[Polizei] Willkür der (Autobahn) Polizei Dortmund

Als mündiger Bürger der schon länger 3 x 7 jahre alt ist habe ich ein gemischtes Verhältnis zu unseren Freunden und Helfern. Unnötige Abzocke und Langmacherei wenn es nicht nötig ist gegenüber wegschauen wenn es unbequem werden könnte, dies sind die Punkte die mich aufregen. Keine Frage ohne Polizei geht es nicht, aber es geht immer um das wie und warum.

Highnoon auf der A1

Gestern kurz nach 11 Uhr war es dann wieder soweit und die Polizei, hier vertreten durch die Autobahn Polizei Dortmund, ließ alle  Verhältnismäßigkeiten links liegen und holte die sprichwörtliche Keule raus – unnötigerweise.

Was war geschehen? Wir und einige Teilnehmer des MINI Treffens „MINI meets NRW“ hatten einen Treffpunkt auf dem Autobahn Rastplatz Lichtendorf (Fahrtrichtung Köln) ausgemacht. Das Ziel war eine gemeinsame Anreise mit 6 MINI Coopern. Die Anreise zum Rastplatz war nicht ohne, war es doch das letzte Ferienwochenende und die halbe Welt fuhr über unsere A1. Drängler, Rechtsüberholer (weil Mittelspurschleichder die selbe blockierten), Telefonierer waren nur drei Sachen die mir auf knappen 10 km auffielen. Die Bahn war arschvoll!!  Genauso  natürlich auch der Rastplatz! PKWs standen bei den LKWs und die PKW Plätze wurden in zweiter Reihe zugeparkt!

Unser MINI Kollege G. aus Unna war bereits dort und hatte augenscheinlich ein Date mit einer Dame der Autobahn Polizei Dortmund. Konnte aber auch noch nicht so lange her sein, denn wir hatten G. weit weit vor uns auf den Rastplatz fahren sehen. Da alles knall voll war parkten wir (siehe Skizze) ungefähr bei Platz 14 in der zweiten Reihe um dann, neugierigerweise, mal zu schauen was der gute G. für ein Thema mit der Polizei hatte.
G. stand dabei ohne seinen MINI zu verlassen auf der Linie (immer noch mit zwei Rädern auf der Fahrspur) zu dem Behinderten Parkplatz B1 auf dem eine Familie mit zwei kleinen Kindern Erholung suchte und war sichtlich froh nicht mehr alleine der Polizei gegenüber stehen zu müssen!

Polizeischikane Lichtendorf

Verhältnismäßigkeit – was ist das?

Der Fahrzeugführer der Funkstreife hatte nichts besseres zu tun als die Familie „lang“ zu machen. Polizeikontrolle mit vollem Programm, Führerschein, Fahrzeugschein, Ladungskontrolle in einem PKW-Kombi, Reifenprofil usw.!
Das die mitreisenden Kinder nur etwas Abwechslung suchten und sich unter Aufsicht der Eltern, am Fahrzeug, die Beine in sicherer Umgebeung vertreten wollten – dafür zeigte die Polizei Dortmund kein Verständniss!

Unser MINI Kollege G. wurde ebenfalls dafür lang gemacht, daß er auf der Linie zwischen B1 und B2 angehalten hatte. [box type=infobox]Er hatte weder das Fahrzeug verlassen, noch in der Zeit den Motor ausgemacht oder die Handbremse angezogen.[/box] ;-)
Er hatte eine Haltezeit von wenigen Sekunden da er unmittelbar vor dem Peterwagen die Autobahn verlassen hatte und den Streifenwagen hinter sich. Also quasi rechts ran gefahren und angehalten/stehen geblieben. Die junge Polizistin kontrollierte hier ebenfalls Führerschein und Fahrzeugschein um diese dann wieder auszuhändigen.

Ich stand inzwischen dabei und schaute/hörte mir das Schauspiel an. Nach kurzer Zeit zückte die Polizistin dann ein EC-Cash Terminal und hielt es G. vor die Nase mit dem Hinweis, das sie ihm eine Verwarnung in Höhe von 35,- € anbieten würde. Auf meine Frage ob hier nicht eine strenge mündliche Ermahnung ausreichen würde, fuhr die Beamtin mich an das sie bei so etwas keine Ausnahme machen würde. (Ausnahme von was?) Ihr Gesichtsausdruck dabei war alles andere als ausgeglichen oder entspannt. Mein Einwand, daß weit und breit kein behinderter Verkehrsteilnehmer in Sicht wäre und G. dann auch direkt Platz gemacht hätte, ließ augenscheinlich ihre Stimmung noch finsterer werden!

Zur gleichen Zeit traf der Rest unserer kleinen MINI Kolonne auch ein und ich wandte mich dorthin um auf die Diskrepanz der Parksituation hinzuweisen. Die Polizistin und G. erledigten ihr Geschäft und G. kam zu unserer Gruppe. Allerdings nicht ohne die Polizistin im Schlepp zu haben. Die gute Dame wollte mich doch einmal unter vier Augen sprechen! Gerne, hab ja nichts gemacht!

Pustekuchen

Nix gemacht stimmte auch, aber da sie ja eine Querschnittsgelähmte Bekannte/Freundin hätte würde sie bei so etwas keinen Spaß verstehen.

„Ich sollte aufpassen was ich sagen würde!!“

Genau? Was hae ich den gesagt?

Es ging ihr um meinen Satz, daß keine Behinderten in Sicht wären. Das könnte ich schließlich nicht beurteilen, fauchte sie mir entgegen, zupfte an ihrer Körperschutzweste und zog von dannen.

Zwischenzeitlich hatte ihr Kollege die Familie mit den Kindern derart eingeschüchtert das die beiden kleinen in den Schoß ihrer Mutter heulten und vermutlich hofften das dieser Spuk bald zu Ende wäre.

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Weder Freund(lich) noch Helf(sbereit)er

Die Phrase heisst eigentlich anders aber die Message ist so hoffentlich deutlich genug. Liebe Polizei Dortmund, geht es noch?
Hier hätten zwei kernige und deutliche, mündlich ausgesprochene, Verwarnungen genauso ihren Zweck erfüllt. Anstatt hier minutenlang Zirkus für nix zu machen hätte diese Zeit besser zur Überwachung des fließenden Verkehrs genutzt werden können. Aber so Geld zu kassieren und die Quote zu erfüllen ist natürlich viel einfacher!!

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Nach dem Schreiben dieses Artikels werde ich mich bemühen eine Stellungnahme der Pressestelle der Polizei Dortmund zu bekommen. ich kann nicht glauben, dass solch ein Getue im Sinne des Staates sein kann?

 

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7 Kommentare

  1. Markus
    1. September 2013 zu 15:33 Antworten

    Für sowas gibt es das Stichwort: „Dienstaufsichtsbeschwerde“ – die wirkt auch, wenn berechtigt.

  2. Gast
    1. September 2013 zu 19:47 Antworten

    Ist schon manchmal sehr krass, wie die Freunde in Grün (jetzt blau) ihre Möglichkeiten ausreizen. Die kinder da so lang zu machen anstelle den zeigefinger zu heben und zu sagen „… in 6ß sekunden ist hier der Platz wieder frei!!“
    tz
    Auch mit dem MINI Fahrer, ein Satz oder ein Handzeichen hätte gereicht!! Hauptsache einen auf dicke Hose machen.
    Bitte halte uns über die Stellungnahme der Polizei auf dem laufenden!

  3. Der Sonntagsfahrer kw 35 | Der Auto Blogger
    1. September 2013 zu 20:37 Antworten

    […] 1. September 2013 in Allgemein // [Polizei] Willkür der (Autobahn) Polizei Dortmund […]

  4. Guido
    2. September 2013 zu 22:40 Antworten

    So in etwa hatte es sich zugetragen, nur das mein MINI in Fahrtrichtung zwischen B2 und B3 stand da bereits die Familie auf B1 Parkte. Ich stelle erst den Motor ab nachdem der Dienstwagen mit herunter gekurbelter Beifahrerscheibe neben mir stand, da ich ja erst wenige Sekunden bevor der Dienstwagen in die Reihe ein bog mich da hinstellte um auf meine MINI-Kollegen zu warten, der Grund war nur das ich von da aus den Rückwärtigen Verkehr besser beobachten konnte um gleich mit den Kollegen weiter fahren zu können.
    Eine Behinderung war von meiner Sicht aus nicht gegeben, hätte zu jeder Zeit Platz machen können.
    Naja, hatte während des Gespräches mit der Polizistin natürlich eingesehen das man da nicht Parken darf, die Personalien wurden überprüft und ich durfte die 35EUR bezahlen.

    Alles weitere hat bereits der Auto Blogger (Oli) geschrieben.

  5. Tanja Schick
    3. September 2013 zu 00:23 Antworten

    Das Spielchen mit der Macht… Leider können nicht alle Staatsdiener damit angemessen umgehen und verwenden ihren Status unüberlegt und unverhältnismäßig. Ein wenig mehr Weitsicht für die Gesamtsituation und milde Nachsicht sollte vor allem dann, wenn Kinder mit involviert sind, vorhanden sein. Gott Lob sind nicht alle Polizeibeamten so. Die morgendlichen Verkehrspolizisten an den Kreuzungen in Hamm sind ein positives Beispiel. Nacheifern und Erlernen erbeten!

  6. Kirstin Weiß
    3. September 2013 zu 07:34 Antworten

    Ein bisschen mehr Menschlichkeit hätte hier auch seinen Zweck erfüllt . Mit dieser Aktion haben die Polizisten dem Ruf ihrer Zunft mehr geschadet als genutzt. Sehr schade!! Bezüglich der behinderten Freundin…..diese persönliche Argumentation zeugt von wenig Professionalität !

  7. [Polizei] Gegendarstellung der Polizei Dortmund | Der Auto Blogger
    27. Oktober 2013 zu 16:03 Antworten

    […] 1. September 2013 in Allgemein // [Polizei] Willkür der (Autobahn) Polizei Dortmund […]

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