Der VW New Caddy – Mehr als nur praktisch

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgend jemanden gibt der noch nie mit einem VW Caddy zu tun hatte! Die Post, jetzt DHL, setzt die praktischen Fahrzeuge bei der Brief- und Paketzustellung ein. Der Bäcker liefert damit seine Brötchen aus, genauso wie der Metzger sein Fleisch und der Gemüsehändler seine Ware. In jeder Handwerksbranche ist der Caddy ein viel genutzter Transportkollege und immer wieder nutzen auch unsere Freunde *grrr* von der Verkehrsüberwachung VW Caddys, ein um ihr vermaledeiten Blitzgeräte dort zu verstecken. fy

Aber auch immer mehr Familien haben inzwischen den VW Caddy entdeckt und nutzen den praktischen Kastenwagen. Sei es um die Kinder in den Kindergarten oder in die Schule zu bringen, die Einkäufe nach Hause zu karren oder mit Kind und Kegel in den Urlaub zu fahren. Der Caddy kann es und sieht dabei noch richtig schick aus.

VW New Caddy 1.4 TGI

Was Mitte der Achtziger Jahre mit einem mickrigen Golf 1 Pickup Verschnitt begann, ist in der jetzt kommenden vierten Generation ein komfortabler und effizienter Pkw geworden. Wie schick er auch unter dem neuen Blechkleid geworden ist, war Anlass ihn rund um Marseille intensiv zu testen. VW hatte dazu einige Blogger und Journalisten eingeladen und die Gelegenheit den New Caddy kennenzulernen offeriert.

Als erstes Testobjekt stand mir ein New Caddy mit dem 2.0 TDI BMT (Blue Motion Technology) zur Verfügung. Der per manuellem 5-Gang Getriebe zu schaltende Wagen hatte 102 PS (75 kw) und ist mit EURO6 und einem Schadstoffausstoß von 119 – 123 gr CO2 (kombiniert) schon ein ziemlicher grüner Geselle. In Kombination mit dem geringen Kraftstoffverbrauch von 5,5 – 5,3/4,2 – 4,1/4,7 – 4,6* (innerorts/außerorts/ kombiniert, in l/100 km) *Werksangabe, darf er sich mit dem Siegel der Effizienzklasse A schmücken. Preislich beginnt er in der schicken Generation Four bei 28.185,- €. Soll der Caddy den langen Radstand besitzen und 47 cm länger sein geht es bei 30.071,- € los.
Die Ausstattungslinie Generation Four ist eine Sonderedition für den Launch des neuen Caddy und namentlich an die vierte Generation des Bestsellers angelehnt.

Preisliche, gleich motorisierte, Ausstattungsalternativen wären:
Conceptline >> 21.943,- € > (Maxi 23.627,- €)
Trendline >> 23.526,- € > (Maxi 25.876,- €)
Comfortline >> 26.554,- € > (Maxi 28.631,- €)
Highline >> 28.899,- € > (Maxi 30.642,- €)

Die 102 PS stehen dem Caddy schon ganz gut. Hieraus entwickelt er 250 Nm womit sich der Kastenwagen auf eine Höchstgeschwindigkeit von 172 km/h beschleunigen lässt. Das ganze in der heimeligen Atmosphäre eines aktuellen VW denn je nach Ausstattung verliert der Caddy alle Nutzfahrzeugallüren und begrüßt Fahrer und Passagiere mit echtem Pkw-Feeling. Fahrer und Beifahrer freuen sich über genügend Platz und vor allem Kopffreiheit. Den Passagieren auf den hinteren Plätzen geht es nicht schlechter. Auch hier ist Platz zur Genüge vorhanden und der Ein- und Ausstieg durch die serienmäßigen Schiebetüren ein kleiner Traum. Gerade Eltern, die hier ihre Kinder transportieren möchten, werden die Schiebetüren schnell zu schätzen wissen.

Apropos Kinderbeförderung. In der zweiten Sitzreihe lassen sich die beiden äußeren Sitze per Isofix Vorbereitung zur Montage von aktuellen Kindersitzen bzw. Babyschalen nutzen. Auch bei der, optionalen, dritten Sitzreihe können diese so montiert werden. Das sich alle Sitze der zweiten und dritten Sitzreihe für jede erdenkliche Situation konfigurieren und um-  wegklappen oder herausnehmen lassen versteht sich von selbst.

Zusammenfassend bleibt für das Interieur zu sagen, dass es sich anhand der Zubehörliste fast unendlich individualisieren und konfigurieren lässt. Dabei wirkt der Caddy deutlich mehr nach einem Pkw und bietet schickes Ambiente.

Kein Facelift

Nach dem ersten kurzen Blick über das Interieur des New Caddy kommt schnell der Verdacht auf, VW hätte hier nur ein Facelift auf den Markt geworfen. Weit gefehlt. Bei genauer Betrachtung fallen deutlich dynamischere Züge an dem Volkskastenwagen als an seinem Vorgänger auf. Scharf gezogene Sicken und Kanten weisen auf völlig neue Fertigungswerkzeuge hin. In der Tat unterstreichen auch die neuen Frontscheinwerfer und LED-Rückleuchten den dynamischeren Auftritt.

Deutliche Kanten auf der Motorhaube lenken den Blick schnell auf das vertraute Markenlogo, wogegen am Heck ein neuer Heckspoiler auffällt. Letzterer sorgt für eine bessere Aerodynamik der Dachkante, welche die Verschmutzung der Heckscheibe verhindern soll. Nett aussehen tut er auch noch.
Thema Heckklappe: diese schwingt sehr weit nach oben auf! Schön für große Menschen wie Bloggerkollege und 2,02 m Mann Tom Schwede, der mit mir einen Blick auf den Caddy geworfen hatte. Dieser konnte sehr gut darunter stehen; was aber uncool für kleine Menschen und Kinder ist. Diese haben das Problem die Heckklappe greifen und schließen zu können. Eine feine Sache wäre es, würde sich ein Schalter im Kofferraum befinden, der die Klappe elektrisch zufahren lässt.

