Renault kann auch Pickup

Mausert sich Schland vom Kombi- zum SUVland? Oder gar zum Pickupland? Die Verbreitung von hübschen und praktischen SUVs jedenfalls kann nicht geleugnet werden. Aber Pickups?

Können sich diese meist voluminösen Arbeitstiere in unserem sterilen Autoland durchsetzen?

Mit der Zeit auf jedenfall

Diese These wollen wir hier aufstellen und untermauern. Untermauern mit unseren Erfahrungen die wir mit dem Mitsubishi L200 und dem VW Amarok Aventura sammeln konnten.

Allerdings bietet der Pickup Markt in Deutschland inzwischen noch einige weitere Vertreter dieser Fahrzeuggattung. Nissan, Toyota, Ford und viele andere Hersteller sind hier bereits mit ihren Modellen vertreten. Und nun mischt auch Renault im aufkeimenden Feld der praktischen Laster mit.

Ankündigung im Herbst 2015

Bereits im Herbst 2015 vermeldete Renault mit dem Alaskan Concept Car sein Interesse an diesem Markt. Und nun ist es soweit. Geboren aus der Knowhow trächtigen Allianz mit Nissan, präsentiert Renault seinen ersten Midsize-Pickup im Serientrim, aufbauend auf dem bewährten Nissan Navara.

Bewährte Komponenten und Baugruppen

Leider haben nicht alle Details der Pickup-Studie den Sprung in den für 2017 geplanten Serienstart geschafft. Besonders augenfällig ist hier der Verlust der 21-Zölligen Bereifung anzusehen. Dafür glänzt der Renault Alaskan mit jeder Menge der bewährten Nissan Navara Baugruppen. Rund 5,3 Meter wird der Renault Alaskan lang werden und als Midsize-Truck einen stattlichen Radstand von knapp 3,0 Meter mitbringen. Nicht nur Gewerbekunden werden sich dabei über die Zuladung von rund 1,1 Tonnen freuen, genauso wie die Möglichkeit den Doppelkabiner mit bis zu 5 Personen zu besetzen.

Auch wenn Renault über ein stattliches Ensemble an gut arbeitenden Dieselaggregaten verfügt, kommt auch hier eine Nissan Komponente zum Einsatz. Der Vierzylinder-Biturbodiesel schöpft dabei aus 2,3 Litern Hubraum rund 190 PS und kann aber auch als Monoturbo bestellt werden. In dieser Ausbaustufe werden 160 PS genannt, womit dieser Antriebsstrang wohl zum Volumenantrieb werden wird.

Rein optisch verliert der Renault Alaskan seine Verwandtschaft zum Cousin der Allianz. Im typischen und aktuellen Renault Design präsentiert sich der Renault Alaskan Pickup so schon bei Betrachtung der Front. Hier zeigen sich die auffälligen LED-Spangen welche, wie zB beim Talisman, die Scheinwerfer einklammern. Die Motorhaube dagegen bekommt zwei kräftige Sicken die in Längsrichtung verlaufen, wobei rund um das Renault Markenlogo die Haube ausgeschnitten wird. Auch unter dem dynamisch wirkenden Kühlergrill ist von der Markenverwandtschaft nicht viel zu sehen. Unterfahrschutz und Nebelscheinwerfer runden den kernigen Auftritt ab.

Renault Alaskan Pickup Truck

Die optischen Unterschiede hören allerdings hinter der A-Säule auf. Ab hier gleicht der Renault Alaskan dem Nissan Navara 1:1 bis zur Heckklappe. Auch hier hat Renault wieder das Heft der eigenen Designzüge in die Hand genommen und präsentiert eine bauchige Ladeklappe mit eigenen Heckleuchten.

Interieur ähnlich wie beim Navara

Der Innenraum wird Navara Piloten sehr bekannt vorkommen. Zwar trägt das Lenkrad den Renault Rhombus, dafür gleicht sich aber die Schalterbelegung und Konzeption dem Nissan Navara wie ein Zwillingspärchen. Instrumente, Klimasteuerung und das Multinediasystem sind alte bekannte. Warum auch nicht, schließlich haben sich diese Komponenten bereits zigfach bewährt.

Renault Alaskan Pickup Truck

Leider hält sich Renault ziemlich bedeckt, was einen Termin für den Europa Launch angeht. Der Alaskan soll erst einmal in Südamerika starten und dort Fuss fassen, allerdings wäre Renault nicht wirklich clever diesen hübschen und erprobten Kameraden nicht auch in Europa an den Start zu bringen.

Unser Tipp: September 2018 ist der Renault Alaskan Pickup spätestens hier :D

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3 Kommentare

  1. Am 7. Juli 2016 gefunden … | wABss
    8. Juli 2016 zu 03:12 Antworten

    […] Renault kann auch Pickup, gefunden bei der-auto-blogger.de (0.1 Buzz-Faktor) […]

  2. Autoblogger
    4. August 2016 zu 22:57 Antworten

    Einen Schönheitspreis gewinnt er für mich nicht, aber solche Fahrzeuge sind grundsätzlich nunmal meist als Nutzfahrzeuge gedacht.

  3. Mansfeld
    7. August 2016 zu 22:49 Antworten

    Bleib abzuwarten…bin auf jeden Fall gespannt

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