Evolutionär – Kia Sportage GT Line 1.6 T-GDI AWD

Evolutionär – Kia Sportage GT Line 1.6 T-GDI AWD

Etwa 2,5 Jahre ist es her, da verblüffte uns der Kia Sportage 1.7 CRDI erheblich. Kia lieferte damals einen Testwagen zum Preis knapp 28.000 Euro der sich in allen Belangen als hervorragend erwies. Gelungenes Ausstattungspaket zu einem unschlagbaren Preis, so der damalige Tenor aus unserem Test.

Kia kann es noch viel besser

Okay, bei Kia schwingt hier immer viel Sympathie mit war doch Kia der erste Importeur/Hersteller der zu einem Fahrevent eingeladen und einen Testwagen, den Kia pro cee’d GT,  gestellt hatte. Vielen Dank noch einmal dafür! Aber auch jetzt gibt es, trotz aller Objektivität, keinen Grund über den aktuellen Kia Testwagen zu meckern. Wieder ist es ein Sportage, dieses mal jedoch das Modell der vierten Generation in der GT Line Ausstattung.

Kia Sportage GT Line 2017

 

Schöner, besser, …

Das in der Headline fehlende “weiter” soll auch ein Thema werden, allerdings etwas später im Text.

Der neue Kia Sportage hat uns echt von den Socken gehauen. Optisch deutlich ansprechender als sein Modellbruder der dritten Generation, noch mehr Platz und in der GT Line Ausstattung mit allem an Bord was einem so durch den Kopf geht.

Aber der Reihe nach.

Exterieur – Ist es ein Macan oder nicht?

Kia Sportage GT Line 2017

Bei der Betrachtung der Front kann es nicht geleugnet werden, der neue Kia Sportage hat ein bißchen was vom Porsche Macan. Dabei glänzt der Sportage mit einer mächtigen Front welche von einem mehr als dominanten Kühlergrill ausgefüllt wird. Rechts und Links zieren zwei schmale, aber weit in den Kotflügel gezogene, Scheinwerfer die Front. Darin sorgen Xenon-Scheinwerfer für die nötige Ausleuchtung im Dunklen während die Tagfahrlichter mittels LED-Technik abgebildet werden. Der Hingucker schlechthin sind allerdings die in einer Klavierlackapplikation integrierten Ice-Cubs welche die Nebelscheinwerfer abbilden.

Die SUV-typische flache Motorhaube geht in eine recht flache und viel Licht spendende Windschutzscheibe über. Das in Tropfenform gestaltete Dach findet seinen Abschluss in einem kleinen Dachspoiler wieder. Dieser sorgt, über der Heckscheibe angebracht, für Luftverwirbelungen um die Heckscheibe länger clean zu halten.

Auch beim Heck zeigt sich der neue Kia Sportage extravagant. Zwei neu gestaltete LED-Heckleuchten werden dabei von einer waagrechten Zierlinie verbunden und sorgen so für eine aufgeräumte und coole Optik.

Kia Sportage GT Line 2017

Die Seitenlinie weist fast keine Gemeinsamkeiten mehr zum Vorgänger auf. Hier fallen besonders die immens langen Türen der Fundpassagiere ins Auge. Der so gebotene Einstiegskomfort sucht in der Klasse der kompakten SUV seines gleichen. Gerade wer kleine Kinder auf der Rückbank anschnallen muss wird sich über die weit öffnen Türen ebenfalls sehr freuen.

Kia Sportage GT Line 2017

Okay, Schiebetüren wären hier natürlich wieder das berühmte Non-Plus-Ultra wobei es wohl noch einige Jahre dauern dürfte bis ein SUV mit Schiebetüren auf den Markt kommt ;-)

Ansonsten fallen bei dem in den Außenabmessungen kompakten SUV (Länge 4,48 Meter, Breite ohne Spiegel 1,85 Meter, Höhe 1,63 Meter und Radstand 2,67 Meter) im Grunde keine weiteren Auffälligkeiten in Sachen des Exterieurs auf.  Sehr schick macht sich natürlich die Kombination der 19 Zoll Bereifung (245/45 R19) nebst den GT Line Felgen und der Lackierung Infra-Red Metallic, welche das einzige Extra am Testwagen darstellt.

Kia Sportage GT Line 2017

Auffällig ist, wie liebevoll Kia einige Details umsetzt. Beim Exterieur fallen dabei zum Beispiel die Türgriffe auf. Von oben mit einer Blende in gebürsteter Edelstahloptik (leider kein echtes Edelstahl) versehen beinhalten diese eine Beleuchtung und sorgen so im Dunklen für das gewisse Plus. Diese gebürsteten Blenden wiederholen sich dabei sowohl beim Exterieur als auch dem Interieur. Sehr schick!

Interieur auf hohem Level

Die Steigerung dessen was ihr für eure hart verdienten Euros bekommt ist noch deutlicher bei der Betrachtung des Interieurs zu bestaunen. Nichts aber auch gar nichts deutet hier auf einen “Nichteuropäischen” Vertreter hin. Okay, unter dem zentralen 8 Zoll Display lungern ungewohnt viele Knöpfe auf Bedienung aber auch das können andere toppen.

