Mit Flixbus bzw. Fernbus.de nach Frankfurt

Jetzt ist es also soweit, ich trete freiwillig die Reise in einem Bus an um zur Abholung eines Testwagens nach Frankfurt zu reisen. Warum mit dem Bus und nicht mit der Bahn? Haha! Die Bahn und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Müßig jetzt hier aufzuzählen, was in den letzten Jahren immer wieder schief ging sobald ich eine Reise mit der Bahn antreten wollte.

Und nun sitze ich also in einem dieser bunten Omnibusse die so gerne mit 100 km/h die linken Spuren der Autobahnen entschleunigen. Die einen sind quietschgelb und im Namen der Post unterwegs, die anderen blau oder grün. Letztere Farbe ziert dann auch den Bus in dem ich diese Zeilen hier schreibe.

Die Fahrt soll von Dortmund nach Frankfurt gehen. Abfahrt in Dortmund um 9:20 Uhr weswegen ich pünktlich um 9:10 Uhr am ZOB (Zentraler Omnibus Banhnhof) war. Neben mir noch ca. 75 weitere Fahrgäste und zwei wartende grüne Flixbusse. Zierliche Leuchttafeln zeigen die Fahrziele Leipzig und Köln an. Von Frankfurt ist hier nichts zu sehen.

An beiden Bussen stehen die Fahrer und kontrollieren die Tickets der zusteigenden Passagiere. Weit geöffnete Ladeklappen zeigen jede Menge Gepäckstücke. Auf meine freundliche Frage, ob einer der Busse nach Frankfurt fahren würde, blafften mich unabhängig voneinander beide Fahrer mit einem geschnauzten Nein an.

Okay. Wo denn der Frankfurter Bus halten würde? Auch diese Antworten waren unfreundlich und zeigten von Desinteresse am Kundendienst. Ist wohl für 17,50 € zuviel verlangt. So viel soll mich die Fahrt nach Frankfurt kosten.

Um kurz vor halb zehn hält dann ein weiterer Bus an der Haltestelle. In der Windschutzscheibe steht irgendwas von Frankfurt. Schnell das Smartphone raus und den QR-Code aufs Display zaubern. Die Beschaffung des Tickets nebst Buchung hat vor einigen Tagen schon einmal super geklappt. Ordentliche Apps und gut strukturierte Websiten erleichtern den Fahrkartenkauf ungemein.

Die Hightech geht nach dem Besteigen des Omnibusses vermeintlich weiter. Gut markierte 220 V Steckdosen stehen zur Benutzung frei, genau wie das in der App angepriesene LTE WLAN. Hier soll also klappen was die Bahn in ihren Zügen nicht hinbekommt?

Schnell sind die Einstellungsoptionen des drahtlosen Netzwerkes im Smartphone aufgerufen und die Netzwerke Fernbus1 und Fernbus2 werden angezeigt. Ohne Passwort kann hier der Zugang genutzt werden. Einfach ein Netzwerk auswählen, Browser öffnen, AGB des Anbieters zustimmen und einloggen – läuft! Bzw. sieht es so aus.

Inzwischen ist der Bus bis auf wenige Plätze gefüllt und die Fahrt geht los. Freundlich weisst der Fahrer auf den Routenverlauf sowie die Eigenarten der Bustoilette nebst den Preisen der erhältlichen Sweets hin. Aus 50 EUR kann er trotzdem nicht auf 2,50 EUR wechseln. Ein Snack und eine Flasche Wasser entfällt somit :-(

Hoppelig geht die Fahrt über die A45 weiter und so langsam verliert auch das WLAN an Bord seinen Glanz. Verbindungsabbrüche und kaum Bandbreite machen das gewohnte Surfen fast unmöglich. Was bleibt ist die Möglichkeit das MacBook aus dem Rucksack zu zücken und diesen und weitere Texte, offline, zu schreiben. Blogartikel fertig zu stellen, am besten noch mit hochzuladenden Bildern,- unmöglich.
Schade!

Resume meiner ersten Flixbus Fahrt

Der Preis ist mehr als heiß. Dafür Abstriche beim Komfort zu machen ist okay. Das für mich unverständliche ist, mit einem derart wackeligen WLAN Netz zu werben. Aber schließlich sagt ja das Kleingedruckte in den AGB aus, dass es keinen Anspruch auf dieses Netzwerk hat :-(
Die Bahn kann es ja schließlich auch nicht liefern ;-)

Foto: Flixbus.de

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