Monza – Pistenclone in der Wüste

Monza – Pistenclone in der Wüste

Die wenigen die mich etwas besser kennen und regelmäßig hier im Blog lesen, wissen dass ich einen relativ großen Bogen um die Automobil Sparte der Bayrischen Motoren Werke mache. Gerne kann man mit mir über den Sinn oder Unsinn von Abmahnungen im Fanbereich einer Automobilmarke reden. Aber das ist ein anderes Thema. Kurzum betrachte ich so natürlich relativ kritisch, was die Leute aus dem Süden da so alles verzapfen. Diese Aktion hier ist allerdings allerehrenwert und verringert meine Antipathie um ein klitzeklitzekleines bisschen :D

Monza – die alte Dame

Wohl jedem der sich nur ansatzweise mit dem Thema Automobil und Autorennsport auseinandersetzt wird beim erklingen des Namen Monza aufblicken. Eine Strecke welche seit Anbeginn des Autorennsports für Extreme bekannt. Als Hochgeschwindigkeitsstrecke konzipiert waren zahlreiche Umbaumaßnahmen nötig um die im Park der Königsvilla, nördlich von Mailand, gelegene Rennstrecke den modernen Fahrzeugen anzupassen.
Die Formel 1 fährt mit rund 300 km/h um die von den Fahrern berüchtigte Strecke um bei den drei Schikanen Rettfilio, Roggia und Ascari die Boliden zum Teil auf 90 km/h zu bremsen. Tragische Unfälle rücken die Strecke dabei immer wieder in die Medien und regelmäßig fordert die F1 Fahrergewerkschaft eine Anpassung des Circuit.
Monza - Sahara

Monza – Sahara

Monza – in the Desert

Und nun kommt BMW und präsentiert ein absolut einzigartiges und genauso verrücktes Projekt. Der 1:1 Nachbau der Rennstrecke in der marokkanischen Wüste!
BMW X5 2019

BMW X5 2019

Richtig gelesen! Dabei setzte ein Team aus rund 50 Ingenieuren, Vermesser, Techniker, Arbeiter und Piloten den Track exakt im Maßstab 1:1 um und schufen so ein Unikum in einem der abgelegensten Flecken des Nordafrikanischen Landes.
So wie in Italien beträgt die Streckenlänge exakt 5.793 Meter und beinhaltet die 11 bekannten Kurven und Schikanen des historischen Racetracks. Zur Realisierung des Offroadtracks ackerten 4 Bulldozer und Lastwagen um rund 3.500 Kubikmeter Erde zu bewegen. Ortsansässige Arbeiter pinselten in mühevoller Kleinarbeit dabei eigens zusammengesuchte Steinplatten mit roter und weißer Farbe an um so die anspruchsvollen Kerbs des Racetracks nachzubauen.
Nach rund 17 Tagen Planung und Umsetzung des Projektes zogen als letztes Baumaschinen zur Verdichtung des Untergrundes um die Strecke um dieser den finalen Schliff zu geben.

Wofür das ganze

Parallel zu den Arbeiten näherte sich ein Tross diverser Fahrzeuge der Strecke. Angeführt von der neuen BMW R 1250 GS durchquerte der neue BMW X5 Halbeuropa und Afrika um in “Monza-Sahara” zu zeigen aus welchem Holz dieser gestrickt wurde.
BMW R1250 GS & BMW X5

BMW R1250 GS & BMW X5

Der BMW X5 der aktuellen vierten Generation wird weiterhin in Spartanburg / USA gebaut bietet aber zahlreiche neue Details und Features gegenüber seinen Vorgängern. Größer in den Abmessungen, ist auch der Innenraum vergrößert worden und bietet mehr Ambiente und Luxus als bisher verfügbar.
Neue Fahrwerkssysteme bieten dem neuen BMW X5 ein Plus an Offroadperformance sofern man diesem einem modernen SUV überhaupt noch zusprechen kann. Dynamische Dämpfer, eine aktive Wankstabilisierung sowie die Integral-Aktivlenkung sollen dabei für dynamische Fahrzustände sorgen. Alleine die per Luftfederung erzielbare Erhöhung der Bodenfreiheit um 80 Millimeter wird die Offroadmöglichkeiten deutlich verbessern.
Dem Fahrer steht dabei die Wahl aus vier verschiedenen Offroad – Fahrmodi (xSand, xRocks, xGravel, xSnow) zur Verfügung.
Angesichts des Footage von der Umrundung des Wüstenkurses sieht das ganze schon gar nicht mal so schlecht aus.

Vielleicht entwickelt sich ja doch etwas zwischen BMW und mir?
© Video & Fotos liegt bei BMW

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