Kia Ceed SW – Schicker Kombi im C-Segment

Kia Ceed SW – Schicker Kombi im C-Segment

Gute 6 Monate ist es her, dass der Kia Cee’d seinen verdienten Nachfolger bekommen hat. Nach dem im C-Segment vertretenen Hatchback, bei dem Kia endlich die Schreibweise vereinfacht hat (der Vorgänger wollte Cee’d geschrieben werden) tritt nun der Ceed SW an. Der kompakte Kombi soll dabei die Mitbewerber VW Golf Variant, Ford Focus und weitere angehen und Käufer überzeugen.

Um diesen hinter das Blechkleid zu schauen und zu testen, stellte uns Kia Deutschland freundlicherweise den Ceed SW 1.6 CRDI in der Platinium Ausstattung vor die Haustüre.

Feiner Kombi mit Potential

Der neue Kombi von Kia gibt sich äußerlich ruhig und gediegen. Ausgeflippte Designspielereien sucht man vergeblich. Die Fensterlinie läuft zum Heck verjüngend aus und leitet den Blick so auf den integrierten Dachkantenspoiler. Einzig die angedeuteten Luftauslässe an den hinteren Ecken wirken dabei etwas deplaziert. Ehrlicherweise hat Kia auf jede Art von gefakten Diffusorattrappen am Heck verzichtet.

Kia Ceed SW

Die Front des Ceed Stationwaggon dominiert eine feine Kombination aus großvolumigen Scheinwerfern und dem charakteristischen Kia Haifischmaul. Die im Testwagen verbaute Platinium-Ausstattung glänzt dabei mit einer ausgeklügelten Lichtsignatur, in Anlehnung an das Ice-Cube Design des Vorgängers. Auch wenn das Abblend- und Fernlicht hier nicht per LED-Technik umgesetzt wird, strahlen Nebelscheinwerfer und Tagfahrlicht per LED-Licht.

Premiumfeatures in Hülle und Fülle

Den Kia Ceed SW zu erforschen bringt reichlich Features zu Tage die sonst nur bei deutlich höherpreisigen Fahrzeugen zu verbuchen sind. So öffnet sich die Heckklappe des 629 Liter großen Kofferraum nicht per Fußwisch (das Schienbein wird es danken) sondern durch die Annäherung des Schlüssels. Es blinkt viermal, “tutet” kurz und schwupps schwingt die Heckklappe nach oben.

Ihr werdet es gerade beiläufig überlesen haben. das Kofferraumvolumen, inklusive des doppelten Ladebodens, fasst nach VDA-Messung (bis Unterkante Fenster) satte 629 Liter. Dieses Fassungsvermögen erreichen manche Vertreter des D- und E-Segmentes nicht.

Kia Ceed SW

Interessanterweise lässt sich die Gepäckraumabdeckung, neben verbandskasten 6 Co.; dabei im doppelten Ladeboden sauber verstauen während die Rücklehnen zu 40-20-40 umgeklappt werden können. Sind diese komplett umgeklappt, steigert sich das Ladevolumen trotz der ansteigenden Fläche auf knapp 1.700 Liter. Da die hinteren Sitzflächen nicht hochklappbar sind stellt sich leider diese ansteigende Ladefläche unweigerlich ein.

Typische Sitzverhältnisse im Fond

Fahrer und Beifahrer werden im Kia Ceed kaum Grund zur Klage haben. Der Fahrersitzplatz bietet ausreichend Platz und Übersicht während sich der Beifahrer über zahlreiche Ablagefächer im Fahrzeug freuen wird.

Die Rundinstrumente neben dem Infodisplay zeigen Drehzahl und Tempo an, während das Display selber indivuelle informationen anzeigen kann. Genauso positiv zeigen sich die sportlich anmutenden Sitze und die präzise arbeitende Lenkung.

Kia Ceed SW

Einzig im Fond könnte es zu Unmut kommen. Kleine Kinder, die per Kindersitz, befördert werden werden nicht klagen. Größere Passagiere dafür schon. Zum einen ist die Kniefreiheit nicht besonders üppig während die Füße der Fondpasssgiere nicht unter die vorderen Sitze gesteckt werden können.

Ehrlicherweise muss hier aber gesagt werden, dass diese Platzverhältnisse typisch für das Segment sind. Der beim Kia Ceed vorherrschende Radstand von 2,65 Meter zeigt sich in erster Linie dafür verantwortlich.

Sport Modus bereitet Fahrspaß

Der Testwagen stellt mit dem 1.6 CRDI die Top-Motorisierung zur Verfügung. 136 PS und ein maximales Drehmoment von 320 Nm stellen das 7-Gang DCT Doppelkupplungsgetriebe vor lösbare Aufgaben. Wird der Wagen im Normalmodus bewegt zeigt er sich ruhig und ausgewogen.

Kia Ceed SW

Im Fahrmodus Sport dagegen verändert sich selbst der dröge Selbstzünder merklich. Die Lenkung wird knackiger und der Wirkungsgrad des Sperrdifferentials gesteht dem Fronttriebler mehr Schlupf zu. Alles in allem wirkt der Kombi so etwas griffiger.

Der Vierzylinder-Diesel selber werkelt unauffällig und wirkt weder rau noch unelastisch. Schön das Kia diesen Motor, wie inzwischen auch alle anderen Antriebe, für die Abgasnorm 6D-Temp zertifizieren konnte. Dabei werden die Stickoxide mittels einer Harnstofflösung im SCR-Kat entschärft weswegen Fahrverbote in Innenstädten ihren Schrecken verlieren.

Unser Fazit zum Kia Ceed SW

Der Kia Ceed SW 1.6 CRDI zeigte sich in unserem Praxistest als durchdachtes und praktisches Auto. Zahlreiche Features erreichten den Daily Drive und laden zum Kilometer machen ein. Die Motorisierung ist solide und macht im Sportmodus wirklich Laune. Die eingeschränkten Platzverhältnisse im Fond sind typisch im Segment und schrecken nicht ab. Zum Preis von 36.190 EUR erhält der Käufer ein Top ausgestattetes Auto das bis auf das fehlende LED-Abblendlicht keine Wünsche offen lässt.

 

 

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Ein Kommentar

  1. Nuoma911
    29. Mai 2019 zu 10:12 Antworten

    Wirklich schöne neue Kombi von Kia, dieses Modell hat lange gewartet, es war wirklich nicht genug Kombi in der Reihe. Danke

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