In der Welt der Superreichen reicht ein Bugatti oder ein Rolls-Royce oft nicht mehr aus, um aufzufallen. Das wahre Statussymbol ist viel kleiner, rechteckig und am Heck montiert: das Nummernschild. Je kürzer die Nummer, desto länger das Gesicht der Konkurrenz.
Wir haben uns die aktuellen Rekordhalter angeschaut – von Dubai bis in die Schweiz.
1. Der aktuelle Weltrekord: „P 7“ (Dubai)
Im April 2023 wurde in Dubai Geschichte geschrieben. Bei einer Wohltätigkeitsauktion für die Initiative „1 Billion Meals“ wechselte das Kennzeichen „P 7“ für die astronomische Summe von 55 Millionen Dirham den Besitzer. Das sind umgerechnet etwa 14 Millionen Euro.
Damit löste es den langjährigen Spitzenreiter (die Nummer „1“ aus Abu Dhabi) ab und sicherte sich einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde.
2. Die ewige Nummer 1 (Abu Dhabi)
Bevor „P 7“ den Thron bestieg, hielt der Geschäftsmann Saeed Abdul Ghaffar Khouri den Rekord. Er zahlte 2008 rund 13 Millionen Euro für das Kennzeichen mit der schlichten Ziffer „1“. Sein legendäres Zitat dazu: „Ich habe es gekauft, weil es die beste Nummer ist.“ Dem ist wenig hinzuzufügen.
3. Das teuerste Gebot, das nie stattfand? „F 1“ (Großbritannien)
In England ist das Kennzeichen „F 1“ (ursprünglich 1904 registriert) Kult. Der Design-Unternehmer Afzal Kahn kaufte es 2008 für „schlappe“ 500.000 Euro. Heute wird der Wert auf über 20 Millionen Euro geschätzt. Kahn soll bereits Angebote in zweistelliger Millionenhöhe abgelehnt haben. Er fährt die Nummer aktuell spazieren – meistens passenderweise auf einem Bugatti Veyron.
4. Schweizer Präzision: „ZH 24“
Auch bei unseren Nachbarn in der Schweiz wird es teuer. Erst im Sommer 2024 wurde das Kennzeichen „ZH 24“ für 299.000 Franken (ca. 315.000 Euro) versteigert. Damit ist es das teuerste Schild der Schweiz. Der Käufer? Ein Malermeister, der sich diesen „Spontankauf“ für seinen Lamborghini gönnte.
Warum zahlt man so viel?
Es ist eine Mischung aus drei Faktoren:
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Prestige: In Ländern wie den VAE zeigen niedrige Nummern den sozialen Status und die Nähe zum Herrscherhaus.
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Investition: Seltene Kennzeichen verlieren selten an Wert – im Gegenteil, sie sind oft wertstabiler als das Auto selbst.
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Wohltätigkeit: Viele dieser Millionen-Auktionen sind Charity-Events, was den Bieterwettstreit zusätzlich anheizt.
Was sagst du dazu?
Würdest du für dein Traumkennzeichen tiefer in die Tasche greifen, oder reicht dir die Zufallskombination der Zulassungsstelle? Schreib es uns in die Kommentare!
14 Millionen Euro für zwei Zeichen: Das teuerste Kennzeichen der Welt in Dubai
Während wir uns über die Kosten für ein Wunschkennzeichen ärgern, werden in den Vereinigten Arabischen Emiraten Summen bewegt, für die man in Deutschland ganze Straßenzüge kaufen könnte. Dubai hat seinen Ruf als Stadt der Superlative erneut verteidigt und den Weltrekord für das teuerste Autokennzeichen der Welt geknackt.
Der neue König der Straße: „P 7“
Im April 2023 passierte bei einer Charity-Auktion im Jumeirah Four Seasons etwas Unglaubliches: Das Kennzeichen „P 7“ wurde für die Rekordsumme von 55 Millionen Dirham versteigert. Das sind umgerechnet rund 14 Millionen Euro.
Damit wurde der 15 Jahre alte Rekord des Geschäftsmanns Saeed Khouri abgelöst, der 2008 in Abu Dhabi für die Nummer „1“ stolze 13 Millionen Euro bezahlt hatte.
Wer kauft so etwas?
