-Crashtest belegte der 308 CC Platz eins als sicherstes Coupé-Cabriolet beim Schutz erwachsener Insassen. Für Allwetter-Komfort sorgen das Metallklappdach, das Windschott sowie die Sitzheizung vorn, beim 308 CC ergänzt durch den warmen Luftstrom aus der Kopfstütze. Ob Freude am Offenfahren bei strahlendem Sonnenschein oder an der Alltags- und Wintertauglichkeit eines eleganten Coupés: Die vielseitigen Peugeot 207 CC und 308 CC kombinieren großen Fahrspaß mit kleinen Kosten.

via Peugeot Pressemeldung / Fotos: © Peugeot

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