Nürburgring in russischer Hand :-?

Gestern ging durch einige, dem Nürburgring nahe stehenden, Facebookgruppen das Gerücht ein russischer Geschäftsmann habe sich die vakante 2/3 Mehrheit für den Besitz des Nürburgrings geschnappt. Bei all dem hin- und her der letzten Wochen um den Ring und den finanziellen Unzulänglichkeiten des Capricorn Eigners Robertino Wild, hielt ich dieses Gerücht einfach nur für eine Farcé.

Doch weit gefehlt. Fast die komplette Medienlandschaft berichtet nun seit Stunden über den Deal. Wie die Verwalter der Traditionsrennstrecke in der Eifel am Donnerstag bestätigten, übernimmt die NR Holding AG um den russischen Milliardär Wiktor Charitonin die Mehrheit der Anteile an der Capricorn Nürburgring Besitz GmbH (CNBG).

Eine an diesem Freitag fällige Kaufpreisrate von über fünf Millionen Euro – inklusive Verzugszinsen – sei bereits gezahlt worden. Auch eine erst im Dezember fällige dritte Rate sei ebenfalls schon beglichen. “Dies ist ein positives Signal für Veranstalter, Kunden und Mitarbeiter”, sagte der Sprecher der Sanierer, Pietro Nuvoloni.

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Wer ist der neue Geldgeber am Nürburgring

Viktor Kharitonin gilt als einer der einflussreichsten Männer in der russischen Pharmaindustrie und öffentlichkeitsscheuer Geschäftsmann mit engsten Verbindungen zur Machtelite. Am 20. November 1972 in Nowosibirsk geboren, kam er nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion als Unternehmer rasch zu Reichtum.

Der verheiratete Familienvater arbeitete Moskauer Medien zufolge lange mit dem prominenten Oligarchen Roman Abramowitsch zusammen. Die Pharmstandard-Holding, an der er als Hauptaktionär 38 Prozent der Anteile hält, ist nach eigener Darstellung der führende Arzneimittelproduzent in Russland.

Das Wirtschaftsmagazin “Forbes” führte Kharitonin 2013 auf Rang 52 der reichsten Russen mit einem geschätzten Vermögen von einer Milliarde US-Dollar. In diesem Jahr strich “Forbes” den 41-Jährigen von der Liste, nachdem die Aktien von 20 auf 6 US-Dollar gefallen waren. Das Unternehmen befinde sich in einer Umstrukturierungsphase, hieß es.

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Wenn ich ehrlich bin, weiss ich aus dieser Meldung nichts abzuleiten. Weder etwas positives noch etwas negatives! Mal wieder sind die Nutzer des Nürburgrings nur Passagiere im Gezerre um die Traditionsrennstrecke. Die Zukunft wird zeigen was der neue 2/3 Besitzer des Nürburgrings mit diesem vor hat. :-?

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