Der Käufer von „P 7“ blieb bei der Auktion anonym. Interessant ist jedoch, wohin solche Schilder wandern: Kurze Zeit später wurde das Rekord-Kennzeichen an einem Tesla Model X gesichtet. In Dubai ist es ein besonderer „Flex“, ein Kennzeichen zu besitzen, das ein Vielfaches des Autos wert ist, an dem es montiert wurde.
Fun Fact: Gerüchten zufolge hat sogar Telegram-Gründer Pavel Durov bei der Auktion mitgeboten, stieg aber bei 25 Millionen Dirham aus – für den späteren Gewinner war das gerade einmal das Aufwärmtraining.
Warum ist das so teuer?
Es ist eine einfache Formel: Je weniger Ziffern, desto höher der Status.
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Status-Symbol: In der Gesellschaft der VAE signalisieren ein- oder zweistellige Nummern extremen Reichtum und oft eine Nähe zum Herrscherhaus.
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Investment: Ähnlich wie seltene Kunstwerke oder Kryptowährungen steigen diese Nummern im Wert. Sie sind „tragbare“ Vermögenswerte, die man von Auto zu Auto mitnimmt.
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Der gute Zweck: Die Rekordsummen fließen oft in Wohltätigkeitsprojekte. Das Geld für „P 7“ ging an die „1 Billion Meals Endowment“ Initiative von Scheich Mohammed bin Rashid, um den weltweiten Hunger zu bekämpfen.
Die Top 3 der teuersten Schilder (VAE)
| Kennzeichen | Ort | Preis (ca.) | Jahr |
| P 7 | Dubai | 14,0 Mio. € | 2023 |
| 1 | Abu Dhabi | 13,2 Mio. € | 2008 |
| AA 9 | Dubai | 8,9 Mio. € | 2021 |
Was meint ihr? Ist ein Kennzeichen wirklich 14 Millionen Euro wert, wenn das Geld einem guten Zweck dient, oder ist dieser Luxus-Hype völlig abgehoben? Schreibt es mir in die Kommentare!
Das teuerste Kennzeichen Deutschlands: Millionen-Jagd oder Behörden-Schnäppchen?
Nachdem wir über 14-Millionen-Euro-Schilder in Dubai berichtet haben, stellt sich die Frage: Was ist eigentlich das teuerste Kennzeichen, das man in Deutschland an sein Auto schrauben kann? Die Antwort wird viele überraschen – denn in Deutschland regiert nicht der Meistbietende, sondern das Gesetz.
Der offizielle Festpreis: 12,80 Euro
In Deutschland gibt es (offiziell) keine Versteigerungen von Kennzeichen wie „B 1“ oder „M 7“. Wer ein besonderes Kennzeichen möchte, zahlt bundesweit einen festen Satz:
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10,20 Euro für das Wunschkennzeichen selbst.
- 2,60 Euro für die Vorab-Reservierung (meist online).Gesamt: 12,80 Euro. Egal, ob du „M-MW 1“ oder „GZ-GS 1905“ reservierst – der Preis bleibt gleich.
Das inoffizielle „teuerste“ Kennzeichen: Der Graumarkt
Obwohl man Kennzeichen in Deutschland rechtlich gesehen nicht „besitzen“ oder „verkaufen“ kann (man erwirbt lediglich das Recht auf die Zuteilung), gibt es einen Graumarkt.
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Kurze Kombinationen: Besonders in Städten wie München (M), Hamburg (HH) oder Berlin (B) sind einstellige Nummern (z. B.
B-X 1) extrem begehrt. -
Der Trick: Da man ein Kennzeichen beim Fahrzeugverkauf mitnehmen kann, werden manchmal schrottreife Autos zu völlig überzogenen Preisen verkauft – nur weil ein extrem seltenes Kennzeichen daran klebt. Hier fließen hinter den Kulissen manchmal vier- bis fünfstellige Beträge, um die Reservierung zu „übernehmen“.
Die „0-1“: Das prestigeträchtigste Schild
Wenn wir nach dem ideellen Wert gehen, ist das teuerste (und unerreichbarste) Kennzeichen Deutschlands die „0 – 1“.
Dieses Schild ist für niemanden käuflich – es gehört dem Bundespräsidenten. Die „0 – 2“ gehört der Bundeskanzlerin bzw. dem Bundeskanzler. Diese Nummern sind unverkäuflich und stehen für die höchste staatliche Repräsentation.
