Volvo – Next Generation in Sicht

Dauergrinsen in Göteborg. Endlich sind die letzten Fesseln der unglücklichen Verbindung zum traditionellen Autobauer Ford abgeschnitten. Nach dem Launch des Highend-SUV XC90 und seiner avisierten Nachfolger, der S90 Limousine und des V90 Kombi, konzentriert sich Volvo nun auf die Kompaktmodelle.

Dabei bedient sich Volvo eines mehr als cleveren Schachzuges. Durch die Entwicklung der neuen CMA-Plattform (Compact Modular Architecture) kann Volvo einige Module und Baukonzepte, der auf der SPA-Plattform (Scalable Plattform Architecture) entwickelten 90er Baureihe, für die kommende Generation der 40er Modelle verwenden.

T5 Twin Engine on CMA and T8 Twin Engine AWD on SPA

T5 Twin Engine on CMA and T8 Twin Engine AWD on SPA

Clevererweise haben sich die findigen Schweden dabei schon recht früh für eine neue Direktive entschieden. Weg vom Emmisionstechnisch unsicheren Diesel und hin zur Elektrifizierung.

Wie das geht und was es zu beachten gibt, veranschaulichen die Absatzerfolge der PHEV Modelle im XC90. Dort werkelt neben einem topaktuellen  Turbobenziner ein quickfideles Elektroaggregat, welches neben einer Anhebung der Systemleistung auch den elektrischen Allradantrieb garantiert. Die Kunden schätzen es und nehmen es an wie die unjüngst gezeigten Verkaufszahlen demonstrieren.

Nach dem ersten Schritt erfolgt nun der zweite, noch wichtigere, Schritt. Die Stabilisierung der Absatzzahlen. Volvo spricht hier von 800.000 – 1. Mio Fahrzeuge die zwischen 2020 und 2025 verkauft werden sollen. Entscheidend dafür die CMA-Plattform die das technische Rückgrat der kommen 40er, 60er und 70er Baureihen werden wird.

Volvo Concept 40.1

Dabei zeigt es sich wieder als Glücksgriff, von Ford weg zu sein und unter dem Geely Konzerndach frei arbeiten zu können. Was dabei konzeptionell herausgekommen ist, zeigen die beiden zuletzt präsentierten Konzeptfahrzeuge.

Volvo Concept 40.1

Der 40.1 verkörpert dabei die SUV-Baureihe, eine der Erfolgsgeschichten der Schweden.  Ob der 40.1 als Nachfolger des XC40 wirklich so werden wird wie gezeigt kann nur gehofft werden. Kompakt in den Proportionen, markant im Auftreten und von den Kosten hoffentlich vertretbar. Sollte für Volvo machbar sein.

Viel extravaganter das 40.2 Konzeptauto. Als Mischung zwischen Limousine und Coupé sollen hier Akzente gesetzt werden. Gut denkbar, das Volvo hier mit einer Fastback Variante die Kombikäufer ansprechen möchte. Auch hier ermöglicht die CMA-Plattform die Verwendung bewährter Module.

Dreizylinder Plugin Hybriden

Dreizylinder? Hmm, warum nicht. Aber bitte nur wenn diesen das unrythmische Röhren im Stile eines frühreifen Elchbullen vermieden wird. Wie es nicht sein soll demonstrieren zahlreiche andere Hersteller. Sollte es Volvo gelingen einen smooth laufenden Dreizylinder zu entwickeln würde dies dem propagierten Downsizing Trend gut tun.

Dieser soll dabei mit einem 50 kW starken E-Motor gekoppelt sein und so, dank einer 9,7 kWh starken Energiezelle, rein elektrische Fahrleistungen von rund 50 Kilometer ermöglichen. Genug um die täglichen Standardrouten zu bewerkstelligen. Soll es weiter gehen, dient der Verbrennungsmotor als unterstützendes Backup.

Drive-E 3-cylinder Hybrid power pack

Drive-E 3-cylinder Hybrid power pack

Diese Antriebskonzept wird allerdings nicht übergreifend allen Motorisierungen zuteil kommen. Wie schon beim XC90 T8 TwinEngine wird es eine Motorisierung mit diesem Konzept geben.

Beim Blick in die Motorenliste von Volvo kann dies nur der T5 werden. Ausgestattet mit 250 PS aus dem 2,0 Liter Turbo stellt dieser eine adäquate Basis dar um als T5 TwinEngine Kunden zu begeistern.

Warum kein Diesel?

Wie Eingangs erwähnt gibt es hier die unsäglichen Emissionsprobleme neben den höheren Einstiegskosten. Der Benziner dagegen ist günstiger in der Anschaffung und pustet dabei sogar noch weniger CO2 aus.

© Fotos und Video Volvo

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Ein Kommentar

  1. Am 1. Juli 2016 gefunden … | wABss
    2. Juli 2016 zu 02:56 Antworten

    […] Volvo ? Next Generation in Sicht, gefunden bei der-auto-blogger.de (0 Buzz-Faktor) […]

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