Skoda Karoq – flotter und agiler SUV

Skoda Karoq – flotter und agiler SUV

Das ist er also, der brandneue Skoda Karoq. Oder ist es doch der Skoda Kodiaq?
Rein optisch sind die beiden SUV der tschechischen VW Tochter fast nicht zu unterscheiden. Beim gang um den Wagen fallen natürlich die geringeren Abmessungen auf, trennen den Skoda Karoq doch satte 32 Zentimeter (Skoda Karoq = 4,38 Meter / Skoda Kodiaq = 4,70 Meter) von dem großen SUV der Tschechen. Spricht letzterer die größenmäßigen Mitbewerber wie den Kia Sorento, Hyundai Santa Fe oder den Volvo XC90 (uvm.) an, soll sich der neueste Wurf von Skoda im Haifischbecken der kompakten SUV tummeln.
Und hier geht im wahrsten Sinne wirklich die Post ab.

Allein die Konzernverwandten VW Tiguan und Seat Ateca sind schon hervorragende Vertreter dieses Segmentes. Aber auch andere Hersteller und Importeure haben gute Fahrzeuge in dieser Fahrzeugklasse, die wir zu großen Teilen bereits testen und bei Youtube zeigen. Angefangen beim Kia Sportage, dem Hyundai Tucson, Nissan Qashqai, Renault Kadjar oder dem Volvo XC60 sind dies nur einige der prominenteren Modelle. Aber zurück zum Skoda Karoq.

Skoda Karoq

Kompakt und griffig – Skoda Karoq Onroad sowie Offroad

Anders als noch beim getesteten Skoda Kodiaq fällt beim Skoda Karoq sofort die deutlich agilere Gangart auf. Mit einem Radstand von 2,63 Meter zwar noch lang genug um auch die nötige Ruhe ins Fahrzeug bringen, marschiert der Karoq wendig genug durch die engen Straßen und Serpentinen auf Sizilien. Dabei kann der Fahrer aus vier Driving-Mode Setups (Eco, Normal, Sport oder Snow) das gewünschte wählen bzw eine fünfte individuelle Zusammensetzung selber wählen.

Je nach Wahl verändert sich das Kennfeld des elektronischen Gaspedals, die Dämpferabstimmung, die Charakteristik des Lenkverhaltens und sogar der Wirkungsbereich des Antiblockiersystems ABS.
Auf den reichlich zerrupften Sizilianischen Straßen erwies sich das “normale” Setup als guter Kompromiss. So eingestellt lieferten die in der Ausstattung Style montierten Leichtmetallfelgen ein ordentliches Feedback ohne die Stöße der unschönen Straßen zu direkt weiterzuleiten.

Skoda Karoq

Skoda KaroqMotorisiert war der Testwagen mit dem neuen Volumenantrieb aus dem VW Konzern dem 1,5 Liter TSI Motor mit 150 PS (110 kw). Auch wenn dieser etwas rauh wirkt, bietet er genug Standfestigkeit um den ca. 1.380 kg schweren Wagen flott zu bewegen. Einzig das 7-Gang DSG-Getriebe zeigte sich ab und zu zickig und schaltete etwas spät den nächst höheren Gang zu. Ob dies dem Vorserienstatus geschuldet sein mag entzieht sich uns an dieser Stelle. Nichtsdestotrotz lässt es sich mit Skoda Karoq gut reisen wie die Durchquerung der Insel von Nord nach Süd bewies.

Auch wenn der Skoda Karoq einen speziellen Geländewagen weder adaptieren noch ersetzen kann, ließ sich der Wagen auch abseits befestigter Straßen gut bewegen. Die ausreichend dimensioniere Bodenfreiheit von 17,2 Zentimetern lässt dabei sogar wirklich tiefe und ausgefahrene Pfade zu, die wir in Sizilien in ungezählten Ausmaßen wahrnehmen durften. Technisch als Fronttriebler versehen nimmt der 4×4 Antrieb mittels einer aktuellen Haldex-Kupplung die hinteren Räder mit hinzu, welche sich dank eines Offroad-Modus in Gewisserweise begrenzt sperren lassen.