Kurioses aus den Gerichtssälen
Dass Kennzeichen bei uns emotionalen Wert haben, zeigt ein Fall aus Günzburg. Hier stritten sich zwei Fans – einer von Borussia Dortmund (BVB 1909) und einer von Galatasaray Istanbul (GS 1905) – erbittert vor Gericht um die Kombination GZ-GS 1905. Auch wenn die Gebühr nur 12,80 Euro betrug, kostete der Rechtsstreit am Ende ein Vielfaches davon.
Fazit: Deutschland ist das Land der Schnäppchen-Jäger
Im Vergleich zu den 14 Millionen Euro für „P 7“ in Dubai kommen deutsche Autofahrer günstig weg. Das „teuerste“ Kennzeichen ist hierzulande meistens das, für das man am längsten auf der Lauer liegen muss, bis es in der Online-Datenbank der Zulassungsstelle für kurze Zeit wieder frei wird.
Die Jagd nach der „1“: Was das begehrteste Kennzeichen Dubais wirklich kostet
In Dubai ist ein Auto ohne das richtige Kennzeichen nur ein halbes Statussymbol. Wer dort wirklich zur Spitze gehören will, gibt sich nicht mit fünf Ziffern zufrieden. Das Nonplusultra ist und bleibt die Nummer 1. Doch wer besitzt sie, und was muss man für dieses Stück Blech (oder Carbon) auf den Tisch legen?
Der Wert: Ein Preis jenseits der Vorstellungskraft
Lange Zeit hielt die Nummer „1“ aus Abu Dhabi den absoluten Weltrekord. Im Jahr 2008 wurde sie für sagenhafte 52,2 Millionen Dirham versteigert – das waren damals etwa 13 Millionen Euro.
Zwar wurde dieser Rekord im April 2023 durch das Dubai-Kennzeichen „P 7“ (für ca. 14 Millionen Euro) technisch gesehen überboten, doch die schlichte „1“ bleibt das ultimative Symbol für Macht und Führung. In Sammlerkreisen wird geschätzt, dass die Nummer 1 heute bei einer Neuversteigerung problemlos die 20-Millionen-Euro-Marke knacken könnte.
Wer sind die Besitzer der „1“?
Man muss hier zwischen den verschiedenen Emiraten unterscheiden, da jedes seine eigene „1“ vergibt:
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Abu Dhabi – Die legendäre 1: Der bekannteste Besitzer ist der Geschäftsmann Saeed Abdul Ghaffar Khouri. Er kaufte das Schild 2008 und begründete den Kauf schlicht mit: „Wer will nicht die Nummer eins sein?“ Er gehört zu einer der reichsten Familien der Emirate.
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Dubai – Die königliche 1: In Dubai ist die Geschichte etwas exklusiver. Das Kennzeichen „Dubai 1“ (ohne Buchstabencode) ist traditionell dem Herrscher von Dubai, Scherich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, vorbehalten. Man sieht es oft an seinem weißen Mercedes G-Modell, wenn er in der Stadt unterwegs ist.
- Die „neuen“ Einser (mit Buchstaben):Da Dubai verschiedene Serien (A, B, C etc.) eingeführt hat, gibt es mittlerweile mehrere „1er“-Schilder (z.B. A 1, AA 1). Diese landen oft bei wohlhabenden Unternehmern oder anonymen Bietern bei den berühmten „Most Noble Numbers“-Auktionen.
Warum ist die 1 so wertvoll?
In der Kultur der VAE ist die Zahl 1 nicht nur eine Ziffer, sondern ein Statement. Sie steht für:
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Ambition: Das Streben, in allem der Beste zu sein.
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Leadership: Ein Symbol für die Führung des Landes.
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Investition: Diese Kennzeichen sind oft wertstabiler als Gold oder Immobilien. Wer eine „1“ besitzt, hat ein Asset, das niemals an Begehrlichkeit verliert.
Interessantes Detail: Die Erlöse aus diesen Millionen-Auktionen fließen in Dubai fast immer in wohltätige Zwecke, wie etwa die „1 Billion Meals“-Kampagne zur Bekämpfung des weltweiten Hungers.
Was meint ihr?
Ist die „1“ am Auto ein genialer Investment-Move oder einfach nur der teuerste Ego-Trip der Welt? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Das ist ein perfektes Thema für einen Autoblog! Während wir in Deutschland oft schon über die 12,80 Euro für ein Wunschkennzeichen diskutieren, bewegen wir uns hier in Sphären, für die man andernorts eine ganze Flotte an Luxusautos kaufen könnte.