Runderneuerte Motoren

Feine Sachen verbergen sich auch unter der Motorhaube des New Caddy. Alle bekannten Motoren wurden im Sinne der Effizienz und Kostenersparnis überarbeitet, wodurch zum Teil Kraftstoffeinsparungen von bis zu 15% möglich wurden. Die Motorenpalette beinhaltet zwei TSI Motoren (1,2 und 1,4 L) plus einem 1,4 TGI Motor, der für die Nutzung von Erdgas (CNG) konzipiert wurde.

Breiter fällt die Palette der Dieselmotoren aus. Aus grundsätzlichen 2.0 TDI Motoren hat der Kunde die Wahl zwischen vier verschiedenen Leistungsstufen. Beginnend beim 75 PS (55 kw) Motor über den erwähnten 102 PS (75 kw) und 122 PS (90 kw) bis hin zur Top Motorisierung mit 150 PS (110 kw). Allen Motoren gleich ist die EURO6 Abgasnorm sowie die niedrigen Effizienzklassen. Während alle TDI entweder A oder B klassifiziert sind, schlagen die klassischen Benzin Motoren mit Klasse C zu Buche.

VW New Caddy

Erstklassiger Erdgas Motor

Ein Sonderfall ist hier der 1,4 TGI Motor. Betrieben mit komprimierten Erdgas (CNG) liefert der Motor 110 PS (81 kw) und glänzt mit niedrigen Schadstoffmengen. Ganze 113 gr CO2 pustet der flotte Mischmotor pro km in die Umwelt. Zur Belohnung darf auch er sich die Effizienzklasse A einverleiben.
Dabei können sich seine Fahrleistungen durchaus sehen lassen denn der kleine 1.4er schafft 200 Nm und eine Höchstgeschwindigkeit von 172 km/h wobei auch er, genau wie der 102 PS Diesel Motor, 12,9 Sekunden für den 100 km/h Sprint benötigt.
Vom Fahrgefühl her zeigte sich der TGI Motor als völlig unauffällig. Beim Anfahren ein kleines bißchen mehr Drehzahl und schon geht er nach vorne. Rollt der Erdgas-Caddy einmal ist kein Unterschied zu den Nicht-Erdgas Benziner zu spüren. Wer die Infrastruktur beim Tanken abdecken kann, sollte unbedingt den Erdgas Wagen ins Kalkül ziehen. VW gibt beim kurzen Caddy eine Erdgaskapazität von ca. 26 kg, beim Maxi von 37 kg, an. Bei beiden steht darüber hinaus noch ein 13 L Benzintank zur Verfügung. Für genügend Reichweite, wenn der Erdgasdruckbehälter leer gefahren wurde, ist also gesorgt.

Caddy Spezialisten

Gerade wo ich eben kurz aus dem Haus war, ist mir prompt wieder ein Caddy fast über die Füße gefahren. Der Italiener unseres Vertrauens, Taormina in Unna, kauft seine Rohstoffe und Materialien beim Großmarkt ein und karrt diese mittels einem Caddy der dritten Generation in die Pizzastube. Clever die Italiener ;-)

VW New Caddy

Aber auch für ganz andere Anwendungen lässt sich der Caddy umrüsten und adaptieren. Sei es für den Kurzurlaub, wo der Caddy Beach schnell ein Zelt untergejubelt bekommt und zur Schlafstelle wird. Oder der Caddy für die Straßenmeisterei. Bestückt mit einer Licht-Warnanlage sichert er zum Beispiel Autobahnbaustellen ab.

Schon hundert mal gesehen, der Caddy für den Glaser. Hier wird außen am Fahrzeug ein Hilfsrahmen befestigt, welcher Scheiben, Türen und Fenster aufnimmt.

VW New Caddy

Welcher Caddy wäre meiner

Meiner? haha! Als Familienvater gilt es ein Auto zu wählen das quasi die Eierlegende Wollmilchsau ist. Hier ist die Aufgabe, den Tagesbedarf neben Hobby und Erwerb unter ein Blechdach zu bringen. Im Detail sollte es also mindestens ein Caddy mit beidseitiger Schiebetür sein um die Kinder gut ins Auto zu bringen. Dann gilt es für unser Hobby, dem See- und Wanderkajak fahren Genüge zu tun. Hier wäre eine Dachreling Pflicht, schließlich wollen mehrere 5 m Boote transportiert werden. Anhängerkupplung für den Caravan und gerne die Möglichkeit im Auto schlafen zu können steht auch im Pflichtenheft. Letzteres bedingt die Ausflüge an diverse Rennstrecken um dort vor Ort Fotos und texte für den Blog zu erfassen. Dabei schläft der engagierte Blogger eben im Auto.

Zusammenfassend wäre ein Caddy 1.4 TGI in der Beach Ausstattung genau unser Auto. Wie würde euer Caddy aussehen? Als klassischer, kurzer, Familienkombi oder eher ein Auto welches für spezielle Hobbys abgestimmt ist? Schreibt doch einfach in die Kommentare wie euer vorhandener oder Wunsch Caddy aussieht.

Auch bei Automativ.de ist der VW Caddy ein Thema. Hier geht es zum Artikel.

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Ein Kommentar

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