Apropos Bedienung und Display. Hervorzuheben hier die  Apple  Car Play (Android Auto) Integration. Ratzfatz ist das iPhone angekoppelt und Siri schnattert auf Kommando los um SMS zu versenden oder Telefonate anzuleiern.

Ansonsten befindet sich die Interieur Ausstattung des neuen Sportage auf einem sehr hohen Niveau wobei hier die GT Line des Testwagens als Maßstab gelten soll. Um es kurz zu machen – volle Hütte! Und so war das einzige Extra welches vermisst wurde ein Panorama-Dach. Einfach um dem recht dunklen dunklen Innenraum mehr Licht zu geben. Ansonsten, ohne jetzt stundenlange Ausstattungslisten zu studieren – ist der Kia Sportage GT Line der am besten und komplettesten ausgestattete Testwagen aller Zeiten für einen Preis von 40.000 Euro. Dafür gibt es dann das volle Spektrum Fahrassistenten, vom Spur-Assistenten bis hin zum Park-Pilot.

Harter Hund mit sportlichem Auftritt

Keinen Zweifel lässt der GT Line ausgestattete Kia Sportage über seinen Einsatzzweck. Trotz AWD sollte er in keinem Offroad Einsatz verwendet sondern eher bei flotten und sportlichen Fahrten über asphaltierte Straßen. Dort sorgt er mit seinen mächtigen Reifen für viel Grip und liefert dabei ein ordentliches Feedback in Sachen Straßenzustand. Wobei letzteres ab und an schon ein bißchen zuviel Rückmeldung liefert als einem lieb wäre. Ein bißchen mehr Abroll- und Federungskomfort wäre toll, aber wer 19 Zoll fahren möchte muss halt 19 Zoll fühlen ;-)

Kia Sportage GT Line 2017

Passend zu dem sportlichen Auftritt zeigt sich die Motorisierung. Auch wenn nur hier aus einem 1,6 Liter Motor geschöpft wird, mit 177 PS legt sich der Sportage ordentlich ins Zeug. Dabei liefert er 265 NM welche per 6-Gang Handschalter den Wagen von 0 – auf 100 km in 9,1 Sekunden beschleunigt wobei der Vierzylinder weder hektisch noch laut wirkt. Erfreulich das der 1,6 Liter Turbobenziner dabei bereits ab ca. 1.500 U/min sein maximales Drehmoment bereitstellt – Turbo sei Dank!

Turbo sei Dank liegt allerdings dadurch der Verbrauch recht hoch. Bei flotterer Gangart liegt so der Verbrauch schnell im zweistelligen Bereich und straft den vom Hersteller genannten  Wert so als Makulatur.

Kia Sportage GT Line 2017

Update

Erfreulich das Kia hier im Januar 2017 einlenkt und eine weitere Motorisierung für den GT Line ausgestatteten Sportage anbietet. 12 Monate nach Einführung wird nun ein 1,7 Liter CRDi Diesel angeboten. Ausgestattet mit serienmäßigen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) werden dem Fahrer so 141 PS avisiert die den vortrieb etwas zahmer ausfallen lassen sollten.

Fazit

Der neue Kia Sportage ist ein echter hingucken geworden und zeigt in Sachen Motorisierung und Fahrverhalten keinerlei Schwächen. Viel geräumiger als noch der Sportage der dritten Generation mustert er sich so zum Streber im Segment u sieht man vom hohen Verbrauch des Turbo-Benzin Motors ab. Im großen und ganzen zeigt er sich so als toller Reisewagen mit viel Platz für Kind und Kegel.

Kia Sportage GT Line 2017

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4 Kommentare

  1. Josef Vogt
    5. April 2017 zu 10:17 Antworten

    Zum Test Kia Sportage GT
    Sie behaupten in Ihrem Test, dass das einzige Extra die Metallic Farbe wäre!
    Sie sollten sich mal doch mal die Preisliste ansehen. Hier gibt es Extras wie Automatik Getriebe; Technologie-Paket mit Spurwechselassistent, Querverkehrwarner, DAP-Radio, elektr. Heckklappe, usw.; Leder-Pakez Nero mit elektr. Sitzverstellung, Sitzventilation usw.; GT Line; Sportabgasanlage; Anhängerkupplung; Standheizung usw.

    • Oli
      6. April 2017 zu 12:13 Antworten

      Hi und Hallo, der GT-Line Testwagen hatte als einziges extra die Metallic Lackierung!

  2. Josef Vogt
    5. April 2017 zu 10:19 Antworten

    wer schaltet den Kommentar frei?

  3. Jan
    25. August 2017 zu 13:39 Antworten

    Hallo,
    ich habe meinen Sportage GT-Line jetzt seit 2 Monaten und bin bisher super zufrieden.
    Apple Car Play wird mittlerweile unterstützt (war wahrscheinlich ein Software Update).
    Aber das Leder- und Technologie Paket war neben der Metallic Lackierung auch ein Aufpreis pflichtiges Extra. Panorama Dach kostet auch nochmal 1190 Euro Aufpreis. Konnte ich mit meinen 1,96m aber nicht nehmen da dafür zuviel Kopffreiheit drauf geht…

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