Update und Frischzellenkur beim Fiat 500L

Update und Frischzellenkur beim Fiat 500L

Italiener sind Familienmenschen, und deshalb kommt ein Italiener selten allein. Diese Eigenschaft haben die Fiat-Verantwortlichen auch auf die erfolgreichste Baureihe des Unternehmens übertragen und um den vor zehn Jahren auf die Straße gerollten 500L gleich eine Großfamilie entwickelt. Inzwischen besteht die 500er-Sippschaft aus acht Modellen, die in ganz unterschiedlichen Segmenten unterwegs sind.

Neben dem Klassiker rollt der 500X als Kompakt-SUV in den Varianten „City- Look“ und „Offroad-Look“ durch Wald und Forst, bringt der 500 Abarth, den Sportgedanken in die Familie, das Cabrio vermittelt italienische Momente und der 500L schließlich übernimmt mit seinen drei Varianten die Rolle des Familientransporters. Als am 4. Juli 1957 die ersten „Cinquecentos“ auf die italienischen und später europäischen Straßen rollten, hätte sich niemand eine derartige Vielfalt vorstellen können.

Fiat 500 L (2017)

Umfangreich verbessert: Fiat 500L

Wie vor 60 Jahren hat sich der neue 500er schnell wieder zu einer automobilen Ikone entwickelt, und das zeigt sich nun auch beim überarbeiteten 500L. Im Vergleich zum Vorgänger des seit fünf Jahren gebauten Familien-Vans wurden insgesamt 40 Prozent aller Bauteile ausgetauscht und vor allem die Frontpartie den verschiedenen 500er-Varianten angepasst. So übernehmen der 500L Urban und der 500L Wagon Elemente aus der Frontpartie des 500ers, während sich die Variante Cross (sie ersetzt das Modell Trekking) bei der Frontgestaltung am 500X orientiert.

Auch der Innenraum wurde von den Kreativen des Hauses kosmetisch neu gestaltet und zeigt sich nun wesentlich aufgeräumter. Die ausgewählten Materialien und ihre saubere Verarbeitung tragen zur angenehmen Atmosphäre bei. Dank der großzügig dimensionierten Glasflächen, die sich durch ein je nach Ausstattungsniveau optionales Glasdach noch weiter vergrößern lassen, ist der Innenraum hell und freundlich. Die neuen Instrumente sind ergonomisch günstig platziert, und auch der berührungsempfindliche Sieben-Zoll-Bildschirm liegt im Blickfeld des Fahrers. Über den Bildschirm läuft (je nach Ausstattung) das Unterhaltungspaket Uconnect, und außerdem lassen sich über Apple Carplay beziehungsweise Andoid Auto die Funktionen des Smartphones nutzen. So lassen sich neben dem Musikstreaming-Diensten auch Verkehrs- oder Wettermeldungen empfangen.

Fiat 500 L (2017)

Fahrer und Beifahrer sitzen auf angenehm konturierten Sitzen, und auch für die Fondpassagiere steht ausreichend Platz zur Verfügung. Angesichts der kompakten Außenlänge von 4,24 Metern stehen im 500L durchaus großzügige Platzverhältnisse zur Verfügung. In den größten Kofferraum im Segment passen zwischen 455 und 1480 Liter. Da ist auch schon ein Ausflug ins schwedische Möbelhaus möglich.

Neben den beiden als Fünfsitzer ausgelegten Varianten Urban und Cross stellt die Version Wagon noch mehr Raum für Familie und Transport bereit. In dem auf 4,38 Meter verlängerten XL-500L ist Platz für bis zu sieben Personen und ein Kofferraumvolumen von immer noch 416 Litern, das sich auf 638 (als Fünfsitzer) oder 1784 Liter ausdehnen lässt. Platz genug für Freizeit und Familie.

Fiat 500 L (2017)

Neben den beiden Versionen Urban und Wagon, die vor allem für Familienmenschen entwickelt wurden, ist der Cross, das zeigt schon die etwas martialisch geratene Frontpartie, eher für (moderate) Abenteuer suchende Zeitgenossen entwickelt worden. Unterfahrschutz, eine um 25 Millimeter höher gelegte Karosserie sowie der Drive Mode Selector im Innenraum weisen den Cross zwar nicht als vollwertiges Geländemodell aus, doch sollten Ausfahrten im leichten Gelände ohne größere Probleme möglich sein. Neben der Stellung „Normal“ für Fahrten auf Asphalt, aktiviert die Stellung „Traction+“ bis 30 km/h eine elektronische Differenzialsperre in der Vorderachse. Gravity Control wiederum aktiviert die Bergabfahrhilfe. Um den Erfolg des Kompakt-SUV 500X nicht zu gefährden, muss der Cross auf Allradantrieb verzichten.

Fiat 500 L (2017)

Der überarbeitete 500L greift auf die vertraute Antriebstechnik zurück, und auch beim Fahrwerk verzichteten die Fiat-Entwickler auf Eingriffe. Sieben Euro-6-Motoren stehen zur Wahl. Neben den Benzinern mit Leistungswerten von 70 kW / 95 PS bis 88 kW / 120 PS) sorgen zwei Turbodiesel mit ebenfalls 95 PS und 120 PS) für Vortrieb. Außerdem kann der 500L auch mit einem bivalenten Benzin-Erdgasantrieb geliefert werden. Die Leistung des Twinair-Zweizylinders liegt dann bei 59 kW / 80 PS.

Wie bisher ist die Abstimmung zwischen Dämpfung und Federung angenehm, so dass sich die Einflüsse der vernachlässigten Infrastruktur nicht wirklich störend auswirken. Dank der guten Dämmung stören auch keine akustischen Phänomene den Fahrkomfort.

In Deutschland wird der aufgefrischte 500L in den ersten Juli-Tagen auf den Markt gerollt. Die Preisliste beginnt beim Einführungsangebot mit 13 990 Euro und später bei 17 790 Euro für den Twinair Turbo und endet bei 22 240 Euro für den 500L Cross (88 kW/120 PS). Bereits die Basisversion Popstar wird mit sechs Airbags, Klimaanlage, Tempomat sowie elektrisch beheizten und einstellbaren Außenspiegeln ausgerüstet. In der Version Lounge kommen unter anderem eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Glasdach und Nebelscheinwerfer hinzu.

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