Gedanken zur 84. Auflage des 24h Rennen von Le Mans

Die 84. Auflage der 24 Stunden von Le Mans ist nun Geschichte.

Was bleibt nach so einer dramatischen Schlussphase. So traurig es ist, dass der führende Toyota #5, 5 Minuten vor Schluss ausgefallen ist, so kann man sich doch über den Sieg von Porsche freuen. Toyota und Porsche haben sich fast über das gesamte Rennen einen spannenden Fight um die Spitze geliefert.

Bis zum Schluss kämpfte Porsche und versuchte den 30 Sekundenvorsprung zu zufahren, was nicht gelang,obwohl man,trotz dass man nur 13Runden und nicht 14 wie Toyota, die Pace mitgehen konnte. Leider hatte Nakajima 5 Minuten vor dem Ende Leistungsverlust. Der Funkspruch “ I’ve got no Power“ wird mir persönlich in Erinnerung bleiben. So erbte Neel Jani im Porsche #2 den Sieg. Sowas ist nicht schön,aber so ist es leider im Motorsport. Auch wenn es nich so bitter klingt :“To finish first, you first have to finish“.

Porsche 919

Audi spielte an diesem Wochenende kaum eine Rolle.Nachdem im Training und Qualifying mit Balanceproblemen zu kämpfen hatte, konnte man zu Beginn die Pace von Porsche und Toyota etwas mitgehen, ehe der Defektteufel zuerst bei der #8, später dann auch bei der #7 zuschlug. Am Ende gewann Porsche vor Toyota. Audi beerbte, nachdem Ausfall des Toyotas, den 3. Rang.

Was bleibt sonst noch zu sagen?

Der Ferrari F488 von Risi Competizione lieferte sich ein spannendes Rennen mit den Ford GT #68 des Chip Ganassi Racing Teams USA. Die Mitfavoriten des AF Corse Teams verabschiedeten sich leider mit TDs aus dem Rennen.Schlussendlich hatte Ford die Nase vorn. An dieser Stelle auch einen Herzlichen Glückwunsch an Ford.

Ford GT

Porsche,Corvette und Aston Martin spielten dieses Jahr im Kampf um die GTE Krone keine Rolle. Woran das lag, kann man jetzt nur vermuten, aber ich denke die BoP spielte dabei eine nicht zuverachtende Rolle. In der LMP2 Klasse lieferte sich das Alpine-Signatech Team #36 mit den G-Drive Oreca 05-Nissan #26 einen spannenden Kampf,den man aber schlussendlich verloren hatte. Sieganwärter KCMG verabschiedete sich im Laufe des Rennens aus dem Titelkampf.

Zu erwähnen ist auch der Wagen mit der Startnummer 84. In diesem Fahrzeug saß ein Mensch, dem durch eine Krankheite beide Hände und Füße amputiert werden mussten. Mit dieser Behinderung bestritt er mit 2 Mitstreitern das gesamte 24h Rennen. Vor dieser Leistung ziehe ich meinen Hut.

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In der GTE Am Wertung siegte der Ferrari F458 vor dem AbuDabi Proton Porsche. Alles im allen war es ein spannendes Rennen. In 5 Wochen gastiert die FIA WEC am Nürburgring um dort den 4.Lauf der Sportwagenweltmeisterschaft aus zutragen. Dem Gesamtsieger Porsche Motorsport, sowie den Klassensiegern Herzlichen Glückwunsch Sieger der Herzen ist die TMG Mannschaft mit dem Toyota #5, auch wenn dies nur ein schwacher Trost sein wird.

Text: Thorsten Korbella & Foto © zeroundersteer.com

 

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Ein Kommentar

  1. Am 20. Juni 2016 gefunden … | wABss
    21. Juni 2016 zu 02:56 Antworten

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