Vertrautes und bewährtes Interieur

Vermutlich liegt es daran, dass erst kürzlich zwei aktuelle Skoda Modelle (Skoda Kodiaq & Skoda Octavia Scout) als Testwagen hier in Unna waren wodurch das Interieur des Karoq so vertraut wirkt. Speziell rund um die Instrumententräger spielen die aktuellen Skoda Vertreter optisch auf einer Wellenlänge. “Unten drunter” hat der Skoda Karoq in der von uns getesteten Ausstattung mit Skoda Connect allerdings einiges zu bieten. Mit im Fahrzeug fest verbauter SIM-Karte online im Internet verbunden sind so viele viele sehr nützliche Informationen bequem über Skoda eigene Apps abzurufen. Im Kern geht es dabei mit Infotainment Online um Information und Navigation, während Care Connect dem Fahrzeugfernzugriff und Assistenzen dient.

Skoda Karoq
Bei der Suche nach einer Tankstelle beispielsweise ist so auch direkt der Preisvergleich des gewünschten Kraftstoffes möglich. Dank üppiger Schnittstellen, im Karoq fanden wir 3 USB Steckplätze sowie der Bluetooth Connectivität, sind die gängigen Smartphones blitzschnell mit dem Wagen verbunden. Selbstredend das Skoda Android Auto und Apple CarPlay mitliefert, wobei dass aufladen eines geeigneten Smartphone per induktiver Ladestelle ohne weiteres möglich ist.

Skoda Karoq

Auch in Sachen Ergonomie spielt der Skoda Karoq auf hohem Niveau. Alle Bedienelemente sind an gut erreichbaren Positionen untergebracht und ermöglichen dabei eine intu

itive Bedienung. Das hier die bewährten Komponenten aus dem VW Konzern verbaut sind tut der Sache überhaupt keinen Abbruch.
In Sachen Platzangebot üppig versehen wirkt der Karoq dabei angenehmer als der doch deutlich größere Skoda Kodiaq. Bei der Veranstaltung anwesende Journalisten und Blogger mit Körpergrößen ab 1,90 Meter fühlten sich genauso gut aufgehoben wie hier bloggende Vertreter mit 1,76 Meter Körpergröße ;-) . Okay, bei den ersten schrumpfte die Kniefreiheit auf der Rückbank merklich während diese bei der zweiten Gruppe als außerordentlich für dieses Fahrzeugsegment zu bezeichnen ist. Schön dass bei dem VarioFlex-Sitzsystem die beiden äußeren Sitze um satte 15 Zentimetern in Längsrichtung verschoben werden können.
So treten auch die Passagiere im Fond des Karoq gerne längere Fahrten an, wobei die Sitze natürlich auch Kindersitze per Isofix-Befestigung aufnehmen.

Skoda Karoq

Soll der Kofferraum des Skoda Karoq beladen werden, stehen zwischen 521 bis hin zu 1.630 Litern Kofferraumvolumen unzählige Ladevarianten zur Verfügung. Durch das optionale VarioFlex-Sitzsystem sind die Sitze im Fond im Verhältnis 40:20:40 aufgeteilt wobei sich die Sitze easypeasy umklappen und aus dem Fahrzeug entfernen lassen. Der doppelte Ladeboden und die Simply Clever Taschenhaken gehen dabei fast als Standard unter, erhöhen den praktischen Nutzen aber ungemein.

Skoda Karoq

Kurz-Fazit zum Skoda Karoq

Alles in allem hat Skoda hier einen Wagen im Segment der kompakten SUV platziert, der für richtig Furore in dieser Klasse sorgen wird. Tolle Verarbeitung und hochwertige Materialien in Verbindung mit pfiffigen Details werden Mitbewerber aufschrecken und Kunden begeistern.

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