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TomTom Go 500 – Weniger kann viel mehr sein

TomTom Go 500 konnte nicht vollständig überzeugen

TomTom Go 500

Mein Unna’eraner Bloggerkollege von der Trendlupe, Milos Willing, hatte den Test des TomTom Go 500 schon vor einigen Tagen geschrieben. Ich hab mir schnell den TomTom Go 500 ausgeliehen um selber mal zu sehen, was das Navigationshelferchen so kann.

Im Durchschnitt soll der Go 500 zirka 200,- € kosten und bietet dafür einen 5 Zoll großen, kapazitiven Touchscreen, eine massive wirkende Scheibenhalterung sowie diverse Lade-  (12 V) und USB-Kabel. Auf den ersten Griff  fühlen sich sowohl das Navi und die Halterung sehr wertig an. Mit einem satten „Klack“ rastet das Gerät in die Halterung und ist dank eines Magneten sicher verbunden.

Nach kurzer USB-Aufladung wanderte der TomTom Go 500 dann auch direkt ins Auto um dort zu zeigen, was er alles auf dem Kasten hat. Die Halterung wird einfach an die Scheibe gehalten und per Drehung verriegelt – fertig, hält super. Wieder das Navi einklinken und los geht es mit der Eingabe des Zielortes.
Dabei fällt sofort das gegenüber früheren Versionen gestrafftere Menü auf. Die in der Menge reduzierten Symbole der neuen Benutzeroberfläche lassen sich prima per Touchscreen aufrufen und bedienen. Wer ein Smartphone besitzt, wird sofort mit der Bedienung klar kommen, genauso lassen die Menüsymbole (Icons) keine Unklarheiten aufkommen. Das 12,7 cm (5-Zoll) grosse Display spiegelt leider etwas, dies lässt sich aber durch eine kleine Drehung und Änderung des Sichtwinkels gut korrigieren.

TomTom Go 500
Warunung vor Radarfalle Bild: © www.der-auto-blogger.de

Bei der anschließenden Eingabe des Zielortes offenbart sich die nächste Veränderung, eine zentrale Suche für Sonderziele und POI (Point of Interrest) wie zum Beispiel Tankstellen und Städte und Straßen vereinfacht es enorm sich nicht im Menü zu verheddern. Weniger ist mehr :-)
Nach der Eingabe von wenigen Zeichen unterbreitet der Tom Tom Go 500 logisch passende Zielvorschläge und vereinfacht so die Zielbestimmung. Ist das gewünschte Ziel dann bestätigt, geht es mit der Berechnung der Route los. Hier offenbart sich dann ein kleiner Kritikpunkt, der Go 500 ist etwas träge. Ob es an den umfangreich installierten Europa-Karten oder an einem unterdimensionierten Prozessor liegt? Hier wäre etwas mehr Dynamik ganz nett.

Unlogische Routenbestätigung

Während eines spontanen Hollandtrips offenbarte sich jedoch ein übles Defizit bei der Zielbestimmung. Bei allen Navis die ich bisher genutzt habe gestaltet sich die Änderung des Zielortes durch einfache Neueingabe. Nicht so beim Go 500, dort muß die einmal zum Ziel gewählte Route explizit gelöscht werden. Hat uns in Holland ordentlich Wegstrecke gekostet, hinter diese Marotte zu kommen :(

Teilweise wenig überzeugende Routenangebote

Die angebotenen Routen konnten mich nicht in der Fülle überzeugen. Manche waren echt perfekt und der Straßenbelastung passend zur Uhrzeit (Rushour wurde berücksichtigt) ausgewählt. Andere dagegen überhaupt nicht. Generell waren die angebotenen Routen in Holland sehr zweifelhaft.

Beispiel: Rückfahrt von Alkmaar nach Unna

Eigentlich ein einfacher Weg. In Alkmaar auf die A9 Richtung Süden/Amsterdam, dann Utrecht und nix wie ab ins Ruhrgebiet.

 

Der Go 500 schickte uns erstmal an der Autobahnauffahrt vorbei und forderte das befahren eines besseren Feldwegs Richtung Egmond an Zee! Selbst beim ändern der Route verlangte er das wenden und wieder befahren dieser Nebenstraße die nur nach Egmond führte? Als wir dann aber auf der A9 waren, wurde die Route neu berechnet und Tom tat so als wäre nie etwas gewesen ;-)

Radarwarner und Tempoflüsterer

Sehr gut haben mir zwei Funktionen gefallen.

  1. Der Tom Tom zeigte immer brav die erlaubte Höchstgeschwindigkeit an. Hat mir öfters sehr geholfen ;-)
  2. In Holland meldete sich der Go 500 immer brav wenn in Kürze mit einer fest installierten Radarfalle zu rechnen war.  Ich will mal sehen ob mir das gleiche auch in „Good Old Germany“ angeboten wird :-)

Mein Fazit

(im gelben Kasten, für einen grünen hat es dann doch nicht gereicht)
So richtig überzeugen konnte mich der TomTom Go 500 nicht. Die Menüführung war mir stellenweise nicht eindeutig genug und jedesmal den Wunsch zur schnellsten Strecke einstellen zu müssen, nervt. Weiterhin ist das Gefummel an der Scheibe ebenfalls nicht so sehr angenehm. Die Lösungen der Autohersteller, wo sich die Navis im Armaturenbrett befinden, ist da viel ergonomischer.
Die Features zur Radarwarnung und Geschwindigkeitsangabe hingegen waren sehr hilfreich. Die Routenführung kam mir im Vergleich zu kostenlosen Lösung via Google Maps nicht wirklich besser vor!

 

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2 Kommentare zu TomTom Go 500 – Weniger kann viel mehr sein

  1. Hallo, ich habe das Tom Tom Go 500 gekauft. So ist es ganz gut. Grund meiner Entscheidung war ein externes Gerät, das Trafic und Biltzer anzeigt in Verbindung mit Bluetooth. Was jedoch ein Mangel ist, TomTom verwendet das Bluetooth Pan Profil für die Verbindung. Welches Handy hat schon dieses Pan Profil. Ich habe ein neues Nokia Lumia mit Win 8, das ist jedoch nicht geeignet. Somit habe ich keine Trafic Funktion.

    • Hallo Ralf, das ist natürlich nicht so cool das Du mit deinem Nokia da nicht weiter kommst. Ich hatte in meinem Test einen Androiden und ein iPhone 5 verwendet. Klappte bei beiden. Nimm doch mal Kontakt zu TomTom auf. Ich könnte mir vorstellen die Kollegen dort haben einen Workaround für dich